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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgendes Problem Ich lebe seit 20 Jahren

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe folgendes Problem:
Ich lebe seit 20 Jahren mit meinem Freund in seinem Haus.
2007 haben wir für sein Haus gemeinsam ein Darlehen aufgenommen und haben die monatlichen Raten von unserem gemeinschaftlichen Wirtschaftskonto (beide haben eingezahlt er 900,00€ ich 700,00€) abbuchen lassen. Im Juni 2009 wurde ich gekündigt und bin seit dieser Zeit krankgeschrieben und in psycholgischer Behandlung. Nach Auslaufen des Kranken- und des Arbeitslosengeldes erhalte ich ab Dezember 2011 ALG II.
Da es seit meiner Kündigung auch in der Beziehung nicht mehr stimmt, es dreht sich alles nur noch ums Geld und ich habe leider auch nichts sparenkönnen.
Ich habe jetzt das Gefühl, das er mich loswerden will. Er hat mir zwar immer versprochen das, dass Haus auch mein Haus ist. Bis heute hat er aus finanziellen Gründen noch keine Lösung angestrebt. Wenn ich jetzt ausziehe möchte ich für meine geleistete Arbeit und Investition eine Abfindung von Ihm was er aber strikt ableht. Können Sie mir sagen welche Möglichkeiten ich habe.
Mit freundlichen Grüßen

Ursula Döbel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Vorliegend könnte in der Tat ein Anspruch auf einen Ausgleichsanspruch bestehen. Da es gesetzlich für die nichteheliche Lebensgemeinschaft keine spezielle Regelungen gibt, kann eine Abwicklung über das soogenannte Gesellschaftsrecht bzw. Bereicherungrecht erfolgen.

Sie haben durch Ihre Zahlungen und Arbeitsleistungen zur Vermögenssteigerung bei Ihrem Lebenspartner beigetragen, welcher alleiniger Eigentümer der Immobilie ist.

Da die Rechtsmaterie recht komplex ist, würde ich Ihnen unbedingt anraten wollen, vor Ort anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was Sie mir mitgeteilt haben liegt schon in meiner Kenntnis. Da ich keinerlei Rücklagen habe kann ich mir auch keinen Anwalt leisten, wenn nicht eine 100-pozentige Aussicht auf Erfolg vorhanden ist.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können, haben Sie Anspruch auf Beratungshilfe. Diese können Sie beim örtlichen Amtsgericht beantragen und erhalten dann einen Berechtigungsschein, mit dem Sie einen Anwalt Ihrer Wahl beauftragen können.

Eine 100% Erfolgsaussicht kann ich Ihnen naturgemäß aus der Ferne und ohne Kenntnis der Umstände und Werthaltigkeit des Hauses nicht geben.

Zu berücksichtigen ist bei allem auch, dass Sie sich das mietfreie Wohnen über die 20 Jahre anrechnen lassen müssten, was den Ausgleichsanspruch reduzieren wird.