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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Guten Abend. Ich habe eine Frage zum Thema Erbschaft oder Gütertrennung

Kundenfrage

Guten Abend. Ich habe eine Frage zum Thema Erbschaft oder Gütertrennung (vielleicht können sie das einkategorisieren) nach dem Tod eines Familienangehörigen.

Mein Stief-Opa ist vor kurzer Zeit verstorben. Er hat zusammen mit meiner leiblichen Oma unter Miete in einem Haus, das dem Sohn vom Stief-Opa gahört. Der Stiefopa hat sein Haus und Geldbeträge seinem Sohn verschenkt befor er die Oma geheiratet hat.
1. Was von ihm geblieben ist, ist nicht viel: einige kleine Geldbeträge (um die 10.000 Euro) von einer Sterbeversicherung, die er abgeschlossen hat, werde demnächst ausgezahlt. Wem gehört das Geld von der Versicherung? Hat der Sohn auch ein Anrecht darauf? Oder ist das für die "Witwe" bestimmt?
2. An der Haushaltsauflösung (die Oma ist nach dem Tod vom Stiefopa umgezogen) wollte sich der Sohn des Verstorbenen NICHT beteiligen: wäre er verpflichtet dazu gewesen?? Gibt es Gesetzestexte, die das regeln?
3. Das Haus, dass der Stiefopa seinem leiblichen Sohn "verschenkt" hat, soll laut Oma noch nicht auf seinem Name umgemeldet sein. Hat meine Oma ein Anrecht darauf? Sie waren 8 Jahre verheiratet.
4. Sie haben ihm in den ganzen Jahren auch Miete gazahlt. Ist das nicht rechtswiedrig? Der Sohn hatte das Haus von seinem Vater bekommen und der Sohn hat von ihnen Miete verlangt dafür, dass sein Vater mit meiner Oma in seinem zweiten Haus gewohnt haben.
5. Der Sohn meines Stief-Großvaters hat die beiden (als der Opa noch am Leben war) überzeugt eine allgemeine Vollmacht zu unterschreiben. Er hatte alles ausgefüllt und dan ihnen zu unterschreiben vorgelegt. Oma bestätigt jetzt, dass sie keine Ahnung hatten was sie unterschrieben. Wir haben jetzt die Vollmacht. Ist die erste dadurch anulliert? Ist das was er mit den beiden gemacht hat nicht strafbar?
5. Was muss man in solchen Fällen besonders berücksichtigen?
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antworten.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und von Ihnen akzeptiert.

Das Geld der Sterbeversicherung dient zunächst dazu die Beerdigungskosten auszugleichen. Ein etwaiger Überschuss steht den Erben, hier der Witwe und dem Sohn zu.

Die Haushaltsauflösung wird aus den vorhandenen Mitteln der Erbmasse gezahlt.

Die Schenkung ohne Eintragung im Grundbuch und notarielle Beurkundung ist nicht wirksam, so dass das Haus in die Erbmasse fällt.

Eine Miete könnte mangels wirksamer Schenkung nicht verlangt werden, so dass hier ein Rückforderungsanspruch der Erben besteht, bzw. mit einem Erbanspruch verrechnet werden kann.

Die erste Vollmacht ist nicht annuliert, allerdings kann die Oma die Vollmacht widerrufen, was sie umgehend vornehmen sollte.

Wichtig ist eine Auflistung der Erbmasse und eine Begleichung der Verbindlichkeiten. Da es hinsichtlich des Hauses sicherlich zu einer streitigen Auseinandersetzung kommt, empfehle ich einen Rechtsanwalt zu beauftragen, um entsprechende Ansprüche geltend zu machen und durchzusetzen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antworten. Sieht das Gesetz eine gleichmäßige Teilung der Erbmasse (50-50%) zwischen Oma und dem Sohn des Verstorbenen?
Kann man irgendwie sicherstellen ob Einträge im Grundbuch gemacht worden sind? Ich will sicher sein, dass sich die Oma nicht täuscht..
Freundliche Grüße,
Anna
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Großmutter hat einen Erbteil von 1/4. Hinzu kommt der Zugewinnausgleich von 1/4, so dass die Großmutter und der Sohn jeweils zu 1/2 erben, §§ 1931, 1371 BGB.

Bezüglich der Einträge im Grundbuch sollte die Großmutter einen unbegalubigten Grundbuchauszug unter Hinweis auf das Erbe anfordern.

Viele Grüße
RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schröeter,
Vielen Dank für die prompte Antworten.
Beste Grüße,
Anna
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gerne, viel Erfolg.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hab schon gestern Abend das "Akzeptieren" Bottom gedrückt. Nochmals Danke.
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Frage wurde akzeptiert. Vielen Dank!