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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Guten Tag, Ich lebe von meiner Frau seit 01/2011 getrennt

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
Ich lebe von meiner Frau seit 01/2011 getrennt und bin aus dem gemeinsamen EFM ausgezogen. Auf dem Grundstück befindet sich noch eine DHH – bewohnt von meiner Schwiegermutter – ohne Wohnrecht etc.; mietfrei.
Beide Partner sind im Grundbuch je zur Hälfte eingetragen, genauso ist die Finanzierung von beiden abgeschlossen. Mein Brutto ist ab 01/2012 ca. 2.800 €, das von meiner Frau 1.400 €. Beide Kinder wohnen im Haus (13 und 22 Jahre alt).
Meine Frau möchte, dass ich aus dem Grundbuch ausscheide – ohne Wertausgleich.
Die Finanzierung geht aber bis 2024 und da komme ich nach Anfrage bei der Bank natürlich nicht raus.
Ich soll im Rahmen einer mind. 10-Jährigen monatlichen Zahlung von 500 € an meine Frau die Finanzierung größtenteils absichern, sie zahlt dann selbst ca. 300 € dazu.

Kann ich aus dem Grundbuch mit Klauseln austreten, denn wenn was schief läuft gehört das Haus nicht mehr anteilig mir, hab aber die Finanzierung zu stemmen.
Das Ziel ist, beide Häuser nach Finanzierung den Kindern zu überschreiben.

1.
Gibt es notarische oder grundbuchtechnische Klauseln, das im Ernstfall mein Austritt aus dem Grundbuch rückgängig gemacht werden kann?

2.
Gibt es Klausen der gegenseitigen Absicherung, wenn beide im Grundbuch verbleiben, damit meine Ex nicht Angst haben muss, ich kann jederzeit die Teilungsversteigerung anstreben?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Vorab: ohne Wertausgleich kann man sie sicherlich nicht aus dem Grundbuch/ihrem Eigentum vertreiben. Hier wäre es in der Tat das beste und meiner Erfahrung nach sinnvollste, eine vernünftige interessengerechte Lösung zu finden.

 

Gegebenenfalls sollten sich alle an einen Tisch setzen und einen Fachmann ( ich denke hier gerade an einem so genannten Mediator, also einen auf Streitschlichtung spezialisierten Rechtsanwalt) hinzuzuziehen.

 

Nun aber zu ihren konkreten Fragen:

 


Kann ich aus dem Grundbuch mit Klauseln austreten, denn wenn was schief läuft gehört das Haus nicht mehr anteilig mir, hab aber die Finanzierung zu stemmen.
Das Ziel ist, beide Häuser nach Finanzierung den Kindern zu überschreiben.

Zu 1.Gibt es notarische oder grundbuchtechnische Klauseln, das im Ernstfall mein Austritt aus dem Grundbuch rückgängig gemacht werden kann?

 

Ja, hier könnte grundsätzlich ein notarieller Vertrag gemacht werden mit einer so genannten Rückfallklausel.

 

Dieses könnte gegebenenfalls im Grundbuch auch mit einer so genannten Auflassungsvormerkung gesichert werden.



Zu 2.Gibt es Klausen der gegenseitigen Absicherung, wenn beide im Grundbuch verbleiben, damit meine Ex nicht Angst haben muss, ich kann jederzeit die Teilungsversteigerung anstreben?

 


Auch dieses können sie grundsätzlich notariell vereinbaren.

 

Im Ergebnis würde ich ihnen anraten wie bereits oben angedeutet (gegebenenfalls mit professioneller Unterstützung) zu versuchen, eine interessegerechte Lösung/Kompromiss zu finden.

 

Anschließend müsste dieser Kompromiss im Wege eines notariellen Vertrages gesichert werden.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Zu 1. Rückfallklausel mit AV im Grundbuch für welchen Fall?

Zu2. Wie soll das aussehen, Im Grundbuch, bei Notar oder vor Gericht
Was gibt es da für "Einträge" im Grundbuch
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Die Rückfallklausel können Sie praktisch frei vereinbaren.

Sie können den Rückfall also an jede beliebige (rechtlich zulässige) Bedingung knüpfen.

Da es hier um eine Verfügung über ein Grundstück/Immobilie geht, werden Sie nach dem Gesetz (vgl. § 311 b BGB ) um eine Notar nicht herumkommen.

Vor Gericht muss zunächst nichts gemacht werden.

Sie bräuchten die bereits gesagt einen notariellen Vertrag und im Grundbuch könnte dann für den Rückfall eine so genannte Auflassungsvormerkung eingetragen werden.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

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