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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2879
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Gehoert ein Erbe, dass waehrend der Ehe erhalten wurde sowohl

Kundenfrage

Gehoert ein Erbe, dass waehrend der Ehe erhalten wurde sowohl ins Anfangs- wie auch ins Endvermoegen? Welches Gesetz besagt dies?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

§ 1374 II BGB ordnet während der Zugewinngemeinschaft erlangte Erbschaften dem Anfangsvermögen zu.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1374.html

 

Soweit die Erbschaft bzw. die Schenkung bei Beendigung der Ehe noch vorhanden ist, wird ihr Wert auch beim Endvermögen berücksichtigt.

 

Dies ergibt sich aus § 1375 I BGB ohne explizit erwähnt zu sein.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1375.html

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Olaf Götz und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Noch eine Frage: man kann dann also verlangen, dass der Partner, der die Erbschaft erhalten hat nachweist, was er damit gemacht hat um so den verbleibenden Betrag dem Endvermoegen zuzurechnen?

Gibt es ein dementsprechendes Urteil? Vielen Dank !

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der Ehegatte, der den Zugewinnausgleich verlangt, trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Höhe der Ausgleichsforderung.

 

Er muss sein eigenes Endvermögen sowie das Endvermögen des anderen Ehegatten nachweisen. Er trägt damit nicht nur die Beweislast für die Aktiva des Endvermögens des Verpflichteten sondern auch dafür, dass dieser keine Verbindlichkeiten hat.

 

Der in Anspruch genommene Ehegatte muss nur substantiiert die Verbindlichkeiten vortragen und die hierfür sprechenden Tatsachen und Umstände darlegen.

 

Es handelt sich hierbei um eine allgemeine Beweislastregel (derjenige, der fordert, muss darlehen und beweisen), so dass es nicht weiter führt, dies durch ein beliebiges Urteil zu belegen. Aber auch der BGH hat das schon einmal entschieden: BGH NJW 1987, 321).

 

Wichtig ist zu wissen, dass das Anfangsvermögen nicht bewiesen werden muss, da gem. § 1377 III BGB gesetzlich vermutet wird, dass das Endvermögen den Zugewinn darstellt. Hier müsste also die Gegenseite darlegen und notfalls beweisen.

 

Ferner sollte bedacht werden, dass spätere Erbschaften vor Anrechnung auf das Anfangsvermögen zuvor entsprechend abgezinst werden müssen und so das Anfangsvermögen nicht so stark erhöhen wie vielleicht anfangs gedacht.

 

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte entschuldigen Sie aber dies war nicht die Frage. Es geht mir darum ob es wirklich eindeutig ist, dass ein Erbe auch dem Endvermoegen zugerechnet wird (bzw. was davon noch uebrig ist). Ich habe naemlich von meiner Anwaeltin gehoert, dass dies nicht der Fall ist: sie behauptete Erbschaften gehoerten nur ins Anfangs- nicht aber ins Endvermoegen!
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Erbschaften werden nur dann zum Anfangs- und Endvermögen gezählt, wenn sie höchstpersönlich sind. Wenn Sie z.B. aufgrund eines Testaments beide geerbt haben, gilt das natürlich nicht.

 

Die Aussage der Anwältin kann ich so nicht nachvollziehen. Ggf. hat ein Kollege hierzu eine Idee.

 

Gruß

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