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Ernesto Grueneberg
Ernesto Grueneberg, Abogado
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1310
Erfahrung:  Master of Laws
47081509
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Ernesto Grueneberg ist jetzt online.

Im August waren wir in einer Ferienwohnung. Jetzt - 3 Monate

Kundenfrage

Im August waren wir in einer Ferienwohnung. Jetzt - 3 Monate später - kommt eine Rechnung über fast 1000 Euro. Der Vermieter beanstandet, dass er "nachputzen" musste (im Mietvertrag war aber die Endreinigung inklusive), eine Matratze hätte einen Schnitt, Möbel seien "verrückt" worden - hier berechnet er die Arbeitszeit , die Möbel wieder an den ursprünglichen Ort zu bringen. In den Kinderzimmern seien die Matratzen verpinkelt - hier will er die Reinigungskosten, an den Wänden hätten die Kinder Mücken hingepatscht - hier verlangt er die Kosten zum Streichen der Zimmer. Bei der Abreise , kontaktierten wir den Hausmeister , um eine "Übergabe" zu machen. Da wir an einem Sonntag abreisten, wollte dieser nicht kommen. Er bat uns den Schlüssel in den Briefkasten zu legen - fertig. Als Zahlungsfrist für die 1000 Euro hat er 2 Werktage eingeräumt, ansonsten droht er mit Klage. Kommt er damit durch?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

danke für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Beweispflichtig für die angeblichen Schäden ist der Vermieter. Er muss also beweisen, dass die Schäden vorhanden sind und dass diese von Ihnen verursacht wurden.

Die Tatsache, dass 3 Monate seit Übergabe vergangen sind und kein Übergabeprotokoll vorliegt spricht gegen die Aussichten auf Erfolg einer Klage gegen Sie. Der Vermieter müsste dann Beweis durch Zeugenaussage führen.

An Ihrer Stelle würde ich die Forderung zurückweisen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte um Akzeptierung meiner Antwort.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Er sagt, der Hausmeister sei montags in die Wohnung gekommen und er könnte dies bezeugen. Ich sollte wissen: hat er nach 3 Monaten noch das Recht mit Mängeln zu kommen? - Hier gibt der gesetzgeber doch sicherlich eine Frist vor, in welcher der Mieter zu informieren ist. Ausserdem sind doch bestimmte Dinge unter "normaler" Abnutzung zu verbuchen - er bekommt ja Geld für das Haus. Vor Jahren hat tatsächlich mal ein Kind von uns ins Bett gepinkelt (Hotel) - wir waren dort nur für 3 Nächte (300 Euro) während wir in dem Ferienhaus 14 Tage waren (4000 Euro). Da hätten die ja mehr Anspruch gehabt
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nach § 548 BGB verjähren die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem er die Mietsache zurückerhält.

evtl. Forderungen dürften also nicht verjährt sein.

Die Forderung, die Arbeitszeit, um die Möbel wieder an den ursprünglichen Ort zu bringen, sollte nicht durchsetzbar sein. Aber das Verpinkeln der Matratze ist z.B. nicht der normalen Abnutzung zuzuordnen. Ob das Zimmer gestrichen werden musste, kann ich leider aus der Ferne nicht beurteilen.

Der Hausmeister soll dann beweisen können nicht nur, dass die Schäden da waren, sondern dass nur von hätten Ihnen verursacht werden können.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.-
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie ansonsten Nachfragen?
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn Sie keine Nachfragen haben, dann bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort

Vielen Dank