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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16440
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgendes

Kundenfrage

Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Anliegen, bzw. Frage:
Ich bin seit 10 Jahren geschieden und hatte mit meiner Exfrau bis vor kurzem noch eine gemeinsame vermietete Eigentumswohnung. Um die Wohnung habe ausschließlich ich mich gekümmert, d.h. Teilnahme an Eigentümerversammlungen, Betriebskostenabrechnung für Mieter, G&V und letztendlich den Verkauf der Wohnung. Als meine Exfrau die Kopie des Entwurfes für den Kaufvertrag vom Notar bekommen hatte, rief sie mich an und teilte mir leider nur telefonisch mit, dass sie mir ihren Anteil, sofern aus dem Verkauf ein Erlös übrig bleibt, schenken möchte. Der Verkauf einschließlich Grundbuchumschreibung ist erledigt. Nach Abrechnung aller Kosten, habe ich den Restbetrag auf mein Konto überwiesen und meiner Exfrau mitgeteilt, dass sie bitte zur Sparkasse gehen soll, um das gemeinsame Konto aufzulösen. Nun besteht sie auf eine Abrechnung und ihren halben Anteil mit Terminvorgabe und meint, dass die ausgesprochene Schenkung ein Missverständnis sei.
Darüber hinaus droht sie mit rechtlichen Schritten und Anzeige wegen Unterschlagung!
Nun zu meinen Fragen:
# XXXXX wir im Innenverhältnis weder die Verwaltung noch eine Vergütung schriftlich vereinbart haben, kann sie hier eigentlich Forderungen stellen?
# XXXXX ich verpflichtet, ihr noch eine Abrechnung auf dem Silbertablett zu präsentieren?
# XXXXX ich ihr nachträglich meine Aufwendungen für die Verwaltung, Fahrtkosten zu den Versammlungen und den Verkauf in Rechnung stellen, bzw. mit der Endabrechnung verrechnen?
# XXXXX ja, in welcher Höhe?
# XXXXX Recht kommt hier eigentlich zum tragen?

Freue mich auf ein Antwort und sage schon mal im Voraus Vielen Dank!

Freundliche Grüße
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Eine Schenkung bedarf um wirksam zu sein der notariellen Beurkundung.

Das ergibt sich aus § 518 BGB.

Der Mangel der Form wird dadurch geheilt, dass die Schenkung bewirkt wird.

Leider liegt daher kein wirksames Schenkungsversprechen vor, da es an der erforderlichen Form fehlt.

Der erzielte Erlös steht daher beiden zu und muss ordnungsgemäß abgerechnet werden.


Sie können aber Ihre Aufwendungen, die Sie hatten, um das Grundstück zu verkaufen aufstellen, belegen, und gegenrechnen.

So ZB Makergebühr, Zeitungsannoncen etc.

Was Sie während des gemeinsamen Eigentums auf das Grundstück verwendet haben können Sie nicht nachträglich in Rechnung steellen, da Sie beide offensichtlich stillschweigend vereinbart hatten, dass Sie diese Kosten alleine übernehmen.

Wenn Sie nicht explizit eine Vergütung vereinbart hatten können Sie diese nicht noch nachträglich verlangen.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank








Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank XXXXX XXXXX rasche Antwort. Nachfolgende Fragen sind jedoch noch offen:

# XXXXX ich verpflichtet, ihr noch eine Abrechnung auf dem Silbertablett zu präsentieren? => Es wurde ja nichts vereinbart

# XXXXX Recht kommt hier eigentlich zum tragen?

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

der Erlös aus dem Verkauf sollte ordnungsgemäß abgerechnet werden, schon alleine um Strafanzeigen vorzubeugen.

Dies schon deswegen da die Summe ja auf Ihr Konto gegangen zu sein scheint.

Auch wenn Sie etwas von Ihren Aufwendungen, die Sie wegen des Verkaufs hatten gegnrechnen wollen, müssen Sie ordnungsgemäß abrechnen.

§ 518 BGB behandelt die Formbedürftigkeit des Schenkungsversprechens.

Das , was Sie vereinbart haben bzg. der Verwaltung der Wohnung fällt unter allgemeines Vertragsrecht.


Der Umfang der Pflicht zur Rechnungslegung ergibt sich aus § 259 BGB.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Feierabend!
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich danke Ihnen

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