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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22087
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Exmann, der sehr viel Geld verdient und gespart hatte,

Kundenfrage

Mein Exmann, der sehr viel Geld verdient und gespart hatte, ist mit 80 Jahren verstorben. Inwieweit ist sein einziger Sohn erbberechtigt, wenn er alles Bargeld auf die Konten seiner Ehefrau übertragen hat. Es bestand wohl keine Gütertrennung und es gibt auch kein Testament.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Soweit der Sohn der einzige nahe Angehörige des verstorbenen Erbalssers sein würde, und soweit kein Testament errichtet wüürde, würde dem Sohn auch allein das Erbe anfallen.

Soweit dem Sohn die von Ihnen beschriebenen Geldtransaktionen zur Last fallen sollten, käme eine Erbunwürdigkeit auf der Grundlage des § 2339 BGB in Betracht:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2339.html

Wie Sie der Vorschrift aber entnehmen können, würde das Verhalten des Sohnes als solches nicht zu einer Erbunwürdigkeit führen mit der Folge, dass der Sohn mit einer Anfechtung seines Erbschaftserwerbs rechnen müsste. Denn die Veruntreuungen des Geldes sind nicht von der Vorschrift erfasst und würden folglich grundsätzlich auch nicht die Annahme einer Erbunwürdigkeit rechtfertigen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es geht hier nicht um das Verhalten des Sohnes, sondern der 2.Ehefrau des Verstorbenen! Inwieweit ist es rechtens bzw. nachweisbar, dass diese das Vermögen des Verstorbenen schon zu Lebzeiten auf ihre Konten übertragen hat? Sie hatte seit Jahre wegen Krankheit des Erblassers Vollmacht für alle Transaktionen. Was wäre mit vorhandenen Sachwerten, die dem Ehepaar gemeinsam gehört haben?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre präzisierenden Angaben zum Sachverhalt.

Soweit die Transaktionen in der Absicht erfolgten, den Nachlass zu Lasten des Sohnes zu schmälern, müsste der 2.Ehefrau im Einzelnen auch nachgewiesen werden, dass sie diese Transaktionen und in welcher Höhe vorgenommen hat.

Hinsichtlich des Bestands und Umfangs des Nachlasses hätte der Sohn als Miterbe gegenüber der 2.Ehefrau entsprechende Auskunftsrechte. Das gitl auch hinsichtlich der offenbar jahrelangen wirtschaftlichen Tätigkeit für den Erblasser auf der Grundlage der Vollmacht. Bestehen hier greifbare Anhaltspunkte für eine eigennützige Verwendung der anvertrauten Gelder, ist der Sohn hierfür zwar immer noch in der Nachweispflicht, er hat aber entsprechende Auskunftsansprüche, die ihm die Erfüllung dieser Nachweispflicht erleichtern.

Hinsichtlich von Sachwerten, die beiden Eheleuten gemeinsam gehörten, hatte die Ehefrau ein eigenes Verfügungsrecht. Sie ist dem Sohn insoweit auch nicht rechenschaftspflichtig.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchende,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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