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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3316
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
55358529
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RARobertWeber ist jetzt online.

Hallo! Ich hatte eine Arztrechnung über 6,30 Euro nicht

Kundenfrage

Hallo!

Ich hatte eine Arztrechnung über 6,30 Euro nicht beglichen und nun eine Anwaltsrechnung über insgesamt 56,27 Euro erhalten. Frage: Ist diese Unverhältnismäßigkeit Rechtens?

Hier die Rechnung im Detail:

Forderung 6,30
Verzugsschaden §286 BGB 3,50
= jetzige Forderung 9,80
Zinsen gem § 288 BGB 0,06
= Kostenberechnung Streitwert 6,30
1,3 Geschäftsgebühr Nr 2300 VV RVG 32,50
Pauschale Nr 7002 VV RVG 6,50
Umsatzsteuer Nr 7008 VV RVG 7,41

gesamt: 56,27 Euro

Mir ist schon klar, dass ein Anwalt auch leben muß und eine gewisser Aufwand immer entsteht, unabhängig vom Streitwert. Aber eine 1,3 Gebühr auf den Mindeststreitwert von 300 Euro bei tatsächlichen 6,30 Euro anzuwenden bei einem per EDV vollautomatisierten Vorgang, wo keinerlei Kompliziertheiten zu erwarten sind....das kann doch wohl nicht angehen. Wenn ich mir vorstelle, dass dieser Anwalt auch noch mit wer weiß wie viel ähnlichen Forderungen durch eine privatärztliche Verrechnungsstelle "versorgt" wird, geht mir die Hutschnur hoch.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

€ 300 als Streitwert anzusetzen ist in der Tat schwer zu begründen. Sie sollten den Anwalt auffordern, diesen Streitwert zu begründen. Sie sollten die Arztrechnung bezahlen und dann je nach Begründung des Anwaltes abwarten, ob der die Anwaltsgebühren tatsächlich einklagt.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben und bedanke XXXXX XXXXX Voraus für die freundliche Akzeptierung. Sie akzeptieren die Antwort durch Anklicken des grünen Feldes.
Die eingestellte Antwort steht unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Akzeptierung. Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Weber!

 

Vielen Dank XXXXX XXXXX für die schnelle Antwort zu dieser Uhrzeit! ;-)

Der Rechnung war nicht zu entnehmen, dass er den Streitwert auf 300 Euro taxiert hatte. Ich hatte lediglich meiner Recherche entnommen, dass 300 Euro wohl den abzurechnenden "Mindesteinstiegsstreitwert" darstellen, auch wenn der tatsächliche weit darunter liegt. Oder liege ich da falsch? Ich hätte erwartet, dass bei einem solchen Mini-Streitwert irgendeine Pauschale fällig ist. Und auch, dass bei einem derart einfachen Vorgang nur eine 0,3 Gebühr anfällt. Das hatte ich zumindest der Seite http://www.rvgo.de/10-0-Aussergerichtliche-Taetigkeit-Rechtsanwaltsgebuehren-nach-RVG.htm entnommen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir dazu noch etwas sagen könnten.

Es geht mir nicht darum, die Rechnung nicht zu bezahlen. Ich will direkt gegen diesen Abkassieranwalt und seine Methoden vorgehen.

 

Viele Grüße

Marc Wäsche

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Anwaltsgebühren werden in sogenannten Gebührensprüngen berechnet, die in der Anlage zu dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes festgelegt sind. Bei Streitwerten bis zu einem bestimmten Schwellenwert gilt eine Gebühr in einer bestimmten Höhe, die dann je nach Fall mit 0,3 oder 1,3 o.ä. berechnet wird. Der niedrigste Schwellenwert beträgt € 301, d.h. jeder Streitwert unter € 301 führt zu der gleichen Anwaltsgebühr. Eine 1,3-fache Anwaltsgebühr bei einem Streitwert von € 6,5 ist beispielsweise genauso hoch wie eine 1,3-fache Anwaltsgebühr bei einem Streitwert von € 299.

Bei einem einfachen Schreiben ohne große Sachverhaltsaufklärung oder Rechtsbeurteilung ist aber regelmäßig nur eine 0,3-fache Anwaltsgebühr anzusetzen.

Kurz: Es gibt auch bei niedrigen Streitwerten keine Pauschale, aber der Anwalt sollte erklären, wieso er eine 1,3-fache Gebühr anstelle einer 0,3-fachen Gebühr berechnet.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben und bedanke XXXXX XXXXX Voraus für die freundliche Akzeptierung. Sie akzeptieren die Antwort durch Anklicken des grünen Feldes.
Die eingestellte Antwort steht unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Akzeptierung. Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.
RARobertWeber und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

In Ordnung. So war auch meine Vermutung. Danke für die Bestätigung!

 

Viele Grüße

Marc Wäsche

Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 5 Jahren.
Immer gerne!

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt