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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrter Expert. Ich bin fremde Geschäftsführer einer

Kundenfrage

Sehr geehrter Expert.

Ich bin fremde Geschäftsführer einer GmbH. Beim Schließung des Vertrages mit unserem Vermieter er hat mich gezwungen persönliche Haftung für Mietzahlungen zu übernehmen. Unter Umständen musste ich die Haftung akzeptieren und entsprechende Aussagen in den Vertrag reinschreiben. Schon damals war mir bekannt, dass es eine hohe Risiko pleite zu werden gibt. Und so passierte das. Währen zwei Monate hatte ich kein Geld die Miete zu bezahlen. Wegen wachsende Rückstände Vermieter hat für uns eine fristlose Kündigung geschickt. Dann unserer Investor hat doch etwa Geld überwiesen und ich habe die Mietzahlungen ausgeglichen. Unser Vermieter in einem Telefonischem Gespräch hat gesagt, dass wir weiter bleiben können, falls die Zahlungen regelmäßig überwiesen werden. Jetzt wir haben wieder kein Geld die Miete zu bezahlen.
Die Frage:
Gilt noch persönliche Haftung für mich? Oder bin ich wegen einseitiger fristlosen Kündigung davon befreit und unsere Mietbeziehungen laufen nicht mehr nach dem ursprünglichen Vertrag, sondern nach unserer mündlichen Vereinbarung, die natürlich ich mehr oder weniger flexibel interpretieren kann.


Mit freundlichen Grüßen,
Sergey Balantaev
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Balantaev ,



vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Wenn ich Sie richtig verstanden habe haben sie als angestellter Geschäftsführer für eine GmbH einen Mietvertrag abgeschlossen und sich zusätzlich neben der Gesellschaft auch für die Gesellschaft also für die Mietzahlungen verpflichtet.


Dieses ist rechtlich grundsätzlich möglich und zulässig.

 

Sie können sich durchaus auf den Standpunkt stellen, dass ihre persönliche Haftung erloschen ist

 

Dieses möchte ich Ihnen nachfolgend gerne kurz erklären:

 

Wenn ich sie nämlich richtig verstanden habe, hat der Vermieter eine außerordentliche fristlose Kündigung geschickt. Hierdurch wird das Vertragsverhältnis beendet, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen (also wenn ein Rückstand von mindestens zwei Monatsmieten bestanden hat).

 

Anders als im Wohnraummietrecht (dort kann eine außerordentliche Kündigung durch Zahlung der offenen Rückstände geheilt werden) ist es im Gewerbemietrecht so, dass die außerordentliche Kündigung auf jeden Fall wirksam wird.

 

Durch die außerordentliche Kündigung wird also der betreffende Vertrag beendet. Ist die Kündigung dem Empfänger einmal zugegangen, entfaltet diese ihre Wirkung und kann nicht einseitig zurückgenommen werden.

 

Die Kündigung beendet hier also das ursprüngliche Mietverhältnis, in dem sie sich verpflichtet haben, für die Schulden der GmbH geradezustehen.

 

Nach der außerordentlichen fristlosen Kündigung beziehungsweise dem entsprechenden Zeitraum, den der Vermieter genannt hat,besteht also der ursprünglichen Mietvertrag nicht mehr.

 

Einigen Sie sich, dass die GmbH mit dem Vermieter weiterhin ein Mietverhältnis aufrecht erhält, handelt es sich hierbei also nicht nur um das ursprüngliche Mietverhältnis, sondern um ein neues Mietverhältnis, für welches in Ermangelung eines schriftlichen Mietvertrags die gesetzlichen Vorschriften gelten.

 

Nach dem Gesetz haften Sie aber hierfür grundsätzlich nicht persönlich.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Jetzt diese Geschichte läuft weiter.

Nach dem einseitigen fristlosen Kündigung von Vermieter wir haben ein oder zwei Mal Miete überwiesen haben. Dann die drei Räume haben wir ein für andere mit geringem Zeitabstand ausgeräumt und freigestellt. Für jede Raumfreistellung habe ich unseren Vermieter schriftlich informiert mit dem Begriff "Kündigung".

Um auf sicherer Seite zu sein, habe ich auch eine Kundigung für die sämtliche Räume unsererseits auch verschickt. Sowohl die Mietezahlungen, als auch Kündigung von meiner Seite haben nach dem fristloser Kündigung von Vermieter stattgefunden. Jetzt befürchte ich, dass diese Aktionen können von dem Rechtsanwalt des Vermieters als indirekte Akzeptanz des gekunidgten von Vermieter alten Vertrages interpretiert werden könnte. Natürlich ich will den alten Vertrag als ungültigen interpretieren. Funktioniert es trotz den Zahlungen und Kündigung unsererseits?

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Dieses Verhalten genügt grundsätzlich nicht, um den alten Vertrag zu akzeptieren.

Sicherheit halber sollten sie aber gegenüber dem Vermieter schriftlich zum Ausdruck bringen, dass sie sich an den alten Vertrag nicht gebunden fühlen aus den oben bereits von mir genannten Gründen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt





Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag Herr Newerla.

Die Geschichte läuft weiter. Jetzt habe ich das Mahnbescheid von Amtsgericht bekommen. Der Vermieter will weiter kämpfen. Ich weiss, dass ich innerhalb zwei Wochen den Widerspruch stellen muss. Das mache ich bald.
Bezogen auf kommenden Gericht, ich muss meine Stellung nehmen. Auf einer Seite der Vermieter völlig absichtlich die Schlüsseln für eine lange Zeit nicht übernommen hat, um den Rückstand so gross wie möglich nach oben zu treiben. Ich habe die Zimmern einer nach anderer freigestellt und an Vermieter schriftlich kommuniziert. Er hat meine Anschreibungen konsistent ignoriert. Deswegen die Summe in dem Mahnbescheid ist absichtlich manipuliert. Das kann ich beweisen.
Auf anderer Seite, wegen fristloser Kündigung von Vermieter, meine Haftung für Mietezahlungen ist nicht mehr wirksam. Das Unternehmen ist sowieso pleite und für die faire Mietekalkulation zu kämpfen ist nicht mehr in meinem Interesse.
Soll ich meine Stellung ausschliesslich zu Unwirksamkeit meiner persönlichen Haftung eingrenzen. Oder doch auch die manipelierte Kalkualtion des Rücksdtandes erwähnen?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Guteist schonmal, dass sie Widerspruch eingelegt haben.

Dann kann es zumindest nicht mehr zum Vollstreckungsbescheid kommen.

Sie sollten alle Argumente bringen, die sie haben. Natürlich sollten sie als erstes ihre persönliche Entlassung aus der Haftung so umfangreich und genau wie möglich beschreiben, zusätzlich aber auch die Manipulation der Kalkulation erwähnen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Soll ich schon ein Kontakt mit dem Rechtsanwalt des Vermieters aufnehmen um die weiteren gerichtlichen Kosten zu vermeiden?
Oder besser auf das Gericht warten und da meine Stellungnahme präsentieren?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da sie Widerspruch eingelegt haben, wird es voraussichtlich sowieso in einem gerichtlichen Verfahren landen.

Meiner Einschätzung nach sollten Sie die nächste Reaktion des Gerichts abwarten und gegebenenfalls einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt