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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1976
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Andreas Scholz ist jetzt online.

Nach der Scheidung sollte mein Ex nach Erhalt des Zugewinnausgleichs

Kundenfrage

Nach der Scheidung sollte mein Ex nach Erhalt des Zugewinnausgleichs ( ich musste zahlen), aus dem Grundbuch der gemeinsamen ETW ausscheiden. Er wohnt seit 2 1/2 Jahren bei Kassel in der Umgebung seiner Partnerin. Alle Kosten trage ich allein. Jetzt, nach 5 Monaten ist nichts dergleichen passiert - er ist nicht mehr auffindbar. Der Mann ist polnischer Herkunft und wohl mit dem Geld in seinem Heimatland oder sonst wie abgetaucht. Meinen Anwalt wie auch die Richterin im Scheidungsprozeß habe ich auf genau dieses Verhalten hingewiesen. Mein Protest half nicht. Wie kann ich meine Forderungen durchsetzen? Wie kann in den anwalt auf Schadenerstz verklagen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

haben Sie sich mit dem Exmann vertraglich über den Eigentumsübergang des Grundstücksanteiles an Sie Zug-um-Zug gegen Zahlung des Zugewinnausgleiches geeinigt oder gibt ein Urteil, dass die Verpflichtung des Mannes Zug-um-Zug ausspricht? Falls ein Urteil vorliegt, das den Mann zur Auflassung Zug-um-Zug verurteilt hat, können Sie die Auflassung nach § 894 ZPO vornehmen lassen, nachdem Sie ja die Zahlung bereits vorgenommen haben. Dann nämlich gilt die Bewilligung als abgegeben, auf die Präsenz des Mannes kommt es dann nicht mehr an.

Wenn es ein solches Urteil nicht gibt:

Wenn Sie Miteigentümer am Grundstück waren (wäre dann so im Grundbuch eingetragen), könnten Sie sich sicherungshalber eine Auflassungsvormerkung am Anteil des Mannes eintragen lassen, was Dritte am Erwerb hindern kann. Das wiederum setzt aber entweder eine Bewilligung des Miteigentümers voraus oder aber eine gerichtliche Entscheidung im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes. Wenn Sie ersteres nicht haben, wäre zweiter Weg angezeigt. Dann aber bedürfte es einer zustellbaren Adresse. Wenn Sie eine solche haben, lassen Sie das Verfahren durch einen RA durchführen, denn in dem Fall wäre es zunächst Sache des Mannes, seine Post auf gerichtliche Zustellungen zu kontrollieren.

Ob Sie den RA auf Schadensersatz verklagen können, hängt davon ab, wie das Urteil lautet. Handelt es sich um ein Zug-um-Zug Urteil wie beschrieben, können sie nach 894 ZPO vorgehen und den Grundstücksanteil an sich auflassen lassen. Falls es so ein Urteil nicht gibt, hängt es davon ab, ob und wie Sie und Ihr Mann sich vertraglich über den Übergang des Eigentumsanteiles geeinigt haben.


Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Mein Anwalt hat weder das eine noch das andere vorbereitet geschweige denn erledigt.
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Verehrte Fragestellerin,

erlauben Sie mir dann die Frage, wie es zu der Absprache Zugewinnausgleich gegen Übertragung Miteigentumsanteil kam?

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das wurde vor der Richterin so besprochen, nicht protokolliert und mir nicht deutlich genug ausgeführt. Frau Richterin hat die Scheidung von der Entscheidung mit der ETW abgekoppelt und nur die Scheidung( nach 21/2 Jahre war sie es leid) getätigt und alles andere .....????? Der Gegenanwalt erwähnte, dass nach der Zahlung der Austrag möglich wäre. Mein Anwalt hat das so gelten lassen
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Verehrte Fragestellerin,

das ist dann in der Tat misslich. Ohne Urteil oder vertragliche Absprache sieht es mit dem Rechtsschutz für Sie hinsichtlich des Miteigentumsanteiles weniger gut aus.

Ob Sie mit einem Haftungsanspruch gegen den Anwalt Erfolg haben werden, dürfte nur nach sorgfältiger Prüfung zu beantworten sein. Innerhalb des Zugwinnes dürfte der Wert der ETW sowohl bei Ihnen als auch beim Mann im Endvermögen berücksichtigt worden sein, von daher dürfte Ihnen auch kein Schaden entstanden sein. Was die ganzen Kosten angeht, die Sie jetzt allein tragen, haben Sie aber gegen den Mann im Innenverhältnis einen Ausgleichsanspruch aus Gesamtschuldverhältnis. Die Geltendmachung setzt freilich voraus, dass der Mann greifbar ist. Wenn Sie noch eine zustellbare Adresse haben, machen Sie das Mahnverfahren. Wenn der Mann seine Post nicht nachsieht, kommen Sie zumindest leicht an einen Titel für dei bislang verauslagten Kosten. Wenn der Mann dann irgendwann wieder auftaucht, können Sie die Vollstreckung betreiben oder zumindest versuchen.


Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihnen die Antwort weitergeholfen hat, bitte ich, durch Anklicken des Buttons "Antwort akzeptieren" meine Antwort zu akzeptieren, denn nur so kann der von Ihnen für die Beantwortung Ihrer Frage versprochene Betrag auch abgerechnet werden. Vielen Dank und

freundlichen Grüße

Scholz
Rechtsanwalt

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