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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Habe morgen einen Gerichtstermin.Die

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren, Habe morgen einen Gerichtstermin.Die Anschuldigung lautet; durch 6 selbstständige Handlungen jeweils zur Täuschung imRechtsverkehr eine unechte Urkunde hergestellt und gebraucht zu haben. Urkundenfälschung in 6 Fällengem. §§267 Abs-1, 53 STGB Aburteilung ist nach §§ 7-13StPO, §§24 Abs.1,25,Nr.2 GVG das AG Weideni.d.Opf. Strafrichter zuständig. Frage: Ich habe keinen RA, und würde gerne wissen, wass evtl auf mich zukommen kann. Mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie bislang noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten und älter als 21 Jahre sind, werden Sie, so sich der Tatvorwurf in der Verhandlung für das Gericht bewahrheiten sollte, mit einer Geldstrafe zu rechnen haben. Die Geldstrafe wird in Tagessätze bemessen, die Höhe des einzelnen Tagessatzes bemisst sich nach Ihrem Einkommen geteilt durch 30. Die Anzahl der Tagessätze wird das Gericht nach Schuldmaß festsetzen, hierbei berücksichtigt es die nach § 46 Abs. 2 StGB aufgeführten Umstände, nämlich


1. Ihre Beweggründe und die Ziele für die Tat,
2. die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat aufgewendete Wille,
3. das Maß der Pflichtwidrigkeit,
4. die Art der Ausführung und die verschuldeten Auswirkungen der Tat,
5. Ihr Vorleben und Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie
6. Ihr Verhalten nach der Tat, besonders Ihr Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen, sowie
7. Ihr Bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen.

Sämtlich genannten Umstände fließen in die Strafzumessung ein.

Bleiben Sie unter 90 Tagessätzen, sind Sie nicht vorbestraft, einen Eintagung in das Führungszeugnis erfolgte dann nicht.

Während der Verhandlung müssen Sie zum Vorwurf keine Angaben machen, weder dem Gericht noch dem StA gegenüber. Sie müssen auch keine Angaben zu Ihren persönlichen Verhältnissen machen, in dem Fall würde das Gericht etwa Ihr Einkommen schätzen und danach die Höhe des Tagessatzes bestimmen.

Sie dürfen in jedem Falle den Zeugen Fragen stellen, denn Sie haben ein Fragerecht bei der Zeugenvernehmung. Die Vernehmung führt das Gericht, es nimmt Sie dann für den Fall, dass Sie Fragen hätten, an die Reihe.

Wenn alle Zeugen vernommen sind und die StA plädiert hat, haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Stellung zu nehmen, müssen das aber nicht machen.

Danach wird sich das Gericht zur Urteilsfindung zurückziehen.

Nach einer Weile betritt das Gericht dann wieder den Saal und das Urteil wird verkündet.

Sie können gegen das Urteil des Strafrichters innerhalb einer Woche Berufung einlegen.


Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Andreas Scholz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.