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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Im Dez. 2009 habe ich ein 2.Mal geheiratet. In die Ehe bringe

Kundenfrage

Im Dez. 2009 habe ich ein 2.Mal geheiratet. In die Ehe bringe ich zwei Kinder mit, eins davon ist zu 100% behindert (18) und (11). Mein Mann bringt zwei Kinder mit (17) und (13). Für meine Kinder bekomme ich Unterhalt und Kindergeld. Mein Mann bekommt keinen Unterhalt für die Kinder aber Kindergeld. Alle Kinder leben in unserem Haushalt. Ich bin mit 25 WStd. im öffentl. Dienst beschäftigt. Mein Mann hat im Feb. 10 seine Tätigkeit aufgegeben und sich selbständig gemacht. Die Firma läuft schwer an. Mein Mann hat Eigentum das noch vollständig abgezahlt ist, indem wir mit 6 Personen leben. Er hat 2008 eine Ferienwohnung dazu erworben. Die Kosten für die Ferienwohnung sind mittlerweile von seinem Einkommen nicht mehr zu bestreiten, auch kommt es immer wieder zu unbezahlten Rechnungen, Mahnkosten usw. Es soll mit der Firma in Zukunft bergauf gehen. Wir hatten angedacht, das ich die Ferienwohnung übernehme und eine Gütertrennung vereinbart wird.
Ich bin mir unsicher, ob ich von den Kosten her die Ferienwohnung tragen kann, sie befindet sich noch in der Sanierungsphase und wird wohl auch nicht so schnell fertig gestellt werden können. Was kann auf mich zukommen, wenn mein Mann für die Firma weiter Schulden anhäuft, kein eigenes Einkommen hat, die Familienwohnung nicht weiter abgetragen werden kann? Inwieweit bin ich unterhaltspflichtig?
Der Notar hat uns einen Erbvertrag empfohlen, da das Eigentum (Familienwohnung) bei den Kindern meines Mannes verbleiben soll, ich soll hier ein lebenslanges Wohnrecht erhalten. Ich selbst habe kein Vermögen, allerdings ein gutes Einkommen, Unterhalt und Pflegegeld von den Kindern, was alles im Moment von unserem 6köpfigen Haushalt aufgebraucht wird. Die Kosten für die gemeinsame Wohnung werden von meinem Mann gezahlt außer einem Nebenkosten-Bonus von mir. Ich zahle die Lebensmittel für die Familie.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gerne wie folgt ausführen:

Die Gütertrennung wäre in Ihrem Fall dann sinnvoll, wenn hierüber Vermögen Ihres Ehemannes im Hinblick auf die selbständige Tätigkeit gesichert werden soll.

Bei der Übernahme der Ferienwohnung durch Sie und Vereinbarung einer Gütertrennung könnten Gläubiger dann nicht auf die Ferienwohnung durch Zwangsvollstreckung zugreifen.

Die Übernahme der Ferienwohnung durch Sie macht aber auch nur dann Sinn, wenn Sie aus Ihrem eigenen Einkommen sowohl den Lebensunterhalt für sich und die Kinder und die Kosten der Wohnung tragen können.

Wenn der Aufbau der Firma noch einige Zeit in Anspruch nimmt wäre vielmehr darüber nachzudenken, ob die Ferienwohnung im aktuellen Zustand nicht verkauft wird, um damit die Zwischenzeit zu finanzieren.

Darüber hinaus partizipieren Sie nicht für den Fall der Scheidung Ihrer Ehe an einem Zugewinn, den Ihr Ehemann noch während der Ehe erwirtschaftet, wenn Sie Gütertrennung vereinbaren.

Für Schulden Ihres Ehemannes müssten Sie nur dann aufkommen, wenn es sich um gemeinschaftliche Schulden handelt oder Sie für Ihren Ehemann bürgen. Dies gilt übrigens auch bei intakter Ehe.

Verständlich ist das Ansinnen Ihres Ehemannes sein Vermögen nachher den eigenen Kindern zu vermachen. Der Erbvertrag mit dem Wohnrecht für Sie sichert Ihnen im Erbfall, dass Sie das Haus weiterhin bewohnen können, ohne dass die Kinder Ihres Ehemannes Sie des Hauses verweisen können. Wegen des weiteren Erbes sollte dann aber schon die gesetzliche Erbfolge geltend, damit Sie aus dem gemeinsam erwirtschafteten dann auch im Erbfall profitieren können.

RA_UJSCHWERIN und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Ich möchte gerne wissen inwieweit ich meinem Mann und seinen Kindern gegenüber unterhaltspflichtig bin wenn die Fa. keinen Gewinn erwirtschaftet?
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werte Fragestellerin,

egal ob Gütertrennung oder Zugewinngemeinschaft, wären Sie während intakter Ehe Ihrem Ehemann zum sog. Familienunterhalt verpflichtet. Das bedeutet, Sie müssten für den gemeinsamen Lebensunterhalt während des Zusammenlebens aufkommen.

Eine Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern Ihres Ehemannes besteht nicht.

Im Falle der Trennung wären Sie dann auch nur Ihrem Ehemann zum Unterhalt verpflichtet, wenn aufgrund Ihres Einkommens eine solche Leistungsfähigkeit gegeben wäre. Ihnen steht gegenüber Ihrem Ehemann ein Selbstbehalt von 1.050 € zu. Dieser Betrag müsste Ihnen in jedem Fall aus Ihrem Einkommen (die Unterhaltszahlungen für die Kinder und das Kindergeld zählen hierzu nicht) verbleiben. Zuvor wäre Ihr Einkommen auch noch um berufsbedingte Aufwendungen und Erwerbstätigenbonus zu bereinigen, so dass unter Umständen überhaupt kein Trennungsunterhaltsanspruch besteht. Auf Trennungsunterhalt kann nicht verzichtet werden auch nicht durch Ehevertrag. Auf nachehelichen Unterhalt kann durch Ehevertrag verzichtet werden. Wenn Sie sich absichern wollen, dann sollten Sie einen Unterhaltsverzicht vereinbaren.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, alles o.k. Vielen Dank für die weitere Antwort. Sie ist für mich ausreichend.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das freut mich. Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine schöne Weihnachtszeit.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, das wünsche ich Ihnen auch und Gottes Segen.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dankeschön

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