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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, eine Mitarbeiterein von mir

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Mitarbeiterein von mir beahauptet jetzt (seit vorgestern), dass ich Ende Februar zu ihr gesagt hätte, dass ich für sie Gefühle etnwickt hätte und ihr angeblich sogar noch quasi eine Affäre angeboten hätte.
Ich bin total perplex - wie soll ich mich da verhalten?
Danke XXXXX XXXXX Antwort.
MfG
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Solange es dabei bleibt, sollten Sie lediglich die Ruhe bewahren.

Sollte es mehr werden und schlimmer, kann man straf- und zivilrechtlich dagegen vorgehen.

Es besteht dann ein Unterlassungsanspruch gegen die Mitarbeiterin.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke für die erste Antwort - akzeptiert-Geld kommt.
Jetzt muss ich doch noch mehr ins Detail gehen:

Bei unds herrscht eine Entlassungswelle und diese Anschuldigung hat sie angeblich der einen oder anderen Kollegin erzählt -. eine (chefsekretärin) bestätigt angeblich diese Erzählung. (es gibt niemanden, der dieses angebliche Gespräch gehört hat.) Gleichzeitig verplapperte sie sich beim Chef, dass es nach dieser Aktion nie mehr meinerseits etwas in der Art gegeben hätte, geschweige denn dass es irgendwelche körperlichen Berührungen gegeben habe -obwohl sie sich stundenlang bei mir im Büro über die anderen Chefs ausgehäult hat (2 Packungen Taschentücher hat sie mir in all den Stunden weggerotzt). Aber sie hätte sich nicht mehr zu mir getraut; das widerum ist schriftlich und zeugenmäßig ganz klar widerlegbar - total erlogen.
Ich holte sie nachdem mein Chef das etwas eskalieren ließ zu mir und sie zu fragen, was da los sei: sie will mit mir darüber nicht sprechen.
Ich kann deshalb nicht ganz ruhig bleiben, weil Sie ja auch auf der Liste der Künigungen steht (von der sie meines Erachtens aber nur von der einen besagten Kollegin, die unsere Chefsekretärin ist, erfahren konnte) und mein Chef jetzt mit diesem Vorwurf der sexuellen Belästigung auch einen guten Grund sieht mich zu kündigen.
Meine Frau überlegt ob einer Verleumdungsklage.
Bitte nochmals um schnellste Antwort.
Danke
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Eine Verleumdungsklage gibt es in diesem Sinne nicht.

Man kann strafrechtliche Anzeige wegen Verleumdung erheben.

Parallel dazu kann man zivilrechtlich auf Unterlassung und Richtigstellung klagen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ok, aber was ist mit dem ganzen anderen Sachverhalt: kann mir da noch jemand vors Scienbein treten.
Hat sich mein Chef korrekt verhalten?
Muss ich für meinen Ruf noch was tun?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich sehe hier keine Bedenken. Soweit haben sich allen anderen korrekt verhalten.
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung: Rechtsanwalt
raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Kann meine Mitarbeiterin noch mit einer Klage der "sexuellen Belästigung" kommen?
Hätte Sie nicht ihren Unmut schon vor 9 Monaten-also zeitnah- kundgeben müssen?
Kann mein Chef dies jetzt als Kündigungsgrund anführen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Kann meine Mitarbeiterin noch mit einer Klage der "sexuellen Belästigung" kommen?

- Nein, ich denke nicht.

Hätte Sie nicht ihren Unmut schon vor 9 Monaten-also zeitnah- kundgeben müssen?

- Ja, wenn es so ernst ist, dann hätte sie es längst machen müssen.

Kann mein Chef dies jetzt als Kündigungsgrund anführen?

- Gab es eine Abmahnung?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
nein, es gab keine Abmahnung! - ich hätte ja sein Nachfolger (er ist Eigentümer der Firma) werden sollen; aber jetzt hat er Geldprobleme. Und diese Mitarbeiterin hat ja erst vor drei Tagen gesagt, dass ich da angeblich mal was gesagt hätte.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ok, Danke.

Im Grunde kann hier aber nichts passieren.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
- das verstehe ich nicht: ich soll am Mittwoch meine Kündigung abholen - da ist schon alles passiert.
Familie ist nicht gerade glücklich.
Kann ich aus so einem - aus meiner Sicht völlig unkorektem Verhalten seinerseits - nicht was für mich rausholen (finanziell?)
Hat er sich rechtens verhalten?
Kann ich Forderungen stellen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das hatten Sie so noch nicht korrekt dargestellt.

Wenn schon eien Kündigung im Raum steht, muss dann umgehend (binnen 3 Wochen ab Zugang der schriftlichen Kündigung) Klage zum Arbeitsgericht erhoben werden.

Eine Kündigung wäre hier nicht haltbar.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich fasse zusammen und betone, dass das Ihre Meinung ist, ich aber trotzdem zu einem Anwalt muss:
1) meine Mitarbeiterin hätte zeitnah sich beschweren müssen
2) meine Mitarbeiterin hat kaum Chancen auf Klage wegen sexueller Belästigung
3)Es besteht dann ein Unterlassungsanspruch gegen die Mitarbeiterin. - was heißt das?
4)Wenn schon eien Kündigung im Raum steht, muss dann umgehend (binnen 3 Wochen ab Zugang der schriftlichen Kündigung) Klage zum Arbeitsgericht erhoben werden.
5)Man kann strafrechtliche Anzeige wegen Verleumdung erheben.
6)Parallel dazu kann man zivilrechtlich auf Unterlassung und Richtigstellung klagen.

Sie brauchten mir bitte nur noch Punkt 3 erklären und bestätigen, dass ich Ihre Ausfürhrungen (Meinungen) richtig verstanden habe. Den Rest mache ich dann hier mit einem Anwalt.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
1) meine Mitarbeiterin hätte zeitnah sich beschweren müssen

Ja.

2) meine Mitarbeiterin hat kaum Chancen auf Klage wegen sexueller Belästigung

Ja, genau.

3)Es besteht dann ein Unterlassungsanspruch gegen die Mitarbeiterin. - was heißt das?

Gegen falsche Behauptungen.

4)Wenn schon eien Kündigung im Raum steht, muss dann umgehend (binnen 3 Wochen ab Zugang der schriftlichen Kündigung) Klage zum Arbeitsgericht erhoben werden.

Ja, binnen 3 Wochen ab Zugang der schriftlichen Kündigung.

5)Man kann strafrechtliche Anzeige wegen Verleumdung erheben.

Ja bei der Polizei.

6)Parallel dazu kann man zivilrechtlich auf Unterlassung und Richtigstellung klagen.

Ganz genau.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Jetzt ist mir schon wohler und ich kann mich konzentrierter auf Stellensuche machen.
Dane
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gern, alles Gute.

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