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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3516
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Wenn in einem Testament verf gt wird das ich als Alleinerbe

Kundenfrage

Wenn in einem Testament verfügt wird das ich als Alleinerbe eingesetzt bin und ich soll die gesamten Vermögenswerte unter 9 im Testament aufgeführten Personen verteilen. gibt es eine Möglichkeit zum Beispiel wenn bestimmte Miterben zu Lebzeiten des Erblassers Geld und Gegenstände bekommen haben, das diese auf das Erbe angerechnet werden? Besteht die Möglichkeit das ich als Alleinerbe aufgrund des Herausgaberechts bestimmen kann, dass einzelne Personen gar nichts erben?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie als Alleinerbe eingesetzt sind, wie können dann noch Miterben existieren ? Oder handelt es sich bei den 9 Personen um Vermächtnisnehmer ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr RA Roth, es handelt sich bei den 9 Personen um Vermächtsnisnehmer.
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Anrechnung wäre nur denkbar, wenn der Erblasser dies ausdrücklich bestimmt und verfügt hätte.

Darüber hinaus kann der Erblasser mehrere mit einem Vermächtnis in der Weise bedenken, dass der Beschwerte zu bestimmen hat, was jeder von dem vermachten Gegenstand erhalten soll.
Sie sind aufgrund der Bestimmung im Testament verpflichtet, die Vermögenswerte unter den 9 im Testament genannten Personen aufzuteilen.

Sind unter den Vermächtnisnehmern auch Pflichtteilsberechtigte, ist das Kürzungsrecht nach § 2318 Absatz 2 BGB zu beachten.
Danach kann der Erbe die Erfüllung eines ihm auferlegten Vermächtnisses soweit verweigern, dass die Pflichtteilslast von ihm und dem Vermächtnisnehmer verhältnismäßig getragen wird.
Einem pflichtteilsberechtigten Vermächtnisnehmer gegenüber ist die Kürzung nur soweit zulässig, dass ihm der Pflichtteil verbleibt.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich durch einen auf Erbrecht spezialisierten Kollegen beraten zu lassen, die Erklärungen in einem Testament der Auslegung bedürfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es geht mir darum dass mir ein sog. Herausgabeanspruch gemäß § 2018 BGB zusteht. worauf bezieht sich der? Kann ich dann als Haupterbe sagen das ich z.B. damit nicht einverstanden bin das ein bestimmter Miterbe nicht bekommen soll, obwohl das im Testament so vermerkt ist? Ist das möglich? Oder kann ich von dem Miterben die Schenkungen zu Lebzeiten des Erblassers zurückfordern bzw. anrechnen lassen?
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

der Herausgabeanspruch umfasst die Herausgabe der Nachlassgegenstände, ihrer Surrogate (vgl. § 2019) sowie der Nutzungen.

Geld und Gegenstände, die Personen zu Lebzeiten vom Erblasser erhalten haben, haben diese Personen nicht aus dem Nachlass erhalten. Zum Nachlass gehört das aktive und passive Vermögen eines Verstorbenen.

Der Widerruf einer Schenkung ist nur nach § 530 BGB möglich. Darüber hinaus steht dem Erben des Schenkers das Recht des Widerrufs nur zu, wenn der Beschenkte vorsätzlich und widerrechtlich den Schenker getötet oder am Widerruf gehindert hat.

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