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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21561
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Bin in die Abo Falle von Dragonflym.com gelangt. habe gerade

Kundenfrage

Bin in die Abo Falle von Dragonflym.com gelangt. habe gerade per email Widerspruch und Anfechtung ausgesprochen und will den Text morgen zusätzlich per Einschreiben senden. Reicht das für den Anfang?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind leider - wie Sie schon vollkommen richtig erkannt haben - einer Abo-Falle zum Opfer gefallen.

Eine vertragliche Bindung, die Sie zur Zahlung verpflichten würde, ist aber nicht entstanden, wenn Sie nicht ausdrücklich auf die Entgeltpflichtigkeit einer Dienstleistung bei der Anmeldung auf der Seite hingewiesen worden sind.

Die Rechtsprechung hat mittlerweile zudem klar gestellt, dass selbst durch eine Registrierung auf solchen Seiten keine vertragliche Bindung entstehen kann, wenn die Seite so unübersichtlich und irreführend gestaltet ist, dass dem Kunden gar nicht bewusst ist, eine ihn verpflichtende Vertragserklärung durch die Registrierung abzugeben.

Die erläuterte Rechtsauffassung ist vom Amtsgericht Leipzig (Az 118 C /10105/09) jüngst ausdrücklich bestätigt worden.

Nach diesem Urteil sind die geltend gemachten Forderungen unbegründet, weil durch die bloße Registrierung keine Verträge zustande kommen.

Rein vorsorglich können Sie ein Musterschreiben an die Firma richten, mit dem Sie einen vermeintlichen Vertragsschluss unter jedem rechtlich erheblichen Gesichtspunkt zurückweisen.

Nutzen Sie hierzu das Musterschreiben des Verbraucherschutzes auf der folgenden Seite, und zwar den "Musterbrief zur Abwehr unberechtigter Forderungen gegenüber Volljährigen", und versenden Sie das Schreiben als Einschreiben mit Rückschein:

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ129788269812327/link618091A.html



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unklar, ob ich nochmal 65 € zahlen muss?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank zunächst für Ihre freundliche Akzeptierung.

Nein, Sie haben bereits akzeptiert und damit Zahlung erbracht. Sie müssen keine Zahlung mehr leisten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich dachte ich hätte schon gefragt. Eine Mail an die Firma konnte von meinem Server nicht weitergeleitet werden, weil die Adresse nicht stimmte. Dh wohl, dass auch die email Angabe nicht ok ist! Morgen geht das von Ihnen vorgeschlagen Einschrieben mit Rückantwort zur Post , Adresse in Panama! Was mache ich, wenn auch dieses Einschreiben nicht 'ankommt'? Und iwe merke ich das überhaupt? Ihr Harm Paschen
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie können davon ausgehen, dass Sie einer von vielen Geschädigten sind, die täglich massenweise angeschrieben werden. Nicht selten sitzen derartige unseriöse Anbieter im Ausland ohne ladungsfähige Anschrift, um sich dem Zugriff der deutschen Justiz zu entziehen.

Wenn das Schreiben nicht eintreffen sollte, werden Sie - was allerdings eher unwahrscheinlich ist - möglicherweise von einem deutschen Forderungseintreiber (Inkassodienst) Post erhalten.

Lassen Sie sich hiervon unter keinen Umständen beeindrucken: Es entspricht dem üblichen Vorgehensmuster dieser Anbieter, die Opfer ihrer Abo-Fallen mittels eingeschalteter Inkassodienste unter Zahlungsdruck zu setzen und sie durch Androhungen außergerichtlich gefügig und zahlungsbereit zu machen, weil sie wissen, dass sie ihre Forderungen in einem Rechtsstreit nicht durchsetzen können. Lassen Sie sich hiervon bitte nicht einschüchtern.

Ignorieren Sie dann sämtliche solcher Anschreiben. Aktiv werden müssten Sie ohnehin erst, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt werden sollte. Dann müssen Sie binnen 14 Tagen Widerspruch gegen diesen einlegen.

Dazu kommt es aber nahezu nie, denn erfahrungsgemäß beantragen die Hintermänner dieser Abo-Fallen keinen Mahnbescheid, da sie - wie oben näher dargelegt - wissen, dass die geltend gemachten Forderungen tatsächlich nicht bestehen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für Ihre Hiweise und Beruhigungen! Kann das Geld aber nicht auch von meinem Server O2 abgebucht werden, und muss ich nicht auch diesen informieren und auffordern Abbuchungen dieser Art zu stornieren?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Üblicherweise laufen unberechtigte Abbuchungen über Bankkonten. Es kann aber auch vorkommen, dass der Einzug vermeintlicher Forderungen über Accounts (Server) erfolgt.

Sie sollten daher rein vorsorglich auch O2 informieren und dafür sorgen, dass etwaige Abbuchungen umgehnd storniert werden.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gerade schon mit Erfolg gemacht (war auch schon darauf gekommen. Dank
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Alles klar!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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