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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Mein Sohn wird 20 Jahre und lebt bei der Mutter. Seit Mai ist

Kundenfrage

Mein Sohn wird 20 Jahre und lebt bei der Mutter. Seit Mai ist er fertig mit der Schule und möchte nächstes Jahr mit dem Studium beginnen. Wieviel Unterhaltsanspruch hat er von mir? Mein Verdienst ist ca 1700 € der meiner Ex Frau ca 1200 €
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:








Bitte teilen Sie mir mit, ob ihr Sohn zurzeit arbeitet und was er gegebenenfalls verdient beziehungsweise ob er sonstige Einnahmen hat.










Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241





Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Momentan arbeitet er nicht.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

In Ihrem Fall stellt sich die Frage, ob Ihr Sohn (zur Zeit) überhaupt noch unterhaltsberechtigt ist.

Grundsätzlich muss ein volljähriges Kind für seinen Lebensunterhalt selber aufkommen. Hiervon gibt es aber eine Ausnahme und zwar dann, wenn sich das Kind in einer Ausbildung befindet beziehungsweise alle möglichen Anstrengungen unternimmt, um einen Ausbildungsplatz/ Studium oder Ähnliches zu finden.

Ein volljähriges Kind hat nämlich eine so genannte gesteigerte Erwerbsobliegenheit.

Dies bedeutet, dass das volljährige Kind sich anstrengen muss, um eine Ausbildungsstelle beziehungsweise eine Arbeit zu finden. Bemüht sich das unterhaltsberechtigte Kind über längere Zeit nicht in dem erforderlichen Umfang, so kann der Unterhaltsanspruch sogar vollständig wegfallen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, befindet sich ihr Sohn gerade zwischen dem Abitur und dem Studium also sozusagen in einer Übergangsphase.

Die überwiegende Rechtsprechung billigt dem unterhaltsberechtigten Kind in einem solchen Fall einen Unterhaltsanspruch von maximal drei Monaten zu.

Nach diesen drei Monaten gilt das, was ich oben aufgeführt habe. Dementsprechend müsse sich das Kinder nach diesen drei Monaten grundsätzlich eine angemessene Arbeitsstelle suchen und sich hierum bemühen.

Sofern Ihr Sohn keine Arbeitsstelle findet, besteht ein Unterhaltsanspruch nur dann, sofern das Kind sich ernsthaft bemüht und diese Bemühungen auch durch eine ausreichende Anzahl an Bewerbungen (mindestens fünf im Monat) nachweisen kann.

Sollte dieses nicht der Fall sein, besteht auch kein Unterhaltsanspruch.

Nun aber zur Höhe des Unterhaltsanspruchs:

Da ich die gesamte finanzielle Situation von Ihnen sowie der Mutter nicht kenne,ist lediglich eine grobe Berechnung möglich.

Auszugehen ist von dem gesamten unterhaltsrelevanten bereinigten Familieneinkommen.

Um dieses zu ermitteln müsste man von ihrem Nettoeinkommen noch die berufsbedingten Aufwendungen (sofern sie beide berufstätig sind) in Höhe von pauschal 5 % abziehen.

Bei ihnen landet man dann circa bei einem Nettoeinkommen von 1615 €, bei Ihrer Frau bei circa 1140 €.

Es ist also von einem gesamten unterhaltsrelevanten Familieneinkommen in Höhe von 2755 € auszugehen.

Nach der Düsseldorfer Tabelle hätte ihr Sohn demnach einen Unterhaltsbedarf von 586 € monatlich.

Hiervon muss er sich noch das vollständige Kindergeld abziehen lassen in Höhe von 184 €, so dass ein Bedarf in Höhe von 402 € verbleibt.

Dieser Betrag ist dann auf beide Elternteile entsprechend der Einkommensverhältnisse aufzuteilen, so dass bei ihnen ein Unterhaltsbetrag in Höhe von ungefähr 250- 275 .- € herauskommen würde.

Wie bereits gesagt handelt es sich hierbei lediglich um eine grobe Berechnung.


Ich hoffe Ihre Frage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241



Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Rechtsanwalt und Diplom Jurist
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


lassen Sie michn die Antwort des Kollegen wie folgt ergänzen:


Ein Volljähriger ist, soweit er sich nicht aktuell in Berufsausbildung befindet für sich selbst verantwortlich.


Er ist nur bedürftig s o la n g e und s o w e i t er sich in Ausbildung befindet.


Das ergibt sich aus $§ 1610 II BGB.


Zwischen Abitur und Studium ist Unterhalt daher gerade nicht geschuldet.


Hier sind die Gerichte sehr streng.


Dem Volljährigen wird für diese Zeit zugemutet, sich selbst zu unterhalten zB. durch eine Ferienarbeit.

Der Anspruch lebt bei Beginn des Studiums wieder auf.


Ihr Sohn hat daher keinen Anspruch auf Unterhalt.



Erst wenn das Studium begonnen wird lebt auch der Anspruch auf Ausbildungsunterhalt wieder auf.


Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Fachanwältin für Familienrecht-.

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