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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2783
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Olaf Götz ist jetzt online.

Horst Kristkeitz 18.12.2011 E-mail:[email protected] Sehr

Kundenfrage

Horst Kristkeitz 18.12.2011
E-mail:[email protected]


Sehr geehrte Damen und Herrn,
Ich möchte Ihnen folgendes kurz schildern und Sie im Falle einer Klage um Ihre Meinung bitten.
Ich lebe nun seit vier Jahre in Thailand und war von Ende Februar bis Anfang April in Deutschland um mein Haus in Berlin-Karow zu verkaufen.
Ich bot die Immobilie bei Immowelt.de zum Verkauf an, worauf sich die Firma ABACO-Immobilien bei mir meldete und mir ihre professionelle Hilfe durch einen ihre Makler anbot. Da ich vom Immobilienverkauf und den damit verbundenen Formalitäten keinerlei Ahnung habe erteilte ich dem Makler Herrn Dreyer einen Allenvermartungsauftrag. In dem Vermartungsauftrag wird der Auftragnehmer bevollmächtigt alle für den Verkauf nötigen Formalitäten zu erledigen.
Da ich das Grundstück nach der Wende zu den Bedingungen des Modrow Gesetzes erworben habe ist in meinem Grundbuch ein Vorkaufrecht zu Gunsten vom Land Berlin für 30 Jahre eingetragen. Sollte man vor Ablauf der 30 Jahre den Wunsch haben zu verkaufen muss vom Liegenschaftsfonds Berlin ein Angebot über die Ablösesumme zur Löschung des Vorkaufrechts beantragt werden. Ich bekam das Angebot vom Liegenschaftsfonds wo mir eine Ablösesumme von 30000 Euro ( 50 % vom Verkehrswert ) angeboten wurde, allerdings mit der Einschränkung, wenn vor Einholung der Löschungsbewilligung ein Verkauf getätigt wird würde das Land Berlin von seinem Vorkaufrecht gebrauch machen. Dieses Angebot übergab ich nach Erhalt dem Makler Herrn Dreyer. Am 06.04.2011 musste ich wieder zurück nach Thailand, aber es war noch kein Käufer gefunden und ob sich jemals ein Käufer finden würde stand in den Sternen, somit gab es auch kein Grund für mich eine Löschungsbewilligung einzuholen. Vor meiner Abreise am 06.04.2011 bevollmächtigte ich Herr Dreyer beim Notar Herr Knepel alles erforderliche im Falle eines Verkaufs auch in meiner Abwesenheit und in meinem Namen abzuwickeln.
Im Juni bekam ich die Nachricht das sich ein Käufer gefunden habe und am 20.06.2011 die Beurkundung sein würde. Einige Tage nach der Beurkundung schickte mir der Notar Herr Knepel ein Schreiben vom Liegenschaftsfonds in dem ich die Information erhielt, dass ein Verkauf vor Einholung der Löschungsbewilligung getätigt wurde und somit das Angebot von 30000 Euro für die Ablösung des Vorkaufsrechts gegenstandslos sei, weiter wurde mir nun auf Grund des Versäumnisses eine Ablösesumme von 60000 Euro angeboten.
Offensichtlich hat der Makler Herr Dreyer es in seinem Verkaufsrausch versäumt vor Beurkundung des Kaufs die Löschungsbewilligung vom Liegenschafsfonds einzuholen. Auch hätte meiner Meinung nach der Notar nicht vor Erhalt der Löschungsbewilligung den Verkauf beurkunden dürfen. Auf meine Frage per e-mail an den Makler Herr Dreyer, warum das passieren konnte und wer nun für den für mich entstandenen Schaden von 30000 Euro aufkäme, habe ich bis heute weder vom Notar Herr Knepel noch vom Herrn Dreyer eine Antwort bekommen.
Sehr geehrte Damen und Herrn,
wäre es sinnvoll in der Sache zu klagen um wieder an die 30000 Euro zu kommen. Und da ich nicht so oft in Deutschland bin, wie lange hätte ich Zeit, oder würde die Sache irgend wann verjähren und eine Klage dann nicht mehr möglich sein? Ich war mir durch die Notarielle Bevollmächtigung sicher das auch in meiner Abwesenheit alles seinen Gang geht, zumal der professionelle Makler ein Honorar von 9000 Euro verlangt hat.


Mit freundlichen Grüßen
Horst Kristkeitz
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Haftungsansprüche gegen den Makler und Notar dürften innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist (§§ 195, 199 BGB) Ende des Jahres 2014 verjähren.

 

Ob hier nur gegen den Makler wegen Verletzung einer vertraglichen Nebenpflicht oder gegen den Notar aus Amtspflichtverletzung vorgegangen werden sollte, lässt sich besser beurteilen, wenn der konkrete Kaufvertrag vorliegt und bekannt ist, welche Hinweise der Notar gegeben hat. Da Sie hier nicht anwesend waren, ist die Beweislage vermutlich nicht ganz einfach.

 

Vorrangig dürfte hier der Makler veranwortlich sein, der den gesamten Vorgang kannte und Sie nicht auf die Problematik hingewiesen hat. Hier könnte man jedenfalls eine Nebenpflichtverletzung aus dem Maklervertrag annehmen. Auch hier können ggf. Beweisprobleme auftreten, wenn die Gegenseite sehr dreist arbeitet.

 

Ev. wird Sie auch ein erhebliches Mitverschulden (§ 254 BGB) treffen, da Sie einen Verkaufsauftrag gestellt haben und gleichzeitig sich nicht um eine Löschungsbewilligung gekümmert haben. Letztlich war aus dem Angebot der Behörde klar zu entnehmen, dass diese nur dann den günstigen Preis anbieten, wenn das Grundstück zunächst weiter in Ihrem Eigentum bleibt und erst nach

Dies macht wenig Sinn, wenn Sie ohnehin einen Verkauf planen.

 

Ein gerichtliches Vorgehen ist folglich mit einem gewissen Risiko verbunden.

 

Das gesamte Kostenrisiko einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Anwälten beträgt inkl. außergerichtlicher Kosten voraussichtlich ca. 6200 Euro.

 

Bedenken Sie, dass ein Sie vertretener Anwalt durch Ihren Wohnsitz in Thailand einen Vorschuss von ca. 1200 Euro verlangen wird. Auch wären die Gerichtskosten von 1020 Euro vorzustrecken, wenn die außergerichtliche Tätigkeit nicht erfolgreich war.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2783
Erfahrung: Fachanwalt für Sozialrecht
Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Götz,
durch die notarielle Bevollmächtigung des Herrn Dreyer war ich mir sicher alles notwendige getan zu haben. Und wenn die Einholung der Löchungsbewilligung im Falle eines Verkaufs die Befugnis des Herrn Dreyer überschritten hätte, hätte er mich infomieren müssen, daß ich an der Stelle selber reagieren müsste. Ich war in der Zeit mit dem Makler oft genug in Kotakt, aber nie kamm der Hinweis : Ich habe jetzt einen Käufer und sie müssen auf das Angebot vom Liegenschaftsfonds reagieren.
Das rechne ich dem Makler als Versäumnis an.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich gebe Ihnen Recht.

 

Das Risiko liegt darin, dass keine entsprechenden schriftlichen Abreden vorliegen und der Makler bzw. seine Zeugen schlicht (für ein Gericht glaubhaft) lügen. Wenn Sie alleine darstehen, kann es schwierig werden. Damit müssen Sie leider schlicht rechnen, wenn es um relativ viel Geld geht.

 

Ich wünsche trotzdem noch ein schönes Restwochendende.

Bekannt aus:

 
 
 
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