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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6179
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, habe ab dem 01.09.2011 von einem sehr guten Unternehmen, einen befristeten Arbeitsvertrag für 18 Monate angeboten bekommen (lt. §14 Absatz 2 TzBfG). Es ist natürlich mein Wunsch und ich werde alles daran setzen, nach dieser Zeit einen unbefristeten Vertrag zu bekommen. Die Option der möglichen Verlängerung nach diesen 18 Monaten steht aber nicht schriftlich im Arbeitsvertrag (?). Deshalb folgende Fragen an Sie: 1. Besteht bei Zufriedenheit des Arbeitgebers, trotzdem die Möglichkeit, den Arbeitsvertrag nach den 18 Monaten auf unbefristet zu verlängern? 2. Werde ich trotz Zufriedenheit, immer wieder "nur" einen neuen befristeten Arbeitsvertrag bekommen? 3. Gibt es einen bestimmten Grund den Arbeitsvertrag zu befristen. Hat mein Alter damit zu tun? Vielen Dank für Ihr Bemühen und freundliche Grüsse!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr,

grundsätzlich besteht für den Arbeitgeber die Möglichkeit einen Arbeitsvertrag ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes für die Dauer von max. 2 Jahren zu befristen. Dies bedeutet, dass nach Ablauf der Befristung die Möglichkeit bestünde, einen weiteren befristeten Arbeitsvertrag mit Ihnen zu schließen.

Waren Sie bei Beginn der Befristung bereits 52 Jahre alt und mindestens 4 Monate erwerbslos ist eine Befristung sogar bis zu 5 Jahren zulässig. Innerhalb dieser 5 Jahre ist eine mehrfache Befristung möglich.

Dies bedeutete, dass Ihr Arbeitgeber die grundsätzliche Möglichkeit hat nach Ablauf der Befristung einen weiteren befristeten Arbeitsvertrag mit Ihnen zu schließen. Einen speziellen Grund für die Befristung muss er dabei nicht haben.


Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]
S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Grass,

 

vielen Dank für die rasche und sehr gute Antwort!

 

Ich habe noch eine Frage und zwar zum Thema "Selbständigkeit" bzw. Nebenbeschäftigung. Seit August 2009 habe ich selbständig gearbeitet - leider nicht sehr erfolgreich - und habe mich deshalb wieder für eine Festanstellung entschlossen. Lt. den Arbeitsvertrag, darf ich keinerlei Nebenbeschäftigungen ausführen.

 

Deshalb meine Fragen:

 

1. Darf ich aus Gründen der Sicherheit, meine Selbständigkeit als Nebengewerbe angemeldet laufen lassen?

 

2. Darf ich meine Website http://www.certilus.de behalten oder muss ich diese entfernen?

 

3. Muss ich alle Aktivitäten meiner Selbständigkeit ab dem Tag der Unterzeichnung meines Arbeitsvertrages, vollständig beenden?

 

Lauf ich Gefahr, bei Beibehalt eines Nebengewerbes eine fristlose Kündigung zu provizieren, obwohl ich keinen zeitlichen Aufwand habe, sondern zu 100% für das neue Unternehmen arbeiten will!

 

Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüsse

K.H.Groinig

 

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr,

Falls der Arbeitsvertrag oder in einem auf das Arbeitsverhältnis anwendbaren Tarifvertrag keine Regelung über Nebentätigkeiten enthält, sind Nebentätigkeiten grundsätzlich erlaubt, und zwar auch ohne eine ausdrückliche Genehmigung des Arbeitgebers.Dies folgt aus dem Grundsatz, dass der Arbeitnehmer in seiner Freizeit grundsätzlich machen kann, was er möchte.Unzulässig wird eine solche Nebentätigkeit aber dann, wenn deren Ausübung die Ausübung der Hauptbeschäftigung gefährdet.

Um nicht die Gefahr einer Sanktion des Arbeitgebers ausgesetzt zu sein, sollten Sie Ihr Anliegen bzgl. der Nebenbeschäftigung ansprechen und abklären.

Der alleinige Erhalt der Internetseite, ohne dass Sie Tätigkeiten ausführen kann Ihnen nicht untersagt werden. Allerdings kann es diesbezüglich zu Missverständnissen kommen, die sich durch ein Gespräch mit dem AG vermeiden lassen.

Ob eine Ausübung einer nicht genehmigten NT zu einer Kündigung führt hängt davon ab, wie gravierend der damit verbundene Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten ist.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]

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