So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16351
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Mein Problem besteht mit einer Reparaturrechnung einer Autowerkstatt.

Kundenfrage

Mein Problem besteht mit einer Reparaturrechnung einer Autowerkstatt. Mein Mann hat sein Auto wegen einem Geräusch am Motor in eine Werkstatt gebracht und dabei angfragt, ob die Werkstatt herausfinden kann, wieviel eineder Zündkerze kostet, da er Probleme mit einem der Zündkerzen hat (das Auto ist ein amerikanischer Pick up). Das nächste was mein Mann erfuhr ist, das die Werkstatt die Zündkerzen bestellt hat ohne zu sagen, was diese kosten, angefangen sie auszubauen und einzbauen ohne eine Auftragsbestätigung zu erhalten, dabei sind beim Ausbau Schwierigkeiten entstanden, so dass der Motor ausgebaut wurde. Nunmehr hat er eine Rechnung erstellt in Höhe von 2,339,80.- Euro. Ich habe mir heute eine Durchschrift der Rechnung geben lassen, dabei erklärte mir der Inhaber der Werkstatt, dass ein mündliche Auftrag bestanden hätte und er keine schriftliche Auftragsbestätigung erstellen müsse. Mein Mann ist nicht gewillt, etwas zu bezahlen, was er nicht in Auftrag bzw. auch nicht ein Kostenvoranschlag dann gestellt wurde. Wie sieht die Rechtslage aus.

Viele Grüsse,

Frau Scroggins
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:




Es besteht im deutschen Recht der Grundsatz, dass Verträge eingehalten werden müssen.

Verträge bedürfen auch nur in den dafür gesetzlich vorgesehenen Fällen der Schriftform und sind ansonsten mündlich gültig.


ein Vertrag kommt zu Stande, indem die Parteien zwei entsprechende Willenserklärungen abgeben nämlich Angebot und Annahme

.Es ist dafür Voraussetzung, dass die Vertragsschließenden überhaupt das Bewusstsein hatten, einen Vertrag zu schließen.

Das ist der sog. Rechtsbindungswille, der Voraussetzung für einen wirksamen Vertrag ist-


Es kommt nun darauf an, was die Parteien erklärt haben.


Ihr Mann hat offensichtlich nur erklärt, dass er wissen wollte, was die Kerzen kosten.

Er wollte gerade nicht, dass ohne seine Zustimmung einfach Zündkerzen eingebaut werden und noch dazu um diesen Preis


Er hätte erwarten können, dass man ihn bei solchen Preisen vorher infomiert.


Daher ist kein wirksamer Vertrag zustande gekommen.

es gilt der Grundsatz,dass wer sich auf etwas beruft dessen Voraussetzungen beweisen muss.


Der Inhaber der Autowerkstatt müsste also beweisen dass ihr Mann den Auftrag erteilt hat.

Wenn nichts schriftliches vorliegt wird das schlecht können

dennoch würde ich jedermann empfehlen, das Zu-Stande-Kommen eines Vertrages zu bestreiten, sicherheitshalber den Vertrag wegen Irrtums anzufechten.



Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte

. Sehr gerne können Sie nachfragen



bIch hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich Sie sehr höflich um Akzeptierung vielen Dank

.











Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Claudia Schiessl und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne



Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung


Danke

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dan für Ihre Antwort, bin aber nicht ganz sicher, inwiefern ich den Vertrag bestreite, mit Hilfe eines Rechtsanwaltes oder selbst per Brief mit Einschreiben? Das Auto steht auch im Moment in der WErkstatt, da die Rechnung ja nicht bezahlt ist. Soll mein Mann den Teil der Rechnung bezahlen, für das er das Auto in die Werkstatt brachte?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrte Ratsuchende vielen Dank für den Nachtrag


Um eine Eskalation zu vermeiden, soll ihr Mann unbedingt den Teil der Rechnung zahlen den er ganz sicher in Auftrag gegeben hat.


Sie können den Vertrag zunächst einmal selbst ohne Rechtsanwalt bestreiten, wenn sie das vorbringen was ich in den oben geschrieben habe.




Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht


Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz