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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Wie werden bei der Berechnung des Zugewinns Schenkungen des

Kundenfrage

Wie werden bei der Berechnung des Zugewinns Schenkungen des Ehegatten an den anderen Ehegatten berücksichtigt? Erhöhen Sie das Anfangsvermögen und ggf. das Endvermögen oder fallen sie in den Zugewinn? Bevor Sie antworten, teilen Sie mir bitte mit, was die Beantwortung der Frage kostet. Herzlichen Dank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben für die Beantwortung Ihrer Frage 70 € ausgelobt. Bitte teilen Sie mit, ob Sie eine Beantwortung wünschen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es ist als Preis 75 € genannt worden, die habe ich gerade per paypal bezahlt !?

 

Gruß

 

´B. Haas-Schaefer

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dann haben Sie 75 € bezahlt. Die Bezahlung selbst erfolgt erst dann, wenn Sie eine Antwort akzeptieren. Wünschen Sie unter diesen Bedingungen eine Beantwortung Ihrer Frage?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, somit erst Abbuchung von 75 € wenn ich die Antwort akzeptiere. Das ist o.k.

 

Gruß

B. Haas-Schaefer

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Zur Berechnung eines etwaigen Zugewinnausgleichs wird der Vermögenszuwachs, den jeder einzelne Ehegatte vom Beginn bis zum Ende der Ehe erzielt hat, verglichen. Dies geschieht durch einen Vergleich des Anfangs- und Endvermögens. Der Ehegatte, der den höheren Zuwachs erzielt hat, muss die Hälfte der Differenz der beiden Vermögenswerte an den anderen auszahlen.

Schenkungen unter Ehegatten sind jedoch nicht gemäß § 1374 Abs. 2 BGB dem Anfangsvermögen des beschenkten Ehegatten zuzurechnen. Dies begründet sich wie folgt:

Grundsätzlich erfolgt eine Zuwendung unter Ehegatten unentgeltlich im Blick auf die der eheliche Lebensgemeinschaft und ist damit keine Schenkung, sondern ein sog. unbenannte Zuwendung, für die Sonderregeln - Vertrag "sui generis" - gelten.

Diese Zuwendungen finden daher Ihren Niederschlag nur im Endvermögen.

Zu beachten ist, die Regelung des § 1375 Abs. 2 BGB.

Dem Endvermögen eines Ehegatten wird der Betrag hinzugerechnet, um den dieses Vermögen dadurch vermindert ist, dass ein Ehegatte nach Eintritt des Güterstands unentgeltliche Zuwendungen gemacht hat, durch die er nicht einer sittlichen Pflicht oder einer auf den Anstand zu nehmenden Rücksicht entsprochen hat,

Bei schenkenden Ehegatten wird die Zuwendung ebenfalls dem Endvermögen zugeschlagen.

Der Betrag der Vermögensminderung wird dem Endvermögen nicht hinzugerechnet, wenn sie mindestens zehn Jahre vor Beendigung des Güterstands eingetreten ist oder wenn der andere Ehegatte mit der unentgeltlichen Zuwendung oder der Verschwendung einverstanden gewesen ist.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbédarf besteht.













Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Antwort! Es geht mir nicht um eine Zuwendung an Dritte oder Verschwendung. Hier das Beispiel, dass mich zu der Frage führte: Der Ehemann hat der Ehefrau vor weniger als 10 Jahren

a) einen Geldbetrag geschenkt durch Überweisung auf ihr Bankkonto und

b) das neue Familienwohnhaus (Ehemann hat bezahlt, Haus notariell erworben hat Ehefrau).

Die Zugewinngemeinschaft wird jetzt aufgelöst, der Zugewinn berechnet.

Der geschenkte Geldbetrag und der Wert des geschenkten Grundstücks erhöhen nach Ihren Ausführungen das Anfangsvermögen nicht, erhöht aber beim Beschenkten und Schenker (?) jeweils Endvermögen? Aber nur wenn der Beschenkte nicht einverstanden war?? Ich habe Ihre Ausführung noch nicht richtig verstanden.Bitte sind Sie so gut und helfen mir auf die Sprünge

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Es ist davon auszugheen, dass Ihre Zuwendungen nicht gegen den Willen der Ehefrau vorgenommen wurde. In diesem Fall ist die Schenkung in Ihr Endvermögen nicht einzustellen.

Der Zuwendende, also Sie, erhält auf diesem Wege einen Ausgleich in der Höhe der Hälfte der Zuwendung.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe für mich ein alternatives Beispiel gerechnet. Einmal mit den Schenkungen und einmal ohne. Die Schenkungen wirkten sich hierbei wie folgt aus:

Beschenkte:

Anfangsbestand bleibt unverändert durch Schenkung,

Endbestand ist um die Schenkungen höher (sofern die geschenkten Gegenstände noch zum Zeitpunkt der Berechnung vorhanden sind),

Schenker:

Anfangsbestand unverändert durch Schenkung.

Endbestand hat sich durch die Schenkungen vermindert.

Im Ergebnis kam bei meiner Berechnung heraus, dass aufgrund der Schenkungen im Laufe der Ehe der Zugewinnausgleichsanspruch der Ehefrau an den Ehemann genau in Höhe der Schenkungen geringer ist ( gegenüber dem Fall, dass nichts geschenkt wurde).

Das erscheint logisch.

Habe ich es jetzt korrekt verstanden?

Da bedeutet aber leider auch, dass bereits erfolgte, bisher grundsätzlich steuerpflichtige Schenkungen nicht durch Beendigung der Zugewinngemeinschaft nachträglich als (steuerfreier) Zugewinn zu behandelt sind, der zum Teil schon ausglichen wurde.

(Das wäre ein positiver Aspekt z.B. bei einer Scheidung!)

Habe ich das auch richtig dargestellt?

 

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zugegebener Maßen ist es etwas schwierig den Ausgleich der ehebedingten Zuwendung über den Zugewinnausgleich zu erklären.

Sie haben aber das System durchschaut und Ihre Berechnung ist korrekt.

Leider können steuerpflichtige Schenkung im Nachgang nicht zu steuerfreiem Zugewinn umgewandelt werden. Auch hier ist Ihre Darstellung korrekt.
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich benötige keine weiteren Informationen mehr. Vielen Dank für die Auskunft.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gern geschehen.

Ich wünsche einen angenehmen Abend.

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