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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26586
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Am 01.10.10 habe ich ein Wohnhaus gekauft. Als nun eine neuer

Kundenfrage

Am 01.10.10 habe ich ein Wohnhaus gekauft. Als nun eine neuer Wasseranschluss verlegt wurde,stellte sich heraus,das dieses einen Keller besitzt, der allerdingst unter Wasser steht. Der Keller war gut getarnt,sodas man ihn nicht erkennen konnte.Dieser wurde bei Vertragabschluss auch nicht erwähnt.Meiner Meinung ist das Betrug.Wer kann mir in dieser Angelegenheit helfen?Was müsste ich als nächtes machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Darf ich Sie fragen, ob Sie das Haus in Deutschland gekauft haben?


MIt freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ja, und zwar in MV
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass in Ihrem notariellen Vertrag die Gewährleistung ausgeschlossen wurde, da es sich um eine sogenannte Bestandsimmobilie handelt.

Ein solcher Gewährleistungsausschluss gilt jedoch nicht, wenn Sie vom Verkäufer arglistig getäuscht wurden.

Eine arglistige Täuschung liegt nicht nur dann vor, wenn Sie vom Verkäufer betrogen werden, sondern bereits dann, wenn Ihnen der Verkäufer für Sie wesentliche Informationen über den Zustand des Hauses verschweigt.

Dies liegt dann vor, wenn er den Keller und dessen Zustand kennt, Sie aber nicht darauf hinweist. Eine arglistige Täuschung nach § 123 BGB kann also bereits im Verschweigen eines Mangels liegen.

Diese arglistige Täuschung bewirkt nun, dass der notariell vereinbarte Gewährleistungsausschluss nicht gilt und Sie nun gegen den Verkäufer Schadensersatzansprüche geltend machen oder vom Vertrag zurücktreten können.

Eine Ausnahme hiervon ist nur dann anzunehmen, wenn Sie den Mangel vor Vertragsschluss selbst erkannt haben. Da Sie angeben, dass Sie den Keller erst jetzt entdeckt haben, ist diese Ausnahme jedoch nicht gegeben.

Sie sollten daher den Verkäufer unverzüglich anschreiben und ihn auffordern (je nach Ihrem Wunsch) entweder seine Schadensersatzpflicht dem Grunde nach anzuerkennen (die Schadenshöhe können Sie wohl noch nicht beziffern) oder Ihnen den Kaufpreis zurückzuerstatten (wenn Sie die Rückabwicklung wünschen) Zug um Zug gegen Rückübertragung des Hauses und Ihnen die entstandenen Erwerbsnebenkosten (Notar, Grundbuch, Makler) zu ersetzen.

Sollte sich der Gegner weigern so sollten Sie den Gegner auf Schadensersatz, beziehungsweise Rückabwicklung verklagen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt