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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Meine Mutter (90) hat April 2007 eine Vorsorgevollmacht (mein

Kundenfrage

Meine Mutter (90) hat April 2007 eine Vorsorgevollmacht (mein Schwager hat sie heruntergeladen vom Bundesjustizministerium) zugunsten meines Schwagers ohne mein Wissen unterschrieben (zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon eine Demenz).
Meine Schwester starb August 2007.
Nun steht meiner Mutter eine Einweisung (Februar 2012) in ein Pflegeheim bevor.
Meine Mutter bewohnt z.Zt. eine Haushälfte im Haus meines Schwagers. Das gesamte Haus will mein Schwager im Februar 2012 verkaufen.
Frage: 1) Wer entscheidet über die Haushaltsauflösung?
2) Was geschieht mit dem Hausstand (Möbel,Hausrat etc.) meiner Mutter? Habe ich Anspruch auf mein Teil (Erbe? - Es ist ja noch kein Erbfall eingetreten).
3) Wird das gesamte Inventar nach gesetzl. Erbrecht aufgeteilt und wann (Die drei Kinder meiner Schwester sind erbberechtigt)?

Im Falle des Todes meiner Mutter:
Frage: Darf ich die organisatorische Abwicklung beim Todesfall übernehmen?
(In der Vorsorgevollmacht meiner Mutter steht nicht "über den Tod hinaus", wie bei den jetzt neu gefaßten Vollmachten).

Ich werde einen Erbschein beantragen (Als einzig lebende Tochter).
Frage: Können die Kinder meiner verstorbenen Schwester dieses auch tun? Und wer steht im Falle der Organisation (Bank etc.)an erster Stelle?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gerne wie folgt ausführen:

Es besteht Ihrerseits die Möglichkeit, die Vorsorgevollmacht anzufechten, wenn Ihre Mutter zum Zeitpunkt der Errichtung der Vollmacht bereits nicht mehr in der Lage war zu erfassen, was sie hier unterschreibt. Dies müssten Sie dann mit einem ärztlichen Attest des behandelnden Arztes nachweisen.

Dann bestünde die Möglichkeit, dass Sie die Betreuung Ihrer Mutter übernehmen. Hierzu wäre dann eine Anregung der Betreuung beim Vormundschaftsgericht am Wohnort Ihrer Mutter vorzunehmen.

Ohne Anfechtung hat die Vorsorgevollmacht erst einmal Bestand.

In diesem Fall kann der Schwager über die Vorsorgevollmacht erst einmal den Haushalt auflösen. Er muss allerdings nachweisen, was er mit dem Mobiliar Ihrer Mutter macht. Solange Ihre Mutter noch lebt, haben Sie auf den Hausrat noch keinen Anspruch. Der Schwager hat diesen zu verwalten. Sie sollten aber wenn möglich eine Inventarliste fertigen, so dass Sie einen Nachweis haben, was zum Zeitpunkt der Auflösung des Haushaltes vorhanden war. Hierzu ist der Schwager im übrigen auch verpflichtet.

Wenn der Erbfall eintritt und Ihre Mutter kein Testament hinterlassen hat, dann greift die gesetzliche Erbfolge. Sie werden hiernach Erbin zu 1/2 in den gesamten Nachlass Ihrer Mutter. Die 3 Kinder Ihrer Schwester erben die restlichen 50 %.

Soweit Ihre Mutter keine sog. Totenvorsorge getroffen hat, also eine spezielle Vollmacht für eine bestimmte Person über ihre Bestattung gegeben hat, steht die Bestattung und deren Abwicklung den nächsten Angehörigen zu. Das wären in Ihrem Fall dann Sie.

Die Vorsorgevollmacht des Schwagers endet dann mit dem Tod Ihrer Mutter.

Sie bilden nach dem Tod Ihrer Mutter zusammen mit den Kindern Ihrer Schwester eine Erbengemeinschaft. Sie können dann entweder einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen oder aber einen Teilerbschein nur über Ihren eigenen Erbanteil. Die Kinder Ihrer Schwester sind als gesetzliche Erben ebenfalls berechtigt einen Erbschein zu beantragen.

Die Erbauseinandersetzung erfolgt von allen Miterben gemeinsam, bzw. wird ein Erbe bevollmächtigt für alle Erben tätig zu werden. Die Auflösung des Kontos erfolgt in der Regel nur gemeinschaftlich.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

Sie haben meine Antwort gelesen. Gerne können Sie noch Nachfragen stellen. Ansonsten bitte ich um Akzeptanz meiner Antwort. Dankeschön.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

Sie haben meine Antwort gelesen. Gerne können Sie noch Nachfragen stellen. Ansonsten bitte ich um Akzeptanz meiner Antwort. Dankeschön.

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