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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22602
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, leider habe ich einen m ndlichen

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider habe ich einen mündlichen Vertrag zugestimmt, und ich soll jetzt 89 € für die Austragung aus den Werbeanrufen, Emails etc. bezahlen. Diese Anrufe liefern auch am Wochenende. Wenn ich heute nicht von der Post die Unterlagen abholen würde, würden mehr Kosten anfallen. angeblich von der Verbraucherzentrale. Nachnahmesendung!
Ich habe dieser Anruferin erzählt, dass es sich hier um Betrug handelt, da ich mich zwischenzeitlich informiert hätte.
Die Rufnummer steht auch mehrmals im Netzt: 021039944628; Frau Siera und die Rufnummer die ich bei Fragen zurück rufen soll: 018050260600.
Vielen Dank.
Meine Email:[email protected]
Rufnummer: XXXXXXXXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind Opfer einer sehr dreisten, aber leider nicht seltenen Abzocke geworden. Die Betreiber solcher "Dienste" versuchen immer wieder unter Vorspiegelung angeblicher Vertragsschlüsse, Datenabgleiche oder sonstiger Vorgänge an das Geld argloser Bürger zu kommen oder sich zumindest in den Besitz von deren persönlichen Daten zu setzen. Immer geht es darum, den Angerufenen vermeintlich am Telefon abgeschlossene Verträge unterzuschieben oder aber persönliche Daten an andere und ebenso dubiose Drittanbieter unzulässigerweise weiterzuverkaufen.

Lassen Sie sich bitte weder unter Druck setzen noch verunsichern! Holen Sie die Nachnahmesendung nicht ab, und erbringen Sie auch ansonsten keinerlei Zahlungen.

Die Sie belästigenden Werbeanrufe sind gesetzlich ausdrücklich verboten. Im Übrigen erfüllt das Verhalten der Anruferin den Straftatbestand der Nötigung (§ 240 StGB) sowie des versuchten Betruges (§ 263 StGB).

Teilen Sie zunächst die Telefonnummern der Bundesnetzagentur mit.

Diese Behörde kann das gesetzeswidrige Verhalten des Anbieters unterbinden und entsprechende Zwangsmaßnahmen verhängen, insbesondere Bußgelder festsetzen.

Auf folgender Seite können Sie Ihre Beschwerde bei der Behörde anbringen:

http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Verbraucher/RufnummernmissbrauchSpamDialer/RufnummernmissbrauchSpamDialer_node.html

Darüber hinaus sollten Sie bei Polizei oder StA Strafanzeige wegen des Vorfalls unter Schilderung der Tatsachen und unter Benennung der Telefonummern erstatten.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann gilt das vermeintlich statt gefundene Telefongespräch mit der so genanten Verbraucherschutzorganisation als nichtig. Sie haben damals auch meine Zusage am Telefon mitgezeichnet. Könnte es hierbei noch Probleme geben? Bei der Bundesnetzangentur habe ich keine Probleme mich schriftlich zu äußern, habe den Antrag auch schon ausgefüllt.
Bei der Polizei reicht da wohl die Strafanzeige.
Vielen Dank
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Derartige am Telefon geschlossene Verträge sind nahezu immer nichtig und entfalten keine Rechtswirkungen. Zumeist werden die Verbraucher nicht über ihr gesetzliches Widerrufsrecht belehrt, oder die Angerufenen werden gezielt über bestimmte Kosten getäuscht, die später geltend gemacht werden und um die es eigentlich geht.

Der Telefonmitschnitt beweist nichts und ist ein beliebtes Mittel, die Angerufenen unter Druck zu setzen und sie zahlungsbereit zu machen. Als Beweis ist der Mitschnitt nicht verwertbar, und wenn Sie der Aufnahme nicht zugestimmt haben, ist der Mitschnitt sogar strafbar gewesen.

Sie haben daher vollkommen richtig gehandelt, indem Sie der Bundesnetzagentur den Fall bereits gemeldet haben. Sie sollten aber auch Strafanzeige erstatten, denn je mehr Geschädigte sich gegen derartige Betrüger zur Wehr setzen, umso größer die Aussicht, diesen das Handwerk zu legen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,

der Vertrag das wurde mir heute wieder am Telefon mitgeteilt wurde mündlich am 01. Oktober am Telefon geschlossen, habe auch erstmal zugestimmt auch mit den Mitschnitt. Sie wollten auch alles gleich lossenden. Von der Post kam die Nachricht, dass was angekommen sei, aber erst am 21. Oktober lt. beleg. Zu dieser Zeit befand ich mich im Urlaub. Sie haben mir auch etwas über gesetzl. Widerrufsbelehrung erzählt. Dies könnte ich ja erst wahrnehmen, wenn ich die Unterlagen haeb, natürlich wenn ich vorher bezahle.
In dem Antrag der Bundesnetzagentur steht, dass ich so welche Verträge nicht zugestimmt habe. Lt. Ihnen sliegt hier ein Strafverstoß vor und ich kann hier getroßt ein Häckchen setzen, oder?
Vielen Dank im Voraus.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank zunächst für Ihre freundliche Akzeptierung.

Richtig - die Widerrufsfrist beginnt erst zu laufen, wenn Sie in Textform über Ihr gesetzliches Widerrufsrecht belehrt werden. Das ist ersichtlich noch nicht geschehen.

Rein vorsorglich können Sie ein Musterschreiben an die Firma richten, mit dem Sie die vermeintliche Forderung unter jedem rechtlich erheblichen Gesichtspunkt zurückweisen (Widerruf, Anfechtung wegen arglistiger Täuschung, Kündigung).

Nutzen Sie hierzu das Musterschreiben des Verbraucherschutzes auf der folgenden Seite, und zwar den "Musterbrief zur Abwehr unberechtigter Forderungen gegenüber Volljährigen", und versenden Sie das Schreiben als Einschreiben mit Rückschein:

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ129788269812327/link618091A.html

Im Übrigen gilt, dass Sie auf dem Formularbogen der Bundesnetzagentur das Häckchen setzen sollten, denn eine Strafbarkeit wegen versuchten Betruges liegt in diesen Fällen regelmäßig vor.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,

vielen Dank. In Textform habe ich mein Widerrufsrecht nicht erhalten, da ich ja nichts abgeholt habe und die vermeintliche Anruferin hat mir nur Ihren Namen genannt und Telefonnummer. Angeblich ein Verbraucherservice, doch habe keine Unterlagen über die Firma, nur Rufnummern. Im Netz habe ich ein bisschen gegoogelt, da wird genau vor diesen Nummern gewarnt.
Sie hat mir Ihrerseits mit rechtlichen Schritten gegen mich gedroht würde ich die Nachnahme nicht abholen.

Ich werde sowohl die Bundesnetzagentur als auch den Verbraucherschutz anschreiben.
Vielen Dank.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie gesagt, lassen Sie sich nicht beirren. Diese "Anbieter" arbeiten stets mit den gleichen Tricks und Methoden. Das Kerngeschäft dieser Branche ist die Verunsicherung der Opfer.

Sie sollten daher genauso vorgehen, wie Sie dies angedeutet haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt