So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Schröter.
RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7709
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Schröter ist jetzt online.

Hallo, mein Sohn hat eine Eigentumswohnung in einem eingeschossigen

Kundenfrage

Hallo,

mein Sohn hat eine Eigentumswohnung in einem eingeschossigen Haus (4 Wohnungen, Whg. in der Mitte, links) gekauft. Der Aufgang zum Dachgeschoß, welches ausgebaut werden soll, liegt in einem Abstellraum, der sich in die daneben befindliche Wohnung erstreckt, von der ansonsten geraden Wohnungswand in die andere Wohnung hineinragt.
Entsprechend verläuft die Eigentumsgrenze auf dem Dachboden.
Als mein Sohn nach der Umschreibung mit dem Dachbodenausbau beginnen wollte, legte die andere Partei einen vor ca. 3 Jahren zwischen der anderen Partei und der Verkäuferin geschlossenen schriftlichen Vertrag, der unwiderruflich ist, vor, nachdem die Verkäuferin den Bereich des Dachbodens oberhalb der Abstellkammer meines Sohnes, an die andere Partei abgetreten und zur alleinigen Nutzung übergeben hat. Die andere Partei wollte dadurch einen geraden Wohnungsgrenzverlauf (ohne Einschnitt) im Dachbodenbereich für sich wegen des eigenen Ausbaus erreichen.
Meinem Sohn wird dadurch jegliche Möglichkeit genommen, seinen Dachbodenbereich überhaupt zu erreichen. Eine andere Möglichkeit oder Aufgang gibt es nicht.
Dieses war vorher nicht bekannt.
Mein Sohn liegt jetzt im Rechtsstreit mit der anderen Partei, die den Dachbodenbereich über der Abstellkammer für sich beansprucht, so daß die Wohnung meines Sohnes jetzt schon seit Monaten ungenutzt leer steht, da kein Ausgang abzusehen ist, die Kosten aber weiter laufen.
Der Rechtsanwalt meines Sohnes schätzt die Aussicht, den Notarvertrag mit positivem Ausgang für meinen Sohn, als gering ein, wobei mir mein Gefühl sagt, daß die Rechtslage hier doch eindeutig sein müsste???


Für eine kurze Antwort und Einschätzung wäre ich sehr dankbar,

mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Meier
Bernshuck 21, 46519 Alpen

Grundrisse etc. zur Verdeutlichung könnten nachgereicht werden
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Meier,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und von Ihnen akzeptiert.

Aus meiner Sicht sind die Chancen Ihres Sohnes nicht so schlecht. Die Verlegung der grenze kann nicht ohne Änderung der teilungserklärung erfolgen und hierfür ist die Zustimmung aller Eigentümer erforderlich. Soweit also eine notarielle Änderung der Eigentumsgrenzen in bezug auf die teilungserklärung aber auch im Verhältnis zu den beiden Nachbarn nicht erfolgt ist, sehe ich die Begradigung der Grenze nicht als vollzogen an, so dass es bei der vertraglichen und ursprünglichen Dachbodengrenze bleibt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Viele Grüße

RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Meine Frage ging eigentlich in die Richtung, ob mein Sohn aufgrund der jetzigen Widrigkeiten den Kaufvertrag anfechten kann, weil er ihn nie abgeschlossen hätte, hätte er vorher von diesem Vertrag und den damit verbundenen Problemen gewußt.

 

Sollte diese Frage kostenfrei sein, so bitte ich um kurze Beantwortung, sollte ich dafür nochmals 60,-€ bezahlen müssen, bitte ich sie als gegenstandslos zu betrachten und würde die übermittelte Antwort akzeptieren.

 

mit freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Meier

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es handelt sich um eine schriftliche Vereinbarung, die für Ihren Sohn nicht verbindlich ist, da keine Umsetzung im Grundbuch und der Teilungserklärung erfolgte. Offenbar hat der Verkäufer diese Vereinbarung Ihrem Sohn vorenthalten.

Zur weiteren Vorgehensweise empfehle ich zunächst das Nutzungsrecht für den überlassenen Dachbodenteil zu widerrufen und auf eine Nutzung entsprechend der Teilungserklärung und der grundbuchrechtlichen Situation zu bestehen. Gleichermaßen kündigt Ihr Sohn gegenüber dem Verkäufer an, dass er ihn Schadensersatzpflichtig macht, inbesondere für die Kosten eines möglichen Rechtsstreites. Rein hilfsweise sollte er ankündigen, dass er bei einem Bestand dieser Vereinbarung hinsichtlich des Dachbodens von dem Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung zurücktritt.

Viele Grüße

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz