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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21576
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Nachbarrecht - Wasser Ich habe ein Grundstück erworben, durch

Kundenfrage

Nachbarrecht - Wasser
Ich habe ein Grundstück erworben, durch das regelmäßig vom Nachbargrundstück (bewirtschaftetes Feld) Regen- oder Schmelzwasser in Größenordnungen läuft, die eine sinnvolle Nutzung unter momentanen Gegebenheiten nicht zulässt. Welche rechtliche Handhabe habe ich gegen den Pächter bzw. den ursprünglichen Eigentümer?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich kann sich der Eigentümer eines Grundstücks gegen Einwirkungen auf sein Grundstück, die von einem Nachbargrundstück ausgehen und sein Eigentum beeinträchtigen, zur Wehr setzen, insbesondere auch durch Geltendmachung des auf Beseitigung und Unterlassung der Beeinträchtigung gerichteten Abwehranspruchs aus § 1004 BGB.

Die Voraussetzungen einer abwehrfähigen Eigentumsbeeinträchtigung liegen aber nicht vor, wenn die Beeinträchtigung ausschließlich auf Naturkräfte zurückgeht. Der Abwehranspruch setzt nämlich voraus, dass der Nachbar für die Beeinträchtigung als Störer verantwortlich ist. Dazu reicht nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der bloße Umstand des Eigentums an dem Nachbargrundstück, von dem die Einwirkung ausgeht, nicht aus.

Nach der Rechtsprechung sind dem Eigentümer des Nachbargrundstücks, von dem durch Naturereignisse ausgelöste Störungen ausgehen, diese Beeinträchtigungen nur zuzurechnen, wenn er sie durch eigene Handlungen ermöglicht oder wenn die Beeinträchtigung erst durch ein pflichtwidriges Unterlassen herbeigeführt worden ist.

Sie werden daher leider gegen den Nachbarn aufgrund des eindringenden Wassers rechtlich nichts unternehmen können, wenn dieses Eindringen auf einem natürlichen Abfließens des Wassers beruht. Denn unter diesen Bedingungen versagt die Rechtsprechung einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch aus § 1004 BGB.

Sie sollten sich aber mit der zuständigen Wasserbehörde in Verbindung setzen, denn nach den wasserrechtlichen Bestimmungen der Bundesländer kann die Behörde in solchen Fällen die Anlage von wasserableitenden Kanaälen oder Drainagen anordnen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Besteht rechtlich die Möglichkeit, von dem Grundstückseigentümer des höher gelegenen Feldes Drainage- oder Entwässerungsarbeiten zu fordern bzw. diesen an den Kosten für eine Wasserableitung mit zu beteiligen?

 

MFG Stephan Kretzschmar

 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank zunächst für Ihre freundliche Akzeptierung.

Bitte teilen Sie mir mit, in welchem Bundesland Sie leben.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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