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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26868
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, mein Sohn hat sich vor einiger Zeit bei einem Onlinespiel

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
mein Sohn hat sich vor einiger Zeit bei einem Onlinespiel angemeldet, nur unsere Einverständnisserklärung hatte er nicht. Dieses Spiel ist erst ab 18 Jahrun und wenn sich jüngere Kinder oder Jugendliche anmelden, geht man laut AGB davon aus das Eltern einverstanden sind und Prüft das nicht nach. Mein Sohn hat auch ein Konto mit einer Karte, die Karte braucht er allerdings für das Mittagessen in der Schule. Er hat aber nun ohne unser Wissen bei dem Onlinespiel die Spielewährung gekauft und von seinem Konto abbuchen lassen. Dadurch hat er, wie im "Kleingedruckten" steht, gleich ein Abo für die Spielewährung abgeschlossen. Hätte man hier nicht auch das Einverständniss der Eltern vorweisen müssen? Jedenfalls ist sein Konto leer und der Spieleanbieter besteht nun auf die Zahlung der Rückbuchung. Was können wir nun tun? Müssen wir Zahlen?
Unser Sohn hatte zwar das Girokonto, war aber nicht berechtigt Geld abbuchen zu lassen und er hatte auch nicht unsere Zustimmung für dieses Spiel.

Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr Dankbar.

Mit freundlichem Gruß
Marita Reinisch
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nein, Sie müssen nicht zahlen.

Soweit Ihr Sohn minderjährig ist, ist er nach § 106 BGB in seiner Geschäftsfähigkeit beschränkt.

Die Rechtsgeschäfte (Online-Spielvertrag) die er schließt sind schwebend unwirksam und werden nur dann wirksam, wenn Sie als Eltern diese Geschäfte genehmigen (§ 107 BGB).

Die von Ihnen genannten AGB ersetzen dabei nicht die Genehmigung durch Sie und sind wirkungslos, da die AGB allenfalls durch Ihren minderjährigen Sohn (unwirksam) akzeptiert wurden.

Also: Sie müssen nicht zahlen. Da das Rechtsgeschäft insgesamt unwirksam ist, haben Sie gegen den Betreiber einen Rückzahlungsanspruch in Höhe des abgebuchten Betrages.

Soweit die Zahlung durch Einzugsermächtigung erfolgt ist, sollten Sie widersprechen und das Geld zurückholen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt