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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Abend, heute hat mein Anwalt Gröner aus Hilden das Mandat

Kundenfrage

Guten Abend,
heute hat mein Anwalt Gröner aus Hilden das Mandat niedergelegt, nachdem ich ihm die negative Einschätzung eines befreundeten Juristen zu seiner Arbeit gesendet hatte, ohne zu behaupten, dass ich diese teile.
Die reaktion war, dass er 3 tage vor dem Termin in einem beleidigten Schreiben erklärt, zu beabsichtigen, das Mandat niederzulegen. Das ist also nochkeine rechtswirksame Kündigung.
Das Subjekt setzte mir gar eine Frist bis morgen Mittag zu erklären, ob ich mit einem anderen Anwalt dort erscheinen wolle. Ich beabsichtige aber nicht, ihn aus demMandat zu entlassen.
Was muss ich tun, damit er seine bezahlte Pflicht erfüllt? Ist seine erwartete Kündigung beim Termin rechtswirksam, wenn ich sein Schreiben ignoriere? Das kam übrigens per Mail.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Er kann Ihnen das Mandat durchaus kündigen.

Allerdings macht er sich schadensersatzpflichtig, wenn er so kurz vor dem Termin kündigt.

Antworten Sie auf sein Schreiben, dass Sie davon ausgehen, dass er den Termin mit Ihnen wahrnimmt.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn er kündigt, erwarte ich, dass eralle Schäden incl. vergeigte Prozesskosten zahlt oder ohne weirtere kosten für mich der termin verlegt wird, so dass ich zeit habe, einen anderen Anwalt zu suchen. In jedem Fall ist er mir meine Meinung nach das bereits gezahlte Honorar schuldig, auch wenn es bereits Schriftwechsel gegeben hat. Sehe ich das richtig? Mir geht es darum, ohne Verlust da rauszukommen.

Die angekündigte Mandatsniederlegung wird damit begründet, dass das Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben ist. Damit bezieht er sich auf das Schreiben mit der Einschätzung, die ich durchweg als Kommentar eines dritten erkennbar gemacht habe. Kann er sich damit aus seiner Zahlungsverpflichtung stehlen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Jein.

Er muss dafür sorgen, dass der Termin verlegt wird.

Ansonsten muss er Sie von Mehrkosten freihalten.

Der von ihm angegebene Grund ist so aber nicht haltbar.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Was heißt von Mehrkosten freihalten? Er wird wohl nicht freiwillig sein Honorar an den neuen Anwalt weitergeben. Und wenn es zum Termin kommt (Landgericht mit Anwaltszwang!) wird der gegnerische Anwalt auch sein Honorar haben wollen. Mein Ziel ist, ihn nicht aus dem Mandat zu entlassen, weil die Begründung nicht haltbar ist. Aber der Termin wird erst mal platzen, wenn er nicht mitmacht, egal ob er im Recht ist oder nicht.

So weit war ich heute mittag schon :-(

Das Gericht wird nicht beurteilen, ob seine Niederlegung begründet ist, weil das eine Sache zwischen ihm und mir ist. Also: Versäumnisurteil, weil ich keinen RA habe. Und das Honorar ist erst mal weg. Kann ich beim termin erklären, dass ich die Kündigung nicht akzeptiere, weil der grund nicht haltbar ist?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Was heißt von Mehrkosten freihalten? Er wird wohl nicht freiwillig sein Honorar an den neuen Anwalt weitergeben. Und wenn es zum Termin kommt (Landgericht mit Anwaltszwang!) wird der gegnerische Anwalt auch sein Honorar haben wollen. Mein Ziel ist, ihn nicht aus dem Mandat zu entlassen, weil die Begründung nicht haltbar ist. Aber der Termin wird erst mal platzen, wenn er nicht mitmacht, egal ob er im Recht ist oder nicht.

So weit war ich heute mittag schon :-(

Das Gericht wird nicht beurteilen, ob seine Niederlegung begründet ist, weil das eine Sache zwischen ihm und mir ist. Also: Versäumnisurteil, weil ich keinen RA habe. Und das Honorar ist erst mal weg. Kann ich beim Termin erklären, dass ich die Kündigung nicht akzeptiere, weil der Grund nicht haltbar ist? Muss er dann ran?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, so einfach ist das nicht.

Sie rufen ihn Morgen an und fragen, ob er nun mitgeht oder nicht.

Lehnt er ab, nehmen Sie einen neuen Anwalt, lassen den Termin verschieben.

Wenn der aktuelle Anwalt dann eine Rechnung stellt, lehnen Sie diese ab und klären sein Verhalten insbesondere mit der Rechtsanwaltskammer.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das Problem ist doch, dass er das Honorar - bis auf die Termingebühr - schon hat! Alle RAs rechnen so ab, leider. Das muss ich erst mal zurückbekommen -aber wie?

Sonst wäre es mir egal ob er mitgeht.

Alle Kosten für einen neuen Anwalt sind daher Mehrkosten. Davor kann man mich niur bewahren, wenn man mitgeht. Geht er aber mit weil ich mich nicht melde und kündigt beim Termin, hänge ich in einem lupenreinen rechtsfreien Raum.

Ich habe darüber schon eine halbe stunde mit einem fachmann telefoniert, aber wie man das verhindert, konnte er mir auch nicht sagen.

 

 

Mit der RAkammer habe ich schon Kontakt aufgenommen. Das ist ein anderes gebiet und hat mit den Kosten primär nichts zu tun.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das ist in der Tat problematisch.

Sie müssen den Anwalt dann notfalls gerichtlich auf Rückzahlung in Anspruch nehmen.

Dies ergibt sich aus § 812 BGB, da er ja nicht mehr tätig wird und schon abgerechnet hat.

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