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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Mir in D ist eine Erbschaft aus GB zugefallen, entfernte Verwandtschaft.

Kundenfrage

Mir in D ist eine Erbschaft aus GB zugefallen, entfernte Verwandtschaft. Welche Erbschaftssteuer fällt an?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

danke XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

bei dieser Konstellation fällt sowohl in D als auch in GB Erbschaftssteuer an. Nach § 21 ErbstG wird aber zum Teil die im Ausland bezahlte Steuer auf die deutsche Steuer angerechnet. Steuererklärung haben Sie aber in beiden Ländern einzureichen.

Die Steuersätze sind in § 19 Abs. 1 ErbstG und fangen bei 30 % an. Da Sie von einer entfernten Verwandschaft sprechen, unterliegen Sie dann voraussichtlich der Steuerklasse III und haben einen Freibetrag von 20.000 €.

Was für Steuer Sie in England zu bezahlen haben, müssen Sie bei eine dortigen Kollegen erfragen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte um die Akzeptierung meiner Antwort.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Steuersätze GB, Steuersätze D, Aufrechnung gegeneinander
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Steuersätze D:

Die Erbschaftsteuer wird nach folgenden Prozentsätzen erhoben:

Wert des steuerpflichtigen
Erwerbs
bis einschließlich
… Euro Prozentsatz in der Steuerklasse III
75 000 30
300 000 30
600 000 30
6 000 000 30
13 000 000 50
26 000 000 50
über 26 000 000 50

Steuersätze in GB kann ich Ihnen leider nicht nennen, da ich dort nicht zugelassen bin.

Ob die geleistete Zahlungen in GB angerechnet werden, hängt vom Art des Nachlasses. Wird Steuer z.B. aufgrund Guthaben von Bankkonten dort erhoben, kann diese nicht angerechnet werden.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das war leider nur Teil 1 der Frage/Antwort, bitte um teil 2 und 3.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Aufgrund Ihrer sehr geringen Angaben, ist es schwer möglich, hier eine für Sie befriedigende Antwort zu erteilen.

Die Höhe der in Deutschland anfallenden Erbschaftsteuer hat Ihnen der Kollege bereits erklärt.

In Großbritannien wird der Nachlass besteuert. Es gilt hier ein Freibetrag von 325.000 Pfund auf den gesamten Nachlass. Eine Erhöhung, die bereits für das Jahr 2010/2011 angekündigt wurde, wurde ausgesetzt. Der diesen Freibetrag übersteigende Nachlass ist sodann mit 40 % zu versteuern. Hier spielt das Verwandtschaftsverhältnis keine Rolle.

Übersteigt der gesamte Nachlass den vorstehenden Betrag nicht, fällt in UK keine Erbschaftsteuer an. Die Erbschaftsteuererklärungen ist in UK binnen 6 Monaten ab Tod des Erblasser entweder vom Verwalter oder vom Begünstigten einzureichen.

Fällt in UK Erbschaftsteuer an, so kann diese, wie vom Kollegen bereits beschrieben nach § 21 Erbschaftsteuergesetz angerechnet werden. Voraussetzung für eine Anrechnung ist § 121 Bewertungsgesetz.

Nur die Erbschaftsteuer, die auf Vermögensgegenstände nach § 121 Bewertungsgesetz, gezahlt wurde, findet die vorstehende Anrechnung statt.

http://norm.bverwg.de/jur.php?bewg,121

Hat der Erblasser ausschließlich Bank- bzw. Barguthaben hinterlassen, so findet keine Anrechnung statt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bedeutet das, dass bei reiner Bar-Hinterlassenschaft sowohl in GB als auch noch einmal in D die volle Erbschaftssteuer fällig wird ?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Soweit die Erbschaft in GB 325.000 Pfund insgesamt übersteigt, so ist der übersteigende Betrag mit 40 % zu versteuern. In GB wird wie gesagt der gesamte Nachlass als Einheit besteuert. Wenn also kein Nachlass über 325.000 Pfund vorliegt, fällt in GB keine Erbschaftsteuer an, sondern nur in Deutschland.

Übersteigt der gesamte Nachlass in GB den obigen Freibetrag so muss dort dann Erbschaftsteuer auf den übersteigenden Betrag in Höhe von 40 % bezahlt werden. In Deutschland müsste dann Ihr Erbanteil besteuert werden. Hier haben Sie einen Freibetrag von 20.000 €. Der darüberhinaus gehende Bertrag unterliegt dann der Erbschaftsteuer.
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.