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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Ich habe eine Ausbildung als Kinderpflegerin , jetzt auch als

Kundenfrage

Ich habe eine Ausbildung als Kinderpflegerin , jetzt auch als qualifizierte Tagesmutter gemacht , aber das örtliche Jugendamt verweigert mir die Pflegeerlaubnis.....

was kann ich tun, um diese zu bekommen ,und als Tagesmutter zu ARBEITEN????

Margret Marx
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ohne die Einzelheiten Ihres Falles zu kennen, ist es schwierig, Ihnen eine umfassende Antwort zu Ihrem weiteren Vorgehen zu geben.

Grundsätzlich sollten Sie den Antrag schriftlich stellen und darauf bestehen, dass förmlich, also in der Form eines anfechtbaren Verwaltungsakts ("Bescheid"), darüber entschieden wird. Dieser Bescheid wird dann eine Begründung enthalten, warum Ihnen die Erlaubnis versagt wird. Diese Begründung können Sie dann auf rechtliche und sachliche Richtigkeit prüfen. Sollte der Bescheid sich dann als unrechtmäßig erweisen, können Sie gegen diesen im Verwaltungsrechtswege vorgehen. Ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, kann letztlich erst nach vollständiger Sachverhaltsaufklärung, Kenntnis von diesem Bescheid und ggf. Einsicht in die Verwaltungsakte abgeschätzt werden.

 

Grundsätzlich ist die Erlaubnis an Personen zu erteilen, die sich durch ihre Persönlichkeit, Sachkompetenz und Kooperationsbereitschaft mit Erziehungsberechtigten und anderen Tagespflegepersonen auszeichnen und über kindgerechte Räumlichkeiten verfügen.

 

Angesichts der Tatsache, dass Sie ein Pflegekind betreuen dürfen und über fachliche Ausbildungen verfügen, fällt es auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen, warum Ihnen die Erlaubnis nicht erteilt wird. Umso wichtiger ist es, dass Ihnen die von der Behörde die maßgebliche Begründung mitgeteilt wird.

 

Ggf. kann es auch sinnvoll sein, dass Verwaltungsverfahren von Anfang an durch einen Rechtsanwalt führen zu lassen, da dieser im Umgang mit Behörden entsprechend geübt ist. Es dürfte dann aber kein Anspruch auf Kostenerstattung bestehen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin mit der Antwort noch nicht zufrieden, verfüge über eine Berufserfahrung als Kinderpflegerin von 38 Jahren, habe 2 eigene Kinder und seit 2 Jahren mein Pflegekind ,er ist 6 Jahre alt, ich arbeite als sogenannte Erziehungsstelle. In einer Kindertagesstätte möchte ich auf Grund meines Alters von 55 Jahren nicht mehr arbeiten. wollte mir dieses 2. Standbein als Tagesmutter aufbauen und jetzt als Tagesmutter auch ARBEITEN. Wermelskirchen ist eine kleinstadt, ich vermute das mobbing von meiner alten Leiterin in der kita dahintersteckt, denn diese hat gute Kontakte zum Jugendamt, dieses evt mobbing ist schwer zu beweisen, aber es geht hier um meine weitere finanzielle Situation, ich brauche dringend Hilfe, bei dem besuch des hiesigen Jugendamtes bin ich auf eine Wand der Ablehnung gestoßen!!Ich weis nicht ,ob ich einen anwalt bezahlen kann. mfg Margret Marx
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ohne Kenntnis der konkreten Ablehnungsgründe und des gesamten Sachverhalt kann ich Ihnen einen konkreten Rat kaum geben, da zuviele mögliche Einflussfaktoren unklar bleiben.

Für Sie sprechen ganz klar Ihre berufliche Erfahrung und Ihr Aus- und Fortbildungsstand. Da Sie als Erziehungsstelle tätig sind, ist sogar ganz besonders von Ihrer persönlichen Eignung auszugehen.

Ihr Einsatz als Betreuungsstelle liefert aber zugleich auch Argumente, die "gegen" Sie sprechen: Die Erziehungsstelle in Abgrenzung zur "einfachen" Pflegefamilie kommt in der Regel zum Einsatz bei Kindern und Jugendlichen, die häufig psychische oder soziale Beeinträchtigungen aufweisen und deswegen kontinuierlicher Betreuung durch eine pädagogisch geschulte Person bedürfen. Empfohlen wird häufig, dass nicht mehr als 2 Kinder/Jugendliche auf eine Fachkraft kommen. Vor dem Hintergrund, dass Sie ein solches Kind aufgenommen und zwei eigene haben besteht Aufseiten des Jugendamtes möglicherweise die Sorge, dass Sie durch die Aufnahme einer Tagespflegetätigkeit überlastet werden könnten.

Dass dort tatsächlich eine solche Argumentation verfolgt wird, kann ich Ihren Schilderungen jedoch nicht entnehmen. Es ist daher umso wichtiger, dass Sie auf einen Verwaltungsakt ggf. auch hindrängeln. Denn wenn Sie geeignet für eine Tätigkeit als Tagesmutter, haben Sie einen Rechtsanspruch auf die Erlaubnis.

Sollte Ihre Befürchtungen bzgl. des Mobbing wahr sein, so wäre auch hier ein ablehnender Bescheid ein zweckmäßige Grundlage für weiteres Vorgehen. Der Bescheid wird vor Gericht keinen Bestand haben, wenn er nicht auf sachliche Gründe gestützt werden kann, also allein aufgrund des Mobbings ergangen ist.

Soweit Ihnen ggf. die nötigen Mittel zu Beauftragung eines Rechtsanwalts fehlen, so gibt es die Möglichkeiten, einen sog. Beratungshilfeschein zu erhalten. Gegen Vorlage dieses Scheins muss Sie der Anwalt dann beraten und ggf. vertreten. Sie erhalten den Schein bei Ihrem Amtsgericht. In Verwaltungsangelegenheiten wird dort jedoch häufig vertreten, dass ein Antrag in gewöhnlichen Fällen zunächst selbst gestellt werden kann. Beratungshilfe wird dann erst nach einem ablehnendem Bescheid oder im Falle der längerfristigen Untätigkeit der Behörde gewährt.

Sollten Sie die Voraussetzungen für die Beratungshilfe nicht erfüllen, bieten viele Anwälte auch die Möglichkeit einer Ratenzahlungsvereinbarung an.
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

haben Sie zu meiner Antwort noch eine Frage? Diese würde ich Ihnen gerne beantworten.

Anderenfalls möchte ich Sie bitten, meine Antwort - schon aus Gründen der Fairness - zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben. Schließlich haben Sie unter Auslobung eines Einsatzes eine Beurteilung Ihres Sachverhaltes erbeten und diese auch erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

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