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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe Anfang September mit

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe Anfang September mit 2 Personen eine GmbH gegründet. Ich hatte letzten Freitag mit dem Ehegatten einer Gesellschafterin eine verbale Auseinandersetzung. Daraufhin hatte der Ehemann der Gesellschafterin mir den Zugang
zu unserem Internetportal gesperrt (Beweis E-Mail Schriftverkehr an den Mediengestalter). Der Ehemann ist auch
nicht im Unternehmen beschäftigt. Wir haben ein Online-Branchenverzeichnis im Internet. Ich hatte am Montag mit
unserem Mediengestalter telefonischen Kontakt, wo mir dieser mitteilte, er habe das Passwort nicht verändert und
ich müsste mich an den Ehegatten wenden, der bei uns als Systemadministrator fungiert oder ich sollte versuchen das
Passwort neu anzufordern im System. Was ich mehrmals versucht hatte, aber leider nicht erffolgreich war. Nach nochmaliger
Aufforderung (gestern abend an die 2 Gesellschafter) mir das Passwort mitzuteilen erhielt ich heute eine E-Mail das mehrere
Hackversuche gemacht wurden und deshalb das Passwort geändert wurde. Und gleich nach dieser E-Mail wurden auch die
Passwörter der E-mail's (z.B. @service etc. verändert). Auch wurden E-Mails in meinem persönlichen E-Mail Account gelöscht, aber das Passwort wurde hier nicht verändert. Meine Frage an Sie ist was ich für Aktionen unternehmen kann,
da natürlich von meiner Seite her auch ein Vertrauensverlust vorliegt. Noch zur Information für Sie, wir haben als Gesellschafter alle Drei die gleichen Anteile. Mit freundlichen Grüssen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Der Ehemann hat hier keine Befugnis an der Gesellschaft. Er ist weder Gesellschafter, noch von der Gesellschaft oder einer Mehrheit der Gesellschafter entsprechend legitimiert. Dementsprechend hat sich der Ehemann der Gesellschafterin hier rechtswidrig verhalten.


Die Gesellschaft (vertreten durch den/die Geschäftsführer) sowie jeder einzelne Mitgesellschafter hat hier gegen den Ehemann der anderen Gesellschafterin einen Anspruch auf Unterlassung also Freischaltung gemäß § 1004 BGB.

 

Gleichzeitig besteht ein Anspruch auf Schadensersatz.

 

Beispielsweise könnte hier (falls nachweisbar) sogar gemäß § 252 BGB ein entgangener Gewinn geltend gemacht werden.

 

Sie sollten daher wie folgt vorgehen:

 

Sie sollten die betreffende Person nachweisbar (per Einschreiben) auffordern, ihnen unverzüglich (innerhalb von sieben Tagen zum Beispiel) den Zugang zu den Portalen zu ermöglichen.

 

Gleichzeitig sollten sie sich auch ausdrücklich Schadensersatzansprüchen vorbehalten.

 

Für den Fall des erfolglosen Fristablaufs (sie sollten wie bereits gesagt eine Frist von etwa sieben Tagen setzen), sollten sie ankündigen, dass sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der nnotfalls gerichtlichen Warnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen werden.

 

Die Rechtsanwaltskosten hätte dann übrigens die Gegenseite unter dem Gesichtspunkt des Verzugsschadens gemäß §§ 280,286 BGB grundsätzlich zu tragen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wie ich bereits erwähnt hatte, wurde mir heute der Zugang zum Internetportal wieder ermöglicht, von einer Gesellschafterin und
nicht vom Ehegatten. Kann ich auf Grund des Vertrauensbruch die
Gesellschafteranteile übernehmen oder wäre es besser von meiner
Seite her meine Anteile anzubieten.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Gut, dass dieses Problem schon mal behoben ist. Sofern es sich in der Zukunft aber wiederholen sollte, sollten Sie bitte wie oben beschrieben vorgehen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe möchten Sie wissen, ob sie ein Recht haben, aufgrund des Vertrauensbruchs die Gesellschafteranteile der betreffenden Gesellschafterin zu erhalten.

Hier muss ich Ihnen leider mitteilen, dass sie keinen Rechtsanspruch hierauf haben.

Die Gesellschafterin müsste schon einig sein, ihnen die Gesellschaftsanteile zu übertragen. Im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung wäre dieses aber mit Einverständnis von beiden Seiten durchaus möglich.

Sie solltendie betreffende Gesellschafterin hierauf ansprechen.

Sofern diese nicht eingelegt und sie sich unbedingt von der Gesellschaft lösen möchtenhätten sie zwei Möglichkeiten: Sie könnten die Gesellschaftsanteile anbieten oder die Gesellschaft (gemäß den entsprechenden Bedingungen in der Satzung der Gesellschaft) kündigen.

Über eine Kündigung kommen sie grundsätzlich immer heraus.



Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern Sie noch Verständnisfrage haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Danjel Newerla und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich bedanke mich für Ihre Antwort, hätte aber noch eine Frage,
kann ich jetzt gegen den Ehegatten noch rechtliche Schritte unternehmen
mit einer Anzeige, und wo müsste ich diese stellen, da ich auch
schriftliche Beweise habe, dass das Passwort durch den Ehegatten
geändert wurde.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es freut mich, dass ich Ihnen schon etwas weiterhelfen konnte. Selbstverständlich möchte ich Ihnen auch gerne auf ihre weitere Frage antworten:

Eine Strafanzeige hätte nach ihrer Schilderung voraussichtlich wenig beziehungsweise keine Aussicht auf Erfolg.

Sehr wohl könnten sie aber zivilrechtliche Schritte ergreifen.

Sofern hier nachweisbar ein Schaden entstanden ist, könnten sie diesen unter Fristsetzung geltend machen.

Da hier eine gewisse Wiederholungsgefahr besteht, aufgrund der Erstbegehung, haben sie auch Unterlassungsansprüche gem. § 1004 BGB,diese hier für die Zukunft geltend machen können (siehe oben).



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt