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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26899
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sch nen guten abend ich habe vor langer zeit einmal eine seite

Beantwortete Frage:

Schönen guten abend
ich habe vor langer zeit einmal eine seite von maxolution online besucht und mich dort angemeldet, ohne das dort zu lesen war das es eine kostenpflichtige Seite ist, dann bekam ich fortlaufend Rechnungen, ich meine es waren vier Rechnungen , jeweils über 39,99 €, die ich aber nicht bezahlthabe, dann bekam ich eine Email von der Kanzle Auer Witte Thiel über 346,18 € die ich sofort zahlen sollte, habe mich nicht darauf eingelassen. Dann folgte eine email auf die andere immer mit der Aufforderung den Betrag zu zahlen , sogar per Ratenzahlung. Hier bitte die Email von denen :
Sehr geehrter Herr Ritz,

trotz der Abgabe Ihrer Akte an unsere Prozessabteilung, haben Sie bislang nicht die Gelegenheit
benutzt, die gegen Sie gerichtete Forderung zu begleichen. Der geschuldete Betrag in Höhe
von 346,18 EUR steht immer noch zur Zahlung offen. Da wir Ihnen schon mehrmals geschrieben
haben und hierauf keine Reaktion erhielten, können wir Ihr Zahlungsverhalten nur dahingehend
deuten, dass Sie derzeit nicht über ausreichende Geldmittel verfügen, um die ausstehende
Summe auf einmal zu bezahlen.

Unsere Mandantschaft ist aus diesem Grund bereit, Ihnen eine sehr wohlwollende Ratenzahlung
einzuräumen. Klicken Sie hierzu einfach auf "Antworten" in Ihrer Menüleiste und geben Sie den von
Ihnen monatlich darstellbaren Ratenbetrag ein und senden Sie die E-Mail umgehend an uns zurück.
Zögern Sie nicht, auch kleine Beträge anzugeben!
Wir werden uns für Ihren Vorschlag bei unserer Mandantschaft stark machen. Eventuell ist sogar
die Reduzierung der Forderung möglich!
Beachten Sie bitte, dass wir Ihnen diese Möglichkeit nur noch bis einschließlich

09.08.11

offen halten können!!

Sollte diese Frist ungenutzt verstreichen, ist der ratenweise Ausgleich, sowie die Reduzierung
der Forderung nicht mehr möglich!
Wir sind für diesen Fall gehalten, dann den gesamten Betrag, wie angekündigt, mit gerichtlicher
Hilfe einzufordern und ohne Kompromisse durchzusetzen.
Zahlung mit schuldbefreiender Wirkung können Sie unter Angabe des Aktenzeichens XXXXXXXXXXX
nur auf folgendes Konto überweisen (oder auf eine untenangeführte Bankverbindung):

Postbank (Giro)
Kontonummer:(NNN) NNN-NNNN
Bankleitzahl: 70010080

Geben Sie unbedingt das Aktenzeichen an und halten Sie unbedingt die gesetzte Frist ein!

Mit freundlicher Empfehlung

Auer Witte Thiel
Rechtsanwälte
Prozessabteilung
Ich habe dann geschrieben das ich 50 € monatlich zahlen könnte, danach erhielt ich dann heute folgende Email:
Sehr geehrter Herr Ritz,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Prozessabteilung bereits eine Klage vorbereitet hat. Deshalb entstehen
weitere Bearbeitungskosten i.H.v. 468,69 Euro.
Deshalb beläuft sich die Gesamtforderung numehr auf 869,48 Euro.
Leider sind 50 Euro als Ratenzahlung nicht ausreichend. Der Mindestbetrag i.H.v. 100 Euro/Monat
wird in unserer Kanzlei als Minumun angesehen. Daher teilen Sie uns mit, ob dies möglich ist.
Andernfalls reichen wir umgehend Klage beim Amtsgericht Hagen ein.

Mit feundlichen Grüßen

Simon Großmann

-RA-Fachangestellter-
Über eine schnelle Antwort der Lösung wäre ich IHNEN sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Ritz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die von Ihnen geschilderte Vorgang ist ein typischer Verfahrensgang.


Sie sollten als Erstes zunächst den geforderten Rechnungsbetrag grundsätzlich nicht bezahlen.

Sie sollten, die Gegenseite anschreiben und auffordern, den angeblichen Vertragsschluss in Nachweis zu bringen.

Schreiben Sie die Anwälte per Post (Einschreiben) an, damit Sie den Zugang nachweisen können.

Denn nur bei einem geschlossenen Vertrag kann grundsätzlich eine Leistung von Ihnen verlangt werden.
Die Anmeldung oder der Besuch bei einer Internetseite dieser Firma ist grundsätzlich nicht geeignet einen solchen Vertragsabschluss herbeizuführen.

Denn mit der Anmeldung allein geben Sie grundsätzlich kein Angebot auf Abschluss eines Dienstleistungsvertrages ab. Daran ändert auch eine von der Gegenseite angegebene IP-Adresse (damit wird häufig argumentiert) nichts.

Sie sollten in Ihrem Schreiben hilfsweise den angeblich geschlossenen Vertrag wegen arglistiger Täuschung gem. 123 BGB anfechten und den Widerruf erklären §§ 355, 312d BGB .


Da einem Verbraucher beim Besuch der Internetseite regelmäßig nicht bewusst ist, dass er ein zahlungspflichtiges Angebot annimmt und ihm dies auch durch den jeweiligen Seitenbetreiber verdeutlicht wird, nimmt die Rechtsprechung eine arglistige Täuschung des Verbrauchers über die Zahlungspflichtigkeit der Leistung an.

Genau so ist es Ihnen ergangen, auch Sie haben die Zahlungspflichtigkeit erst zu spät erkannt.

Da es sich um einen Fernabsatzvertrag handelt hätte man Sie zudem über Ihr Widerrufsrecht belehren müssen

Bemängelt wird daher auch vielfach, dass die Widerrufsbelehrung fehlt beziehungsweise nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. In einen solchen Fall beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen. So dass ein Widerruf weiterhin möglich ist. Soweit Sie Widerruf erklärt haben, wird in der vorliegenden Konstellation ein geschlossener Vertrag wieder unwirksam.


Auf eines sollten Sie jedoch achten:

In jüngster Zeit wird gelegentlich (wenn auch sehr selten) versucht den Kunden durch Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens zu überlisten.

Im Mahnverfahren prüft das Mahngericht nämlich nicht, ob die vom Antragsteller behauptete Forderung überhaupt besteht. Wenn dieser die Gerichtskosten einzahlt, wird der Mahnbescheid erlassen. Sollten Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten, so sind Sie gezwungen zu handeln, Sie müssen binnen 14 Tagen ab Zustellung Widerspruch einlegen.

Tun Sie dies nicht, so wird auf Antrag ein Vollstreckungsbescheid erlassen. Gegen diesen können Sie nochmals innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen. Soweit auch diese Frist versäumt wird, hat die Gegenseite einen vollstreckbaren Titel mit dem sie die Beitreibung der Forderung erzwingen kann.

Legen Sie dagegen rechtzeitig Widerspruch oder Einspruch ein, so wird das Verfahren an das zuständige Gericht abgegeben und der Gegner muss genau begründen warum er von Ihnen Geld will.

Sie sollten den Gegner unbedingt anschreiben und nicht versuchen, die Sache einfach auszusitzen, wie es manchmal empfohlen wird.

Warum:

Melden Sie sich nicht, besteht die Gefahr, dass der Gegner (vor allem ein beauftragtes Inkassounternehmen) einen negativen Schufa-Eintrag veranlassen wird.

Der Eintragsinhalt lautet auf Zahlungsunfähigkeit Ihrer Person (da Sie sich nicht gemeldet haben geht die Gegenseite einfach davon aus). Dieser Eintrag kann Ihre Kreditwürdigkeit erheblich beeinträchtigen. Sie sollten daher aus Sicherheitsgründen in einem Abstand von 4-6 Wochen sich einen Schufa-Auszug zukommen lassen und die Einträge überprüfen. Sollte sich ein Negativeintrag finden, so können Sie Ihn bei der Schufa sperren lassen mit der Begründung, dass der von der Gegenseite behauptete Anspruch in Streit stehe.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt