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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16455
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Mein Sohn geboren Dezember 1991 m chte nach Mittlerer Reife

Kundenfrage

Mein Sohn geboren Dezember 1991 möchte nach Mittlerer Reife (Unterhalt von Vater erhalten) und Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker (kein Unterhalt von Vater erhalten) weiter auf die Schule gehen und die Fachhochschulreife bzw. Abitur evtl. abzuschließen. Vater auf Unterhalt angesprochen sagt, dass er seit er 18 J. ist dazu nicht mehr verpflichtet ist und ihm nur noch ein Taschengeld seines Ermessens von 200 Euro pro Monat überweisen will.
Meine Tochter geboren März 1993 hat nach der Mittleren Reife eine weiterführende Schule (Sozialbereich) besucht, diese dann im Jan. 2011 abgebrochen und gejobbt. Sie besucht ab September d. J. eine kaufm. weiterführende Schule. Auch hier dasselbe Statement, sie erhält lediglich 200 Euro pro Monat, und wenn sie beide mehr möchten, müßten sie dies bei ihm einklagen.
Meine Frage dazu ist, ob dies rechtlich in Ordnung ist, weil ich als Mutter davon ausgegangen bin, dass sie bei weiterführenden Schulbesuchen Unterhalt erhalten. Die Kinder leben beide bei mir.
Ch. Gündera-Döser
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Volljährige Kinder sind grundsätzlicch für ihren Unterhalt selbst verantwortlich.



Eine Ausnahme ist aber insoweit zu machen, als Eltern ihren Kindern eine angemessene, ihren Begabungen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung schulden.



Bei einer Zweitausbildung ist jedoch zu beachten:


Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf eine ( fachfremde ) Zweitausbildung, da die Eltern ihre Unterhaltspflicht mit der Finanzierung einer Ausbildung bereits erfüllt haben.( BGH FamRZ 1977, 626 )


Ausnahmen bestehen dann, wenn:



die erste Ausbildung auf einer Fehleinschätzung der Begabung des Kindes beruhte


die Eltern darauf bestanden haben, trotz falscher Berufswahl eine begonnene Ausbildung fortzusetzen


der zunächst erlernte Beruf aus Gründen, die nicht vorhersehbar waren keine angemessene Lebensgrundlage bildet


Der Wechsel der Ausbildung auf sachlichen Gründen beruht ( ZB. gesundheitliche Gründe)


Bei Ihrem Sohn ist es leider so, dass die Ausbildung fachfremd ist.

Es handelt sich um eine Zeitausbildung die ,wenn keiner der von mir oaben angeführten Fälle eingreift der Vater nicht finanzieren muss.





Bei Ihrer Tochter wird es darauf ankommen, wann und warum die erste Schule abgebrochen wurde.


Erfolgt der Abbruch in der ersten Hälfte der Ausbidung erfolgt er innerhalb einer Orientierungsphase, die dem Auszubildenden zuzubilligen ist und lässt den Unterhaltsanspruch nicht entfallen.



Erfolgt er aber in der zweiten Hälfte der Ausbildung und sind die Eltern damit nicht einverstanden und liegt keiner der oben genannten Gründe vor, entfällt der Unterhaltsanspruch.


Selbst wenn ein Anspruch gegeben ist, ist zu beachten, dass beim Volljährigen die Eltern anteilig je anch Einkommen haften, wobei derjenige, der die Kinder bei sich wohnen hat seinen Anteil am Unterhalt durch die Gewährung von kostenloser Kost und logis erfpüllt.





Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.




Mit freundlichen Grüßen




Rechtsanwältin



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke vielmals




Ich hoffe, Ihnen eine erste





Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,




Vielen Dank für die freundliche Akzeptierung und Ihnen und den Kindern alles Gute !

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