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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe einen schwiereigen Nachbarn. Dieser hat

Kundenfrage

Guten Tag, ich habe einen schwiereigen Nachbarn. Dieser hat 2005 einen 2,50 m hohen Zaun an der Nachbarschaftsgrenze errichtet, der aber so nicht im Bebauungsplan vorgeshreiben ist, hier dürfen Zäune max.1,50 m hoch sein. Ich habe das Lansratsamt 2005 auf den Fehler und auch noch mal die Gemeinde 2006 auf aufmerksam gemacht. Vom Landratsamt bekam ich ein Schreiben es handelt sich hier um Nachbarschaftliche Probleme und von der Gemeinde habe ich garkeine Antwort bekommen. Wir haben inzwischen immer mehr Probleme mit dem Bewuchs und den herabfallenen Blättern und Ästen. Kann ich hier noch gegen den Zaun vorgehen, oder ist mein Anspruch inzwischen verjährt? Vielen Dank & Gruß
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:









Das Landratsamt hat hier grundsätzlich recht. Die Frage, ob und gegebenenfalls einen Zaun ( das Nachbarrecht nennt dieses " Einfriedung") und in welchem Ausmaß zulässig ist, wird durch die Nachbargesetze der jeweiligen Bundesländer geregelt ( außer in Bayern, dort wird die Baunutzungsverordnung herangezogen, da Bayern das einzige Bundesland ist, dass kein eigenes Nachbargesetz hat).

 

Nach allen mir bekannten Nachbargesetzen ist eine Zaunhöhe von 2,50 m definitiv zu hoch.

 

In den Nachbargesetzen schwankt die zulässige Höhe zwischen 1,50 m und 1, 80 m je nach Bundesland.

 

Theoretisch hätten sie also einen Beseitigungsanspruch.

 

Der allgemeine zivilrechtliche Unterlassungsanspruch gem. § 1004 BGB verjährt gem. §§ 195,199 BGB grundsätzlich in der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren und wäre somit schon längst verjährt.

 

In bestimmten Konstellationen sehen die Nachbargesetze eigenständige Unterlassungsansprüche vor, die aber einheitlich ( insoweit gibt es zwischen den Bundesländern keine Unterschiede) spätestens nach fünf Jahren verjähren.

 

Vor diesem Hintergrund sind die Ansprüche leider verjährt.

 

Sie sollten ihre Nachbarn auf die Situation ansprechen (also dass der Zaun definitiv zu hoch ist), auf einen Rechtsstreit sollten sie es aber nicht hinauslaufen lassen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241





Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

 

wie verhält es sich, wenn wir inzwischen durch den Bewuchs des Zaunes sehr beeinträchtigt sind, dieser wurde immer weiter beplanzt und es fällt inzwischen bei jedem Regen der ganze Dreck und Rindenmulch auf unser Grundstück. Außerdem hat der Nachbar den Zaun auf einem ca. 50 cm hohen Betronsockel gestellt, aus dem bei Regen immer wieder das Wasser gedrückt wir und auf unserem Pflaster landet.

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Gegen den Bewuchs können wir etwas unternehmen. Diesbezüglich haben sie einen Unterlassungsanspruch.

Der Teil, der über die Grundstücksgrenze zu ihnen herüber wächst, kann von ihnen auch entfernt werden.

Sie haben sogar gegen nahe der Nachbar einen Anspruch auf Entfernung.

Auch muss er dafür sorgen, dass das Wasser nicht auf das Pflaster geleitet wird.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
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Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241



Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wie muss ich meinen Nachbarn darauf aufmerksam machen? Kann ich das Landratsamt informieren und diese müssen die weiteren Schritte einleiten oder muss ich dieses selber machen?

Nochmals eine Nachfrage zur Verjährung, ich habe 2006 die zuständige Gemeinde von dem zu hohen Zaun in Kentniss gesetzt mit der Bitte hier etwas zu Unternehmen, was leider nicht geschah, verlängert dies nicht meinen Anspruch auf Beseitigung des Zaunes?

Danke & Gruss M.Loehr
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie sollten hier zweigleisig vorgehen. Sie sollten zum einen das Landratsamt informieren und zum anderen den Nachbarn schriftlich auffordern.

Nein, die Meldung bei der Gemeinde verlängert beziehungsweise unterbricht die Verjährung leider nicht.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
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Fax.0471/140244

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