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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26595
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Anrechnung von der Schenkung in der Berechnung des Pflichtteils. Eine

Kundenfrage

Anrechnung von der Schenkung in der Berechnung des Pflichtteils.

Eine Familie 4 Kinder Vater verstorben Mutter Erbt vom Vater. Kinder verzichten auf Pflichtteil beim Tote des Vaters, weil nach dem Tote der Mutter alles durch 4 geteilt werden soll. Mutter macht Testament und enterbt ein Kind. Es entsteht ein Pflichtteilanspruch für ein Kind. Kurz vor dem Tote wollte die Mutter jedem Kind 7000 € und den beiden Enkelkindern 2000 € schenken und hat das Geld bei einer Verwanden hinterlegt. Diese Schenkung wird nicht an die Kinder ausbezahlt, sondern zur Erbmasse dazu gerechnet. Die Mutter hat den drei anderen Kindern ein Wohnrecht gerichtlich ins Grundbuch des Hauses eintragen lassen und diese haben dann nach dem Tote der Mutter das Haus geerbt.
Frage:Ist dies Schenkung der Wohnrechte in der Pflichtteilsberechnung anzurechnen? Entsteht ein Pflichteilergänzungsanspruch mit der Schenkung der Wohnrechte. Der Totes Tag war 04 2009 die Wohnrechteeintragung 2005
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Hinsichtlich des Wohnrechts ist von einer Schenkung auszugehen, die einen Pflichtteilsergänzungsanspruch auslöst, § 2325 BGB.

Durch das Gesetz zur Änderung des Erb- und Verjährungsrechts (ErbVerjRÄndG) vom 24.9.2009 (BGBl I S 3142) wird das bislang für die Ausschlussfrist nach § 2325 Abs 3 aF geltende „Alles oder Nichts-Prin­zip“ durch eine flexiblere Abschmelzungsregelung ersetzt. Durch diese „Pro-Rata-Lösung“ werden für die Bemessung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs Schenkungen umso weniger berücksichtigt, je länger diese zurückliegen: Eine Schenkung im ersten Jahr vor dem Erbfall wird demnach voll in Ansatz gebracht, im zweiten Jahr nur noch zu 9/10, im dritten Jahr zu 8/10, usw

Da die Schenkung aus dem Jahr 2005 stammt, ist sie nur noch zu 6/10 zu berücksichtigen.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Antwort ist etwas dürftig.
Wie lange wird das geschenckte Wohnrecht berechnet?
Monatsmiete x 12 Monate x Lebenserwartung des beschenckten oder bis der Beschenckte das Haus erbte? Welcher Anwalt ist in Bayern der beste.