So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Olaf Götz.
Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2868
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Olaf Götz ist jetzt online.

Hallo, ich Selbststädig im Bereich Fliesen-, Natur- und betonwerksteinverlegung. Ich

Kundenfrage

Hallo,
ich Selbststädig im Bereich Fliesen-, Natur- und betonwerksteinverlegung.
Ich habe vor ca. einem Jahr bei einem Kunden Fliesen (Travertin) in der gesamten Wohnung
verlegt. Es handelt sich hierbei um Kundenmaterial was er sich bereits vorab alleine gekauft hatte. Es stellte sich jetzt heraus, dass derTravertin ungeeignet für den Duschbereich ist, da jetzt ein Wasserschaden in der darunter liegenden Wohnung entstanden ist. Der Travertin saugt das Wasser auf und das Wasser ist bis zum Flur raus gezogen, da auf dem Flur keine abgedichteteIsolierung vorhanden ist kann das Wasser durch die unterleigende Decke gehen. Ich habe nur eine Dienstleistung getätig in dem ich die Fliesen verlegt habe.
Wer muß für den SChaden aufkommen?
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Kalkstein
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

grundsätzlich haben Sie auch beim vom Kunden angelieferten Material die Geeignetheit zu prüfen und ggf. nachweisbar Ihre Bedenken zu äußern. Bei VOB-Verträgen ist dies sogar zwingend schriftlich erforderlich (vgl. § 4 Nr. 3 VOB/B). Letztlich gilt aber auch für Werkverträge nach dem BGB im Grundsatz nichts anderes.

 

Insofern wird es zu einer Haftung kommen, wenn es Stand der Technik ist, dass die verwendete Fliese für Duschen nicht geeignet ist.

 

Hier müssten Sie ggf. entsprechend mti Nachweisen argumentieren. Allerdings ist nach meiner bescheidenen Kenntnis Travertin als Naturstein für den Fachmann wohl leicht als offenporiger Stein zu erkennen, so dass wohl zumindest darauf hinzuweisen sein wird, dass ev. eine besondere Versiegelung des Steins erforderlich ist für Naßbereiche.

 

Allerdings kommt möglicherweise eine Haftungsquote zu Lasten des Auftraggebers im Rahmen des Mitverschuldens in Betracht, so dass Sie nicht den vollen Schaden zu tragen hätten. Dies wird allerdings von der Rechtsprechung normalerweise nur restriktiv angenommen, wenn der Auftraggeber einfacher Endverbraucher war und keinerlei Bedenken vom Auftragnehmer geäußert wurden.

 

Soweit vorhanden, sollten Sie frühzeitig Ihre Berufshaftpflichtversicherung in die Verhandlungen mit einbeziehen. Diese unterstützt Sie kostenlos bei der Verteidigung.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz