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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2922
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Ich bin am 16.12.1957 geborn und bis zum 31.07.2011 bei der

Kundenfrage

Ich bin am 16.12.1957 geborn und bis zum 31.07.2011 bei der AOK Hessen als freiwillige Mitglied für Kranken-und Pflegeversichung versichert gewesen. Ich war alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin einer GmbH. In Juli 2011 wurde ich als Geschäftsführer entlassen und meine gesamte Geschäftanteile an der GmbH hatte ich auch gleichzeitig veraüßert. Miitte Juli 2011 hat die Stadischeklinik Höchst Brust-Krebs bei mir diagonisiert.
Mein Arbeitgeber hat ab dem 01.08.2011 mich von freiwillge zum gesetzliche Mitglied der AOK umgemeldet. Für 6 Wochen lang wurde meine neue Lohn (3.000,-€ Brutto) von meinem Arbeitgeber (die gleiche GmbH wo ich früher Geschäftsführerin und Gesellschafterin war) bezahlt und ab den 43e. bis 84e. Tag wurde von der AOK komplette Lohnfortzahlung entrichtet. Der Auszahlschein für Krankengeld ab den 85e. Tag ( 4e. Nov. 11) wurde durch den Steuerberaterbüro automatisch elektronisch beantragt aber bis heute ist kein Dokument von AOk erhalten worden.
Vor ca. 2 Monaten auf telefonische Anfrage bei der Krankengeldstelle der AOK wurde schriftlich argumentiert, dass die Krebsdiagnose wurde in Juli 2011 während ich noch als freiwillig versichert war (ohne Krankengeldanspruch) festgestellt und maßgebend für die Ablehnung das Krankengelds war. Dass der Mitgliedstatus ab dem 01.08.2011 von freiwillig zum gesetzlich geändert war, spielte keine Rolle.

Ich habe Angst, falls ich die Krangeldstelle der AOK telefonisch nachfrage, die 6 wochige Lohnfortzahlung vielleich rückgängig gemacht.

Seit dem August bin in klinische Behandlung und habe bis jetzt 6 Chemotherapien hinter mich. Es sind weiteren Therapien ( Bestrahlung ab Jan 2012 für 2 Monaten und Harmon-Therapie für ca. 2 Jahren danach) angeordnet.

Bitte empfehlen Sie mir, wie ich weiter gehen soll. Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemühungen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Frau M B Singh

PS: Eventuelle Fragen können Sie per Email an meinem Mann Herrn G.Singh
Adresse: [email protected] richten.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten vorliegend nichts tun und sich vielmehr auf die Bekämpfung ihrer Krankheit konzentrieren, es sei denn, sie wollen den Anspruch auf Krankengeld weiterverfolgen.

Eine Lohnfortzahlungsanspruch, sofern sie angestellt gewesen sind, dürfte sechs Wochen lang bestehen. Sofern die Krankenkasse dies nicht gegebenenfalls im Umlageverfahren übernimmt, wäre ihr Arbeitgeber verpflichtet gewesen, sechs Wochen lang die Lohnfortzahlung zu übernehmen.

Der Krankengeldanspruch hat sodann nichts mit der Lohnfortzahlung zu tun. Er setzt erst dann ein, wenn die 6 wöchige Lohnfortzahlung um ist. Sofern sie also meinen, einen Anspruch auf Krankengeld zu haben, können Sie diesen grundsätzlich gegenüber der Krankenkasse geltend machen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre Akzeptierung gemäß der Nutzungsbedingungen (grünes Feld).

Viele Grüße





Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Anwalt Joachim,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Ich habe schon vorgetragen, dass die Krankenkasse die 6 wochige Lohnfortzahlung entrichtet hat, aber die stellt sich quer wegen das Krankengeld und lehnte es aufgrund der Tatsache dass die Arbeitsunfähigkeit schon in Juli (in Zeitfenster der freiwillige Krankenversicherung für Selbsständige) angefangen hatte.
Meine Frage bleibt immer noch offen:

" Sofern sie also meinen, einen Anspruch auf Krankengeld zu haben,....................."

Habe ich dann als unselbständige Angestellte keinen Anspruch auf Krankengeld??
Die Lohnfortzahlung ist durch der KK gemacht, aber mit welchen Recht kann die KK das Krakengeld ablehnen?



MFG
MB Singh
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 5 Jahren.
Einen Anspruch auf Krankengeld haben Sie nur dann, wenn dies innerhalb des Krankenversicherungsvertrags vereinbart ist. Er richtet sich bei den gesetzlich Versicherten nach § 44 SGB V. Allerdings haben einige Krankenkassen bei freiwillig Krankenversicherten den Anspruch auf Krankengeld ausgeschlossen. Dies könnte in Ihrem Fall so sein. Daher müssten Sie zunächst anhand des Versicherungsvertrags prüfen, ob ein Krankengeldanspruch für Sie besteht.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und darf höflich an meine Akzeptierungsbitte erinnern.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Aber es ist mir immer nichts klar. Ab dem 01.08.2011 hatte ich den Statuswechsel von freiwillige (hier war kein Krankengeld vereinbart) zum gesetzliche (es wurde kein "neu" Vertrag gemacht ). Ist das Krankengeld nacht der Lohnfortzahlung nicht selbständlich (für wie Lange?)?

MFG

MB SINGH
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nein, bei freiwillig Versicherten kann das Krankengeld ggf. nicht im Versicherungsvertrag beinhaltet sein. Hierzu müssten Sie in den Versicherungsvertrag schauen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und darf höflich an meine Akzeptierungsbitte erinnern.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Joachim,

genau die ist meine Frage! Die freiwillige Mitgliedschaft hörte am 31.7.2011 auf durch die Ummeldung als gesetzliches Mitgleid ab 01.08.2011. Was hat es dann mit die verträgliche Vereinbarungen in der freiwillige Periode zu tun?
Als gesetzliches Mitgleid habe ich nicht automatisch den Anspruch auf Krankengeld nach der Lohnfortzahlung??

M F G
MB Singh
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 4 Jahren.
Doch, als gesetzliches Mitglied steht Ihnen ein Krankengeldanspruch grds. zu. Die AOK argumentiert allerdings, dass der Krankengeldanspruch in den Zeitraum der freiwilligen Versicherung fällt ... nun habe ich auch das Problem verstanden...

Wenn die Krankschreibung bereits erfolgt ist, als Sie noch freiwilliges Mitglied waren, dann dürfte hier eine entsprechende Krankgeldzahlung fraglich sein. Für den Krankengeldanspruch kommt es sodann auf den Zeitpunkt der Erkrankung an, wenn die AOK argumentiert, dass die Krankheit, die ursächlich für den Krankengekdbezug ist, bereits zum Zeitpunkt der freiwilligen Mitgliedschaft bestand, dann müsste dies widerlegt werden, bzw. im Rechtsstreit müsste die AOK dies beweisen.

Ihnen bleibt daher zunächst nichts weiter übrig, als das Widerspruchsverfahren zu durchlaufen und sich auf den Standpunkt zu stellen, dass die Erkrankung erst im Rahmen der gestzlichen Versicherung aufgetreten ist.

Viele Grüße

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