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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, meine Oma hat meiner Mutter ihre Wohnung geschenkt.

Beantwortete Frage:

Hallo, meine Oma hat meiner Mutter ihre Wohnung geschenkt. (Wert: 45 000 Euro)Dafür zog meine Oma dann in die Wohnung meiner Mutter ein und meine Mutter pflegte sie.
Leider verstarb nun kürzlich meine Mutter ganz plötzlich.
Meine Mutter verkaufte die Wohnung meiner Oma recht schnell und wir bezahlten damit meinen geschiedenen Mann bezüglich unseres gemeinsamen Hauses aus.
Das Haus gehört seitdem mir.
In diesem Haus leben auch meine Eltern und meine Großmutter. Meine Oma muss nun ins Heim.
Kann das Sozialamt die 45 000 Euro von mir zurückverlangen, die ich eigentlich gar nicht habe ? was kann ich tun um das zu verhindern ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sofern die Oma die Heimkosten nicht selbst aufbringen kann, wird das Sozialamt bei den Kindern versuchen, Regress zu nehmen.

Bei Ihnen als Enkel kann man aber keinen Regress nehmen.

Auch können die 45.000 Euro nicht zurückgefordert werden.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das heißt also, dass ich dem Sozialamt mitteilen kann, dass das Geld über meine Schwester auf das Konto meines Exmanns geflossen ist oder muss ich den Verbleib verschleiern ?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie müssen das erst mitteilen, wenn sich das Sozialamt meldet - bloß nicht von sich aus melden.

Verschleiern müssen Sie auch nichts.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Aber das Sozialamt hat doch Einsicht ins Grundbuch und wird von der Wohnung erfahren und sich somit fragen warum wir das nicht mitgeteilt haben
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hat sich das Sozialamt denn schon gemeldet?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein. Ich muss den Antrag nun stellen und alles angeben. Darunter gehört auch die Immobilie, die an meine Mutter verschenkt wurde, da unter die 10 Jahresfrist fällt.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie müssen den Antrag für die Oma stellen?

Ja, das ist richtig mit der Immobilie. Aber diese ist ja dennoch verkauft und das Geld weg.

Von daher haben Sie nichts zu befürchten.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Oma ist dement
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ok.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

 

von Ihrer Auskunft hängt die Zukunft unsere ganze Zukunft ab.

Sie sind sich also ganz sicher, dass das Sozialamt nicht auf meine Schwester auf deren Konto das Geld zuerst floss, bevor es bei meinem Ex-Mann landete, noch auf mich als Hausbesitzerin (habe ja eigentlich einen Gegenwert) zugreifen können !?

 

Können die Brüder meiner Mutter, falls das Sozialamt von Ihnen eine Kostenbetreilgung verlangt, auf das Geld zurückgreifen ?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Grundsätzlich müssen nur die Kinder für die Eltern unterhaltsrechtlich einstehen und nicht die Enkel und sonstige Verwandte.

Die Wohnung wurde von der Oma verschenkt - grundsätzlich könnte daher die Schenkung durch das Amt angegriffen werden.

Allerdings wurde die Wohnung dann verkauft und der Erlös zweckgebunden verbraucht.

Damit ist das Geld weg - und das auf legalem Wege. Sie müssen sich keine Sorgen machen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Gut, dann werde ich dem Sozialamt die Schemkungsurkunde und den Kaufvertrag vorlegen, sowie darlegen, wenn sie nachfragen, wo das Geld verblieben ist.

 

Bitte beantworten Sie noch kurz die Frage nach den Brüdern meiner Mutter.

Können die die Schenkung rückgängig machen, falls sie für die Heimunterbringung zahlen müsten ?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, niemand kann die Schenkung rückgängig machen.

Insbesondere können auch die Brüder nicht für die Heimunterbringung in Anspruch genommen werden.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da hat mit heute morgen das Sozialamt aber etws anderes mitgeteilt. Die sagten mir, dass Kinder grundsätzlich unterhaltspflichtig sind.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja, Verzeihung. Ich habe gerae etwas verwechselt. Die Brüder Ihrer Mutter sind ja die Kinder der Oma.

Genau, diese können zum Unterhalt herangezogen werden - dennoch können sie nicht die Schenkung anfechten.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Gut Herr Schwerin,

 

ich hoffe Sie haben recht mit Ihrer Auskunft und wir müssen am Ende nicht doch unser Haus verkaufen um die Heimkosten der Oma zu begleichen.

 

Kann das Sozialamz eigentlich ans Erbe meiner Mutter ? Sie wird uns drei Kindern und meinem Vater ca. 30 000 Euro vererben ?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich denke, die Mutter ist schon verstorben? Dann ist das Vermögen doch schon aufgeteilt. Aber auch darauf kann das Amt nicht zugreifen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ja meine Mutter ist vor ca. drei Wochen verstorben.

 

Ich denke ich habe nun alles was ich brauche. ich bedanke XXXXX XXXXX herzlich bei Ihnen und hoffe nun, dass das alles so läuft, wie Sie mir prophezeien und wir unser Haus behalten können.

 

Einstweilen vielen Dank.

 

Ulrike Ilg

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gern, alles Gute.
raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.