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hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1730
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
61407990
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hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen, mein Sohn 7 Jahre alt wurde in der Pause

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen,
mein Sohn 7 Jahre alt wurde in der Pause von einem Klassenkameraden (ebenfalls 7 Jahre alt vollendet) von hinten auf der Treppe in den Bauch getreten. Dieser Junge hat ihn schon immer geärgert, die Klasse war und ist als problematisch bekannt und die Lehrerin - na ja.
Mein Sohn mußte aufgrund diesen Tritts mit einer Milzverletzung 3 Tage stationär ins Krankenhaus, es bestand die ständige Gefahr einer Milzblutung und dadurch Lebensgefahr. Die Schule hat sich bisher nicht entschuldigt, die Eltern des betreffenden Jungen sowieso nicht usw. Wie schätzen Sie die Situation ein, sollte ich einen Rechtsanwalt aufsuchen ? Die Schule hat bisher behauptet, in der Pause war die Lehrerin nicht aufsichtspflichtig und man könne nicht jedes Kind ständig .... sowas kann immer passieren. Wie sehen Sie die Sache ?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Zivil- und strafrechtlich wird man das Kind nicht belangen können.

Schuldunfähig in strafrechtlicher Hinsicht ist, wer bei Begehung der Tat noch nicht vierzehn Jahre alt ist.

Zivilrechtlich gilt:

Wer das siebente, aber nicht das zehnte Lebensjahr vollendet hat, ist für den Schaden, den er bei einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug, einer Schienenbahn oder einer Schwebebahn einem anderen zufügt, nicht verantwortlich. Dies gilt nicht, wenn er die Verletzung vorsätzlich herbeigeführt hat.

Wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist, sofern seine Verantwortlichkeit nicht wie oben ausgeschlossen ist, für den Schaden, den er einem anderen zufügt, nicht verantwortlich, wenn er bei der Begehung der schädigenden Handlung nicht die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat.

Die Anforderungen daran sind allerdings nicht allzu hoch.

Die Rechtsprechung ist allerdings vielfältig, aber die Einsichtsfähigkeit bei vorsätzlichen Verletzungen ist häufig gegeben.
Es kommt auch darauf an, dass man den Kindern gesagt hat, Sie sollen anderen nicht verletzen etc.

Von Letzterem kann man eigentlich ausgehen.

Auch muss das Verschulden (Vorsatz u. Fahrlässigkeit) gesondert geprüft werden.

Allein wegen dieser Fragen würde ich mich von einem Kollegen Ihrer Wahl zumindest weitergehend beraten lassen, auch vor dem Hintergrund folgende Themen:

- Aufsichtspflichtverletzungen der Eltern/der Schule;

- Versicherungseintritt (da es in der Schule passiert ist);

- Grund/Höhe von Schadensersatz, Verletztenrente, Schmerzensgeld etc.;

Aufgrund der Vielzahl der in Betracht kommenden Ansprüche und Haftungssituationen würde ich mich - auch angesichts der schwerwiegenden Verletzungen - an einen Anwalt wenden, damit keine Ansprüche vergessen werden, sollten diese möglich sein.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

falls Sie keine Nachfragen haben sollten, dann bitte ich darum, meine Antwort zu akzeptieren, denn Rechtsrat darf hier nach den AGB nur gegen Bezahlung erfolgen. Vielen Dank.