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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben einen Kran verkauft,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben einen Kran verkauft, den der Kunde aufgrund von Mängeln reklamiert hat.
Wir haben von seinem Anwalt drei Schreiben erhalten mit der Aufforderung zur Wandlung.
Als Gegenstandswert hat er eine Summe von EUR 236.665,- angegeben.

Wir haben den Kran mit Einverständnis unseres Kunden dann gegen einen neuen Kran umgetauscht. Umtausch statt Wandlung.

Sind wir verpflichtet die Forderungen des gegnerischen Anwaltes in Höhe EUR 5.765,60 zu begleichen?

Mit freundlichen Grüßen

Volker Schwarz

Emminghaus Maschinenbau GmbH
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich sind Sie nicht in jedem Fall zum Ersatz von Anwaltkosten verpflichtet. Vielmehr müssten Sie aufgrund eines Schadensersatzanspruchs hierzu verpflichtet sein. Das ist jedoch nicht ohne weiteres der Fall. Grundsätzlich kann (und muss) der Käufer selbst reklamieren und seine Rechte wahrnemen. Daher geht die sofortige Inanspruchnahme eines Anwalts bei der Geltendmachung von Mängelrechten in der Regel zulasten desjenigen, der den Anwalt bauftragt. Soweit der Käufer seine Rechte sofort hat anwaltlich durchsetzen lassen, dürfte eine Erstattungspflicht ausscheiden.

Etwas anderes gilt nur, wenn Sie sich z.B. nach berechtigtem Mängelbeseitigungsverlangen des Käufers hiermit in Verzug befanden oder eine andere vertragliche Pflicht schuldhaft verletzt hätten. Hierfür kann ich in Ihren Schilderungen keinen Anhaltspunkt entdecken.

Allerdings sollten Sie in Ansehung der Höhe der Forderungen auf Nummer sicher gehen und sich persönlich anwaltlich beraten lassen unter Vorlage Ihrer Unterlagen und Schilderung sämtlicher Umstände der Angelenheit, da es bei der Lösung Ihres rechtlichen Problems u.U. auf Feinheiten im tatsächlichen Bereich ankommt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Mustermann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Koppenhöfer,

 

können Sie mit noch mitteilen, welcher Gesetzestext hier zutrifft?

 

Vielen Dank.

 

mfg

 

V. Schwarz

Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Erstattung von Anwaltskosten kann als Schadensersatz geltend gemacht werden. Im Fall des Verzugs folgt der Anspruch aus §§ 280 und 286 BGB. Werden vertragliche Nebenpflichten verletzt, sind §§ 280, 241 Abs. 2 BGB maßgeblich. Das Recht zum Rücktritt (früher Wandelung) vom Kaufvertrag oder Schadensersatz - soweit es nicht um einen der vorgenannten Fälle geht - folgt aus § 437 BGB in Verbindung mit den dort genannten weiteren Normen.

Aus welchen Normen genau ein Schadensersatz genau vorliegen könnte, ist daher davon abhängig, aus welchem Grund genau der Schadensersatz verlangt wird. Die richtige Zuordnung der Normen gestaltet sich aber auch dann häufig als schwierig.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage dennoch so genau wie möglich beantworten und bedanke mich für Ihre Akzeptierung.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)