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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich bin 2007 mit meiner Familie nach Norwegen ausgewandert

Kundenfrage

Ich bin 2007 mit meiner Familie nach Norwegen ausgewandert in der Hoffnung auf ein besseres Leben und das mich diese Probleme nich betreffen. Die Realität sieht nun leder so aus, daß ich seit längerem Krank geschrieben bin und meinen Beruf als Zimmerer nicht mehr ausüben kann. In Deutschland habe ich bei der AXA 12.2003 eine Berufsunfähig-keitsversicherung abgeschlossen und diese nun beantragt.
Degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen und die Kniegelenkserkrankung rechts sowie daraus resultierender Folgen bleiben bei der Beurteilung einer Berufsunfähigkeit unberücksichtigt. Krankgeschrieben bin ich auf Grund von Schäden link. Knie, Hüfte, Ellenbogengelenk,Schulter und das rechte Knie. Im Zuge der Leistungsprüfung hat die AXA nunmehr festgestellt, dass ich Beschwerden und diverse Behandlungen der li. Schulter in den Jahren
1999 bis Ende 2001 sowie die Verdachtsdiagnose einer chronischen ischämischen Herzkrankheit im Nov./Dez. 2000 nicht mitgeteilt haben. An diese Behandlungen habe ich mich erst wieder erinnert, als ich das Ärztliche Gutachten gelesen habe. Ich ging auch davon aus bei Vertragsabschluß, daß ich diese Behandlungen nicht mitzueilen brauche, wenn ich ca.2 Jahre Beschwerdefrei war oder ich habe einfach nicht mehr drann gedacht, oder vergessen, ich weiß es nicht mehr. Liegt schon zu lange zurück. Ist das grob fahrlässig oder vorsätzlich. Die AXA schreibt nun,: Davon aus- gehend, dass die o.g. Erkrankungen und Behandlungen vorsätzlich bzw. grob fahrlässig nicht angegeben wurden, berechtigt uns dies zur Anfechtung Ihrer Berufsunfähigkeits- versicherung 35486904 002 von Beginn an. Auf dem Wege der Kulanz bieten die AXA, bei Auflösung der Versicherung jedoch die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge von EUR 3.575,00 an. Damit erlischt die Versicherung ohne weitere Rechte und Ansprüche. Ein Ärztliches Gutachten liegt vor, aus dem hervorgeht, daß schädigungen links Knie, Hüfte und Ellenbogen nichts mit Wirbelsäulenerkrankung und Knie rechts zu tun haben. Desweitrem geht aus dem Gutachten herfor, das die schädigungen fortschreitend sind, auf Grund von vorzeitigem Knorpelverschleiß, fortschreitender Athrose und späterer Op des vorderen Kreutzbandes links.
Was kann ich machen bzw. was können Sie mir raten? Oder können Sie mir helfen in irgendeiner Form. Vielen Dank XXXXX XXXXX Mit freundlichen Gruß
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Ein vorsätzliches Verhalten liegt nach ihrer Schilderung nicht vor.

 

Dieses wäre dann der Fall, wenn Sie mit voller Absicht also bewusst falsche also unvollständige Angaben gemacht hätten. Dieses kann ich nach ihrer Schilderung aber nicht erkennen.

 

Die Frage ist, ob hier eine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Hierbei handelt es sich um eine Wertungsfrage, die im Streitfall vom zuständigen Richter zu beurteilen wäre. Sicherlich gibt es hier einen gewissen Ermessensspielraum.

 

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben die gesundheitlichen Beschwerden, wegen denen sie nun berufsunfähig sind ,nicht direkt etwas mit den aus Versehen verschwiegenen Beschwerden zu tun. Dieses ist ein wichtiger Ansatz für ihre Argumentation.

 

Es könnte argumentiert werden, dass auch wenn sie die Beschwerden angegeben hätten, es voraussichtlich in Bezug auf die tatsächlich eingetretenen gesundheitlichen Beschwerden aufgrund der verschwiegenen Beschwerden keine Leistungseinschränkungen gegeben hätte.

 

Da es hier einiges an Argumentationsspielraum gibt und es schließlich um einiges geht, sollten Sie nicht klein beigegeben.

 

Vielmehr sollten sie einen Fachanwalt für Versicherungsrecht vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und anschließend der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

 







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was muß ich als erstes machen? In einspruch gegen die Anfechtung gehen und wie lange läuft die Einspruchfrist?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat man ihnen hier ein Vergleichsangebot unterbreitet.

Dieses brauchen sie selbstverständlich nicht annehmen.

Eine gesetzliche Einspruchsfrist gibt es hier zwar grundsätzlich nicht, ich würde ihnen aber dennoch grundsätzlich empfehlen, rein vorsorglich schnellstmöglich Einspruch einzulegen (nachweisbar per Einschreiben) und mitzuteilen, dass sie umgehend einen im Versicherungsrecht erfahrenen Kollegen vor Ort beauftragen werden.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Ausführung, sie wahr sehr hilfreich. Dann werde ich mich mal von Norwegen nach Deutschland auf den Weg machen.

 

Mit freundlichem Gruß

 

René Graap

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr gern geschehen

MfG