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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Folgender Sachverhalt Meine Tochter lebt in Scheidung und

Kundenfrage

Folgender Sachverhalt:
Meine Tochter lebt in Scheidung und hat diesbezüglich einen Anwalt kontaktiert. Die Kostenendabrechnung wurde unserer Meinung nach zu hoch ausgestellt. Es ist ein Betrag von knapp 6000,-€. Wegen dieser Rechnung wurde ein Gesprächstermin mit dem Anwalt vereinbart. Bei diesem Termin war ich (Vater und Polizist) anwesend.
Der Anwalt kannte die finanzielle Situation meiner Tochter, da Sie das erste Beratungsgespräch mit einem Beratungshilfeschein vom AG bezahlte. Meine Tochter ist chronisch krank und bezieht eine kleine Rente. Dies alles war dem Anwalt im Vorfeld bekannt. Dies nur zur Kenntnis. In der Scheidungsangelegenheit hat der Anwalt unserer Meinung nach einen zu hohen Streitwert bzw. Gegenstandwert zu Grunde gelegt. Er hat das Haus bzw. die Schulden die noch zu tilgen sind, mit zum Streitwert genommen, obwohl dies von Anfang an kein Streitpunkt war, weil meine Tochter alleine im Grundbuch eingetragen ist und auch die Raten zuvor alleine bezahlt hat.
Als meine Tochter schließlich die Rechnung von knapp 6000,-€ erhielt, war Sie natürlich entsetzt und geschockt.
Bei dem oben erwähnten Gespräch, bei dem es um die Rechnung ging, machte der Anwalt meiner Tochter schließlich den Vorschlag, er wäre auch mit 3000,-€ einverstanden, wenn sie diesen Betrag in bar zahlen würde.
Meine Tochter lässt sich jedoch nicht darauf ein, sondern will von der Anwaltskammer die Rechnung des RA prüfen lassen.
In dem Schreiben an die Kammer ist auch das Angebot von der Barzahlung erwähnt.
Nun meine entscheidende Frage:
Hat sich der Anwalt bei dem Angebot der Barzahlung bereits wegen versuchter Steuerhinterziehung strarbar gemacht?
Kann ich als Polizist wegen Strafvereitelung diesbezüglich belangt werden?
Meine Tochter und ich wollen nicht, dass ein solches Verhalten toleriert wird, deshalb wendet sie sich auch an die Anwaltskammer, um eine faire Rechnung zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Meurer
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Das Angebot, den Rechnungsbetrag auf die Hälfte zu reduzieren und in bar in Empfang zu nehmen zu wollen, stellt für sich ohne weitere konkrete Anhaltspunkt weder den Versuch einer Steuerhinterziehung dar, noch erfüllt dies einen anderen Straftatbestand.

Natürlich liegt die Vermutung nahe, aber eine Vermutung reicht nicht aus.

Insofern können auch Sie nicht wegen einer etwaigen Strafvereitelung zur Verantwortung gezogen werden.

Im Übrigen ist es sicherlich richtig, sich wegen der Rechnung an die Kammer zu wenden, damit eine Prüfung stattfinden kann.

Der Anwalt wird dort auf Ihre Beschwerde hin, den Sachverhalt schriftlich darstellen und sich erklären müssen, insbesondere wegen der in Insatz gebrachten Streitwerte und Gebührenansätze.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

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