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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

habe mich nach fast 15 Jahren von meinem Lebensgefährten getrennt

Beantwortete Frage:

habe mich nach fast 15 Jahren von meinem Lebensgefährten getrennt (er ist mehrfach fremd gegangen) und bin mit meiner 13jährigen Tochter in eine Wohnung gezogen. Mein ehemaliger Partner und ich sind im Kreditvertrag und auch im Grundbuchamt zu gleichen Teilen eingetragen. Als ich auszog wollte er mir keinen Unterhalt zahlen, da er der Meinung ist ich müsste das Haus weiter mit abzahlen. Ich hatte ihm allerdings vorgeschlagen das Haus zu verkaufen, was er aber nicht möchte. Meine Frage an Sie. Kann er mir den Unterhalt verweigern und muss ich weiter mit für das Haus aufkommen, obwohl ich bereit wäre es zu verkaufen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ein Unterhaltsanspruch besteht für Ihre Tochter aber leider nicht für Sie. Das Haus müssen Sie nicht mit abbezahlen, da der ehemlige Lebensgefährte das Haus nutzt und die an Sie zu zahlenden Nutzungsentschädigung mit Ihren Darlehensverpflichtungen aufrechenbar sind. Hierbei wäre aber noch mal zu prüfen, wie hoch eine vergleichbare hälftige Miete für das Haus ist und ob dies durch die hälftige Darlehensverpflichtung aufgebraucht wird.

Soweit Sie keine Einigung über den Verkauf des Hauses treffen können, besteht die Möglichkeit einer Teilungsversteigerung. Dies kann allerdings dazu führen, dass bei einer Verwertung, die nicht ausreicht um das Darlehen zurückzuführen Sie weiterhin von der Bank für das Restdarlehen in Anspruch genommen werden können.

Sie sollten daher anstreben, dass Sie Ihre Hälfte auf den ehemaligen lebensgefährten übertragen und Sie aus dem Darlehensvertrag entlassen werden. Ein entsprechender fiktiver Übererlös ist dann an Sie auszuzahlen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren. Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr RA Schröter,
haben mir mit Ihrer Antwort schon weitergeholfen, möchte Sie aber bitten mir diesen Absatz noch einmal genau zu erklären.

Hierbei wäre aber noch mal zu prüfen, wie hoch eine vergleichbare hälftige Miete für das Haus ist und ob dies durch die hälftige Darlehensverpflichtung aufgebraucht wird.
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Für das Haus besteht eine monatliche Darlehensbelastung. Dagegen steht ein möglicher Mieterlös, wenn das Haus fremdvermietet würde. Die Miete könnte beispielsweise durch einen zu erfragenden Mietspiegel oder bei bekannten Internetportalen ermittelt werden. Die anzusetzende Miete ist dann Grundlage für die weitere Berechnung. Denn Ihr ehemaliger Lebensgefährte muss sich diese fiktive Miete als Nutzungsentschädigung anrechnen lassen muss.

Ist die anzusetzende Miete höher als die monatliche Darlehensbelastung, steht Ihnen der hälftige Mehrbetrag zu. Ist die Miete geringer als die Darlehensrate, müssen Sie die hälftige Differenz hinzuzahlen.

Viele Grüße


RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.