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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

ICh habe mich bei einem Hochzeitsplaner seminar angemeldet,

Kundenfrage

ICh habe mich bei einem Hochzeitsplaner seminar angemeldet, habe eine rechnung gekriegt die ich noch nicht bezahlt habe. Jetzt ist mir etwas dazwischen gekommen und ich kann an diesem LEhrgang nicht teilnehmen auf anfrage ob man es verschieben oder auflösen kann. Kam nur die antwort ich muss die volle summe von 4500 € trotzdem bezahlen. In den AGBs steht
4 Kündigungsfristen / Fälligkeit / Zahlungsmodalitäten
Die Höhe des Teilnahmebetrages ist auf der Internetseite öffentlich ersichtlich
(www.hochzeitsplaner-ausbildung.de). Dieser Betrag versteht sich pro Person und bezieht sich auf
das entsprechende Datum der angemeldeten Seminarreihe. Im Teilnahmebetrag sind enthalten:
Lehrmaterial, Getränke während des Unterrichts. Der Teilnahmebetrag ist in vollem Umfang nach
Erhalt der Rechnung sofort fällig. Bei einer Kündigung oder bei Nichterscheinen oder Stornierung des
Teilnehmers ist der gesamte Teilnahmebetrag fällig. Dies gilt auch bei passiver Teilnahme/Mitarbeit
am Fernlehrgang.
4a Außerordentliches Kündigungsrecht des VA aus wichtigem Grund
- bei Nichtzahlung
- bei Störungen des Unterrichts, nach Ermahnung
Was soll ich machen?? Ich will keine schwierigkeiten mit dem gericht haben.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Es handelt aus rechtlicher Sicht im Wesentlichen um einen sogenannten Werkvertrag ( § 631 ff. ).

Problem ist hier, dass nach § 649 BGB der Unternehmer trotz Kündigung oder Rücktritt vom Vertrag seinen Vergütungsanspruch nicht verliert. Er muss sich jedoch die ersparten Aufwendungen anrechnen lassen.

Vorliegend dürften jedenfalls Getränke und möglicherweise auch Lehrmaterial eingespart sein, wenn Sie kündigen, so dass nicht die volle Summe verlangt werden kann.

Es wird sich bei realistischer Betrachtung allerdings nur eine geringfügige Minderung erlangen lassen.

Sie sollten also überlegen, ob Sie den Lehrgang ggf. zu einem späteren Zeitpunkt antreten und hierüber mit dem Anbieter eine Vereinbarung auch über die Stundung der Rechnung treffen.

Wenn Sie gar nicht mehr teilnehmen wollen. können Sie nur versuchen, Verhandlungen über eine angemessene Reduktion der Forderung aufzunehmen, um zu vermeiden, sich einer Klage auszusetzen.

Erfahrungsgemäß läßt sich eine angemessene Reduzierung erreichen und meist auch eine angemessene Ratenzahlung.



Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Leider wurde mir schon bestätigt das ich den lehrgang nicht verschieben kann. Und wenn ich nicht tue was passiert dann? ICh habe nur die rechnung gekriegt und nichts mehr anderes, mir wurde gesagt das ich schon bei der IHK angemeldet bin. Was ist mit der klausel im AGB 4a???
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Eine Verschiebung muss sich aushandeln lassen. Seien Sie hartnäckig und bestehen Sie darauf. Andernfalls wäre die Seriösität des Anbieters in Frage zu stellen.

Dies hat auch nichts mit der Anmeldung bei der IHK zu tun.

Die Klausel 4a regelt nur das außerordentliche Kündigungsrecht des Anbieters, denn dieser kann nicht so einfach kündigen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
danke
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Bitte schön und viel Erfolg.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Darf ich noch höflichst an das Akzeptieren erinnern.

Vielen Dank-
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

leider kann ich Ihre Antwort nicht akzeptieren, da sie mir nichts über den § 355 bgb erzählt haben.

Das heißt ich habe es telefonisch gemacht und deshalb tritt das gesetz in kraft und ich muss nicht bezahlen auch wenn die AGB´s anders sind.

Es tut mir leid. Mich hat aber ein anderer Anwalt drauf aufmerksam wegen den paragrafen.

Mit freundlichem Gruß,

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zur Ihrer Anfrage möchte ich gern wie folgt Stellung nehmen:

Der Kollege hat schon soweit zutreffend ausgeführt. Daher möchte ich nur ergänzen.

Der Vertrag wurde also fernmündlich geschlossen.

Dann steht Ihnen ein Widerrufsrecht nach den §§ 312 ff. und 355 ff. BGB zu.

Sie konnten daher den fernmündlich geschlossenen Vertrag binnen 14 Tagen widerrufen.

Haben Sie das gemacht?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

danke aber diese Paragrafen habe ich auch schon selber herausgefunden. Deshalb kann ich Ihre antwort auch nicht akzeptieren.

Sorry.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Leider haen Sie es eingangs versäumt, darauf hinzuweisen, dass der Vertragsschluss fernmündlich erfolgt ist.

Die Experten auf dieser Seite können keine Gedanken lesen und sind daher darauf angewiesen, dass man ihnen VOLLSTÄNDIGE Informationen gibt.

Also erneut meine Frage: Haben Sie binnen 14 Tagen den Widerruf erklärt?

Falls ja, ist der Vertrag hinfällig.

Falls nein, kommen Sie auch nicht mehr aus dem Vertrag raus.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ja habe ich durch eine rechtsanwalt.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank.

Dann ist der Vertrag nichtig und Sie müssen nicht bezahlen.

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