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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe eine Frage bezgl. des Sorgerechts. Ich bin seit 5

Beantwortete Frage:

Ich habe eine Frage bezgl. des Sorgerechts.
Ich bin seit 5 jahren verheiratet und habe eine 2 jährige Tochter. In unserer Ehe kriselt es schon sehr lange. Ich bin seit 1 Jahr nach Therapie und Nachsorge trockene Alkoholikerin. Ich war damals in die Sucht geraten, weil mein Mann 3 Jahre ins Ausland versetzt worden war und ich in diesem fremden Land nicht zurecht kam ( Einsamkeit, Heimweh, Ängste). Als ich Angst bekam meine kleine Tochter wegen zunehmenden Alkoholkonsums nicht mehr richtig versorgen zu können, habe ich selbst den Entschluss gefasst eine Therapie zu machen, um von dem Alkohol wegzukommen, was ich auch mit Erfolg geschafft habe, Gott sei Dank, ich fühle mich ohne auch viel besser und freue mich jeden einzelnen Tag darüber. Seit April wohnen wir wieder in Deutschland, allerdings nicht in meinem Heimatort, mein Mann und ich starteten einen 2ten Versuch unsere Ehe zu retten. Leider ohne Erfolg von meiner Seite aus und ich glaube eine Trennung wäre für alle Beteiligten besser. Ich bin noch bis September nächsten Jahres in der Elternzeit und versorge unsere Tochter größtenteils allein da mein Mann einen Managerposten hat und täglich 10 und mehr stunden arbeitet hinzu kommen noch wöchentl. Dienstreisen.
Ich habe mich schon über eine Trennung mit meinem Mann gesprochen, er lässt mich gehen, will aber das Sorgerecht fürs Kind, d.h. er will nicht das meine Tochter mit mir auszieht. Meine Frage : Kann er das Sorgerecht bekommen, weil ich Alkoholkrank bin, aber wie schon beschrieben aus eigener Kraft und Überzeugung einschl. therapeutischer Hilfe jetzt bereits seit einem Jahr keinen Alkohol mehr angerührt habe ?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen !
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Zunächst darf ich Ihnen meinen Respekt aussprechen, dass Sie Ihre Krankheit überwunden haben.

Aber selbst wenn Sie aktuell noch alkoholkrank wären, wäre dies kein Grund Ihnen das Sorgerecht für Ihr Kind vollständig zu entziehen. Da Sie selbst mitteilen, dass Sie seit einem Jahr in therapeutischer Behandlung sind und auch nicht rückfällig geworden sind, besteht kein Anlass dafür, dass Sie nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Ihre Tochter erhalten. Ihr Ehemann ist beruflich derart eingespannt, dass er gar nicht in der Lage ist, sich ausreichend um das Kind zu kümmern.

Aber er hat angedeutet, dass er nicht damit einverstanden ist, dass Sie mit dem gemeinsamen Kind einen eigenen Haushalt beziehen. Sie sollten daher beim Jugendamt vorsprechen und dort um Vermittlung bitten. Weigert sich Ihr Ehemann weiterhin, dass Sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind erhalten, müssten Sie einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellen.

In diesem Fall sollte Sie sich unbedingt von einem Fachanwalt für Familienrecht vertreten lassen.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.