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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3335
Erfahrung:  Rechtsanwalt in Berlin
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Meine Schwester hat ein Grundst ck mit Haus geerbt. Im Erbvertrag

Kundenfrage

Meine Schwester hat ein Grundstück mit Haus geerbt. Im Erbvertrag war geregelt, das sie für mich von diesem Grundstück einen Bauplatz von 600 m2 abtrennen muß. Sie hat aber alles sofort verkauft. Im Grundbuch steht sie als Erbfolgerin. Ich kann nur den Nachweis, das ein Grundstücksanteil davon mir gehört, nur über den Erbvertrag bringen. Mein Anwalt ist der Ansicht, das ich jetzt nur noch Anspruch auf den Grundstückswert und Schadenersatz habe. Das Grundstück ist aber Familienbesitz gewesen. Gibt es eine Möglichkeit für mich, dieses wieder zu bekommen, obwohl es bereits verkauft wurde? Muß sich der Notar nicht vergewissern, das es im Testament, Erbvertrag, Erbschein o. ä. noch weitere Erben existieren, oder reicht das Grundbuch? Ich wurde dort mit meinem Grundstücksanspruch nicht vermerkt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RARobertWeber hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Leider ist Ihrem Anwalt rechtzugeben. Sie haben nicht Anspruch auf einen Teil des Grundstückes, Sie haben nur Anspruch darauf, daß Ihre Schwester einen Teil des Grundstückes abtrennt und an Sie zur Bebauung abgibt. Das ist ein kleiner, aber juristisch entscheidender Unterschied!

Daher haben Sie keine Möglichkeit, das Grundstück selbst zurückzubekommen, es sei denn, Sie kaufen es den jetzigen Eigentümern ab.

Der Notar, der den Verkauf durchführte, mußte sich nicht vergewissern. Seine Aufgabe war die Durchführung des Kaufvertrages, nicht die Wahrung Ihrer Interessen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben und bedanke mich im Voraus für die freundliche Akzeptierung. Sie akzeptieren die Antwort durch Anklicken des grünen Feldes.
Die eingestellte Antwort steht unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Akzeptierung. Die Erbringung unentgeltlicher Rechtsberatung ist in Deutschland nach zwingendem Recht nicht gestattet.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.