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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

hallo, wann ist eine frist f r missbrauch an schutzbefohlenen

Kundenfrage

hallo,
wann ist eine frist für missbrauch an schutzbefohlenen verjährt.......auch wenn man heute erwachsen ist
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Die sogenannte Verfolgungsverjährung ist in § 78 StGB geregelt.

Die Verjährung schließt die Ahndung der Tat und die Anordnung von Maßnahmen aus.

Die Dauer der Verjährungsfrist richtet sich nach dem Strafmaß.

Der Missbrauch Schutzbefohlener ist in § 174 StGB sanktioniert. Das Strafmaß beträgt bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Demgemäß beträgt die Verfolgungsverjährungsfrist 5 Jahre.

Die Verjährung beginnt, sobald die Tat beendet ist.

Die Verjährung ruht bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres des Opfers. (§ 78 b StGB)

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
kann man das verfahren nach 15 jahren noch mal aufrollen und noch mal anzeige stellen das der täter seine strafe bekommt???....und was ist mit den leuten die falsch ausgesagt oder gar net ausgesagt haben....könnte man die personen auch zur rechenschafft ziehen ???bitte nicht mit § rumschmeissen davon hab ich keine ahnung .....bitte genau schreiben was sie meinen ...danke
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Leider wird man nach 15 Jahren nichts mehr machen können. Verfolgungsverjährung ist bereits eingetreten. Wie oben beschrieben, beträgt diese 5 Jahre.

Darüber hinaus ist vorliegend zu beachten, dass damals Ermittlungen aufgenommen worden, aber aufgrund von Zeugenaussagen, eine Nachweisführung nicht gelungen ist.

Auch hinsichtlich etwaiger Falschaussagen ist bereits Verfolgungsverjährung eingetreten, so dass gegen die etwaigen Zeugen nichts mehr unternommen werden kann.

Bedauerlicherweise wird sich in Ihrer Sache nichts mehr machen lassen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wozu gibt es gesetze wenn man nach jahren nichts mehr machen kann...nicht jeder kann über seinen schatten springen und so schnell sich der aufgabe stellen den täter bestrafen zu lassen ..............
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Gerade in Missbrauchsangelegenheiten wäre eine angemessene längere Verfolgungsverjährungsfrist angezeigt.

Auf der anderen Seite ist es meiner Ansicht nach wichtiger selbst einen Weg zu finden, mit dem Erlebten umzugehen und es zu verarbeiten. Natürlich, und das will ich keinesfalls verkennen, ist die Genugtuung einer Bestrafung des Täters, auch wichtig, aber eben nicht alles.

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