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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich bin ab dem 1.1 2012 bin arbeitlos. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch.

Kundenfrage

Ich bin ab dem 1.1 2012 bin arbeitlos. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch. Die erste Frage lautete, ob ich schwanger bin, bzw wann ich Kinder plane. Das restliche Gespräch lief relativ gut. Jetzt hab ich aber den Arbeitsvertrag vor mir liegen und was da steht, ist ganz was anderes wie ausgemacht war. Geld weniger, dann Tätigkeiten aufgeführt, welche nichts mit meinem Beruf zu tun haben. Ich bin gelernte MFA und solle auch Bürotätigkeiten und insbesonere Besorgungsfahrten unternehmen. Auch verpflichte ich mich, den Arzt auf Seminare zu begleiten.

Jetzt meine Frage, da ich den Job nicht annehmen möchte - wie ist das, bekomm ich dann eine Sperre vom Arbeitsamt, wenn ich den Job nicht annehme? Wäre der erste Job den ich nicht annehme. Aber ich habe schon jetzt Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass ich dort anfangen müsste zu arbeiten.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sieht der schriftliche Arbeitsvertrag im Endeffekt anders aus, als mündlich vereinbart.

Sofern ihnen konkrete Zusagen während des Vorstellungsgespräches gemacht worden sind, hätten sie unter Umständen hierdurch einen mündlichen Vorvertrag abgeschlossen, aufgrund dessen sie auch berechtigt wären, einen entsprechenden schriftlichen Arbeitsvertrag zu bekommen.

 

Im Streitfall müssten sie diese mündlichen Abreden aber nachweisen können.

 

Sofern dieses nicht nachweisbar ist (zum Beispiel weil sie keine Zeugen haben) ist das einzig stichhaltige der schriftliche Arbeitsvertrag.

 

Grundsätzlich können sie in der Tat gem. § 144 SGB III eine Sperre in Bezug auf das Arbeitslosengeld von bis zu 12 Wochen erhalten.

 

Sie sollten die Situation insbesondere im Hinblick auf die zunächst unrichtigen mündlichen Zusagen mit ihrem zuständigen Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit versprechen.

 

Insbesondere, wenn sie aber die mündliche Abrede nicht nachweisen können, sind die Chancen meiner Einschätzung nach relativ schlecht, um sich gegen eine Sperre im Wege eines Widerspruchs zu wehren.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt





Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Kann ich bei der Agentur für Arbeit damit argumentieren, dass die erste Frage gleich war, ob ich schwanger bin, als ich dies verneinet, war das nächste gleich die Frage, wann ich Kinder haben möchte. (Ich bin verheiratet) Ich möchte wirklich arbeiten, aber nicht dort.

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Bei der Frage nach der Schwangerschaft und auch nach der Familienplanung handelt es sich um unzulässige Fragen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes brauchen Sie solche Fragen nicht nur nicht beantworten, sondern könnten sogar wahrheitswidrig lügen.

Sollte der Arbeitgeber nach Vertragsschluss die Schwangerschaft bemerken, dürfte er nicht aufgrund der falschen Angaben beim Vorstellungsgespräch in Bezug auf diese Frage das Arbeitsverhältnis kündigen beziehungsweise anfechten.

Hierbei handelt es sich um ein starkes Argument, mit dem sie argumentieren können.

Aber auch hier ist leider wieder das Problem, dass sie im Streitfall die Frage ihres Arbeitgebers beweisen müssen. Sofern sie keine Zeugen für die mündlichen Zusagen und diese unzulässige Frage haben und der Arbeitgeber dieses bestreitet, womit sie leider rechnen müssen, kommt es allein auf die Frage an ob die angebotene Arbeit zumutbar ist (nach objektiven Gesichtspunkten!) oder nicht.

Lehnen Sie eine zumutbare Arbeit ab, so können sie mit einer Sperre rechnen.

Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend und alles Gute !

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Danjel Newerla und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wissen Sie, ob es eher eine Sperre von 3 Wochen oder eher von 3 Monaten wäre`?

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für den Nachtrag.

Die Sperrzeit von 12 Wochen (also drei Monaten) stellt das gesetzlich zulässigen Höchstmaß dar.

In ihrem Fall würde es sich um eine Sperrzeit wegen Ablehnung eine Arbeitsstelle handeln.

Ich weiß zwar nicht genau, wie oft oder ob sie bereits eine Arbeitsstelle abgelehnt haben in der Vergangenheit,sofern es sich aber um die erste Ablehnung handelt kommt grundsätzlich eine Sperre von drei Wochen gem. § 144 Abs. 4 SGB III in Betracht.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen interessanten Link beigefügt, dem sie interessante Informationen zu den einzelnen Sperrzeiten entnehmen können:

http://www.sozialleistungen.info/arbeitslosengeld/arbeitslosengeld-sperrzeiten.html





Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt