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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

wenn mann nach 20 Jahren Ehe sich scheiden lassen m chte, welche

Kundenfrage

wenn mann nach 20 Jahren Ehe sich scheiden lassen möchte, welche Fianzielle lage -kuz und langfristig- würde sich ergeben?

zur Sachlage:
- 23 Jahre Ehe, noch nicht in Trennung
-Ehemann voll berufstätig
-Eherau voll berufstätig
- ein gemeinsames Kind: 6 Jahre

Die Fragestellung geht insbesondere in die Richtung, was passiert wenn die Frau nicht mehr vollzeit berufstätig sein kann -weil z.b. der Sohn in der Schule unterstüzt werden muss- und nicht mehr das Geld verdienen kann was bis jetzt der Fall war? Wer zahl für wen, wann (welche Bedingung) und wie viel?
Welche bedingungen müssen erfolgt sein um Alleinige Sorgerecht als Frau fürs Kind zu bekommen ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Da Sie als Kindesmutter bereits vollschichtig wieder tätig sind, ist es durchaus nicht so einfach einen Betreuungsunterhaltsanspruch durchzusetzen. Hier müsste dezidiert dargelegt werden, dass Ihr Kind einer besonderer Unterstützung bedarf, die es notwendig macht, dass Sie Ihr Arbeitstätigkeit und Ihr Einkommen damit reduzieren. Bis zum Ende der Grundschule kann dann ein Betreuungsunterhalt durchaus durchgesetzt werden, wenn wie oben beschrieben, besonderer Betreuungsbedarf für das Kind besteht.

Wenn das Einkommen unterschiedlich hoch ist, haben Sie aber durchaus insbesondere während der Trennung und aufgrund der Ehe auch nach der Scheidung für einen begrenzten Zeitraum einen Anspruch auf Aufstockungsunterhalt.

Hier wird das jeweilige unterhaltsrechtlich relevante Einkommen ermittelt, d.h. das durchschnittliche Einkommen anhand der letzten 12 Monate errechnet und sodann um berufsbedingte Aufwendungen und Altersvorsorge bereinigt. Von der Einkommensdifferenz steht demjenigen Ehegatten, der das geringere Einkommen erzielt, dann vereinfacht 3/7 davon zu.

Eine konkrete Unterhaltsberechnung kann nur anhand von Zahlen und nach Einsicht in die Einkommensunterlagen vorgenommen werden.

Das alleinige Sorgegerecht wird einem Elternteil alleine nur dann übertragen, wenn das Kindeswohl in hohem Maße gefährdet ist. Dies ist ausgesprochen selten der Fall. Wenn der Kindesvater aber auf die Ausübung der alleinigen Sorge verzichtet und einem entsprechenden Antrag Ihrerseits zustimmt, wird Ihnen das Familiengericht die alleinige Sorge übertragen.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen. Wenn etwas unklar geblieben sein sollte, fragen Sie bitte nach.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Hr. Rösemeier,

 

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich hätte hier noch weitere Fragen, wäre sehr nett wenn Sie diese auch beantworten könnten.

 

- Ab wann gilt ein Kind, als Kind, das 'besondere Unterstützung benötigt' ? Müssen hier Kranheiten vorliegen? Vor allem wer entscheidet darüber, Schule, Arzt, irgend ein Amt ?

 

- Sollte das Kind nicht in diese Kategorie fallen, sondern nur einfach eins sein, das nicht nur ausschließlich von Betreuungspersonen betreut werden wollte, sondern auch mit Mama Zeit verbringen möchte, dann muss dafür die Mama kürzer treten und auf Gehalt verzichten, das nicht ausgeglichen wird. Ist diese Behauptung richtig?

 

- Zitat: "Wenn das Einkommen unterschiedlich hoch ist .... haben durchaus für einen begrenzten Zeitraum Anspruch auf Aufstockungsgehalt". Wann ist das der Fall, welche Bedingungen müssen hier vorliegen? Wie lange würde das gelten?

 

- Mir ist nicht klar, welche Rentenansprüche mir generell zustehen würden -unabhängig von der Situation, dass ich ev. kürzer arbeiten soll ?

 

Ich war schon immer Vollzeit berufstätig, schon wenige Monate nach der Entbindung 'stand ich wieder auf der Matte'. Wir beide sind im angestellten Verhältnis, er bei einer mittel großen Firma, ich bei einem größeren Arbeitgeber. Er verdient mehr, hat auch Bonuszahlungen und bekommt von seinem Arbeitgeber auch priv. Rentenversorgung z.B. als arbeitgeberseitige Einzahlung in eine Lebensversicherung.

 

Wie sieht generell in diesen Fällen der gegenseitige Ausgleich aus?

 

- Spielt es bei Unterhalsansrüchen der Grund der Scheidung eine Rolle ?

 

Mit freundlichen Grüßen,

die Fragende

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung.

Einen festen Status gibt es nicht für die besondere Unterstützung eines Kindes. Sicherlich sollte hier eine Erkrankung oder "Lernbehinderung" vorliegen, um einen solchen Bedarf zu begründen. Es sind grundsätzlich Einzelfallentscheidungen. Da die Ehefrau aber bereits jetzt in Vollzeit tätig ist, wird es schwer hier einen Betreuungsunterhalt unter Herabsetzung der Arbeitszeit zu realisieren. Letztendlich entscheidet das Familiengericht darüber, ob ein besonderer Betreuungsbedarf besteht.

Wenn ein Betreuungsunterhalt ausgeschlossen werden kann, dann ist die Ehefrau auch mit gekürztem Einkommen so zu stellen, als wäre sie vollschichtig tätig.

Bei unterschiedlichem Einkommen steht während der Trennungszeit in jedem Fall dann noch ein Aufstockungsunterhalt zur Seite. Nachehelich dürfte bei einer 20jährigen Ehe wohl ein Aufstockungsunterhalt von etwa 4 bis 5 Jahren bestehen. Dies hängt aber auch davon ab, welche ehebedingten Nachteile Sie durch die Geburt des Kindes und der Erziehungszeiten hatten.

Im Rahmen des Scheidungsverfahrens würde der Versorgungsausgleich durchgeführt werden. Hier werden die während der Ehezeit erwirtschafteten Rentenanwartschaften ausgeglichen. Derjenige Ehegatte, der die höheren Anwartschaften erzielt hat, muss dem anderen Ehegatten von dem Mehrbetrag die Hälfte ausgleichen.

An der privaten Altersvorsorge und der Betriebsrente werden Sie ebenfalls beteiligt.

Das Schuldprinizip ist seit langem abgeschafft worden. Der Grund der Scheidung spielt daher für den Unterhalt keinerlei Rolle.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Hr Rösemeier,

 

vielen Dank für Ihre Antwort, die Antworten sind sehr wertvoll, und helfen mir bei meiner zukünftigen Entscheidung.

Nur noch eine letzte Frage: Was ist für mich finanzeill günstiger:

- wenn ich vor der Scheidung nicht mehr Vollzeit, sondern nur Teilzeit z.B. 25 Std. arbeite und dann Ansprüche auf meinen Vollzeitgehaltsausgleich geltend mache ?

oder

- bei Vollzeitbeschäftigung mit Vollzeitgehalt mich scheiden lasse und dann auf verkürtzte Arbeitzeit gehe ?

 

Mit freundlichen Grüßen,

die Fragende

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

leider kommt weder die eine noch die andere Variante in Frage, da dies, wenn keine gesundheitlichen Gründe oder andere gewichtige Umstände vorgetragen werden können, unterhaltsrechtlich negativ ausgelegt werden wird.

Eine unbegründete oder gar mutwillige Einkommensreduktion zieht die Inansatzbringung eines fiktiven, also erzielbaren Einkommens nach sich. Es begründet sich damit kein höherer Unterhaltsanspruch.



Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielne Dank!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen.

Ich wünschen Ihnen noch einen angenehmen Sonntag.

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