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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26021
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Bankberater der Raiba hat mir 2005 den Juragent Fond sowie

Kundenfrage

Mein Bankberater der Raiba hat mir 2005 den Juragent Fond sowie HSC Optivita UK I zu je
€ 10.000,-- angepriesen mit 6 % Gewinnausschüttung. Juragent Vorstand Heinen
war zur damaligen Zeit bereits vorbestraft. Es gab 2 Ausschüttungen zu € 600,-- und
nun ist Juragent Insolvent, das Kapital wurde veruntreut. Von Juragent werde ich 100 %
Verlust haben von HSC Optivita UK 1 bekomme ich im Frühjahr auf 2 Raten je ca. € 1.800,--
erstattet. Ich habe mich auf den guten Namen meiner Raiba verlassen und vertraut, da man mir auch jegliche Zweifel an den Fonds genommen hat. Ich habe keine Rechtschutzversicherung will weiteren Schaden durch Anwaltgebühren vermeiden. Auf jeden
Fall fühle ich mich von meinem Bankberater falsch beraten und mein Vertrauenn mißbraucht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie müssen 2 Gesichtspunkte unterscheiden:

1. Die allgemeine Beratungspflicht

Wie Sie sicherlich wissen, muss Sie der Bankberater anleger- und objektgerecht beraten.

Das bedeutet, er muss Ihnen Produkte verkaufen, die für Ihre Einkommens und Vermögensverhältnisse passen, aber auch für Ihren persönlichen Anlagehorizont (also Altervorsorge, beabsichtigte Haltedauer, Kapitalerhalt im Vordergrund ect.)

Er muss Ihnen aber auch mitteilen, welche Risiken die Produkte bergen (Risiko des Totalverlusts, Währungsrisiko, Mangelnde Handelbarkeit der Beteiligung,...)

Unterlässt der Berater diese Hinweise, so macht er sich Ihnen gegenüber Schadensersatzpflichtig. Das bedeutet, die Bank, die sich das Verhalten des Beraters zurechnen lassen muss, muss die geleistete Investition+Zinsen Zug um Zug gegen Herausgabe der Anlage zurückerstatten.

2. Juragent

Hinsichtlich der Fonds der Firma Juragent könnte die Bank zudem eine ausdrückliche Warnpflicht getroffen haben. Dies ist dann der Fall, wenn der Bank negative Tatsachen über die Firma bekannt geworden sind (negative Berichterstattung in der einschlägigen Presse).

Unterlässt die Bank soche Warnungen Ihren Kunden mitzuteilen, so macht sie sich ebenso schadensersatzpflichtig.

Nun habe ich die Entwicklung von Juragent seit 1999 immer wieder mitverfolgt. Meiner Erinnerung nach tauchten die ersten Warnmeldungen (Verdacht auf Untreue) Anfang des Jahres 2007 auf (Finanztest).

2005 wusste die Raiba somit noch nichts über mögliche Untreuevorwürfe und insoweit traf sie auch keine Warnpflicht.

Somit ist eine Haftung der Raiba unter Punkt 1 ) denkbar.

Wenn Sie nun angeben, dass Sie die finanziellen Risiken eines Prozesses scheuen, so empfehle ich Ihnen ein sogenanntes Ombudsmannverfahren einzuleiten.

Den für Sie zuständigen Ombudsmann erfahren Sie bei Ihrer Raiba. Das Verfahren ist kostenlos und nicht an eine besondere Form gebunden. Der Ombudsmann ist ein erfahrener Jurist aus dem Bankrechtssektor, der über Ihren Fall einen Schiedsspruch fällen wird.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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