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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5851
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

mein vater ist am 30.05.2011 verstorben. ich habe es gestern

Kundenfrage

mein vater ist am 30.05.2011 verstorben. ich habe es gestern erfahren, da er seit 2 jahren nicht mehr m mir sprach. er ist vor 30 jahren mit einer anderen frau als meine mutter zusammen, rechtlich noch mit m mutter verheiratet. mit seiner lebensgegfährtin hat er 2 toechter, ich habe einen bruder. es gibt ein familien werk (KG) von dessen anteile mein vater mit seiner lebensgefährtin gut lebte. ich weiss nicht ob ich was geerbt habe (bin die älteste tochter) meine mutter lebt noch und ist nun seine rechtliche witwe. sollte er mich enterbt haben, kann ich das testament anfechten, bekomme ich pflichtanteile? seine lebensgefährtin hat welche rechte?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

sollte Ihr Vater kein Testament erstellt haben, tritt die gesetzliche Erbfolge ein und Ihre Mutter und alle Abkömmlinge Ihres Vaters erben. Hat Ihr vater in einem Testament z.B. alles seiner Lebensgefährtin vermacht, stünde Ihnen auf jeden Fall ein Pflichtteil zu.

Um in Erfahrung zu bringen, ob ein Testament existent war, können Sie sich mit dem Nachlassgericht am letzten Wohnort Ihres Vaters in Verbindung setzen.

Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

besteht noch Klärungsbedarf ? Ansonsten darf ich Sie um Akzeptierung und Bewertung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass
S. Grass und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
da mein vater nicht rechtlich von meiner noch lebenden mutter geschieden ist (getrennt lebend seit 30 jahren), weiss ich dass er seiner lebensgefährtin keine kommanditanteile des familienwerks vererben/überschreiben kann, da diese nicht mit ihm verheiratet ist, also kein familienmitglied ist und somit die anteile nicht behalten kann, welche rechte hat seine lebensgefährtin und welche meine mutter, die nun seine witwe ist. kann ich das testement (falls es eins gab) anfechten und wie lange habe ich noch zeit dafuer.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Mutter wird entweder gesetzliche Erbin oder hat, falls ein Testament vorhanden ist, Pflichtteilansprüche.

Um ein Testament anfechten zu können bedarf es eines Grundes. Ein solcher wäre, wenn der Erblasser, also Ihr Vater bei Erstellung des Testamentes über den Inhalt der Erklärung im Irrtum war oder eine solche Erklärung nicht abgeben wollte. Ein Testament kann auch angefochten werden, wenn der Erblasser bei Abfassung irrtümlich Umstände angenommen hat, die nicht zutreffen. Ein weiterer Grund ist die Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten. Allerdings ist Voraussetzung hierfür, dass dem Erblasser dieser bei Erstellung des Testamentes nicht bekannt war oder dass dieser erst nach Testamentserrichtung geboren wurde. Anfechten kann man auch, wenn der Erblasser zum Testierzeitpunkt nicht mehr testierfähig gewesen ist.

Nach Ihren Schilderungen ist davon auszugehen, dass keiner der Gründe bei Ihnen eingreift.

Die Anfechtungsfrist beträgt 1 Jahr und beginnt wenn der Anfechtungsberechtigte Kenntnis des Anfechtungsgrundes erhält.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
was geschieht wenn er sämtliche, oder teilanteile der kommanditgesellschaft an seine lebensgefährtin übertragen hat? die firmentratdition verlangt dass die kg anteile in der familie bleiben, also könnte sie diese gar nicht behalten..
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen angesprochene Firmentradition stellt kein Verbot der Übertragung dar. Etwas anders gilt nur, wenn irgendwie schriftlich geregelt wurde, dass diese Anteile zwingend in Familienbesitz verbleiben müssen.

Solte eine Übertragung als Schenkung in den letzten 10 Jahren vor dem Ableben Ihres Vaters erfolgt sein, entstehen auf die übertragenen Anteile gleichwohl Pflichtteilsansprüche. Im Falle einer schenkung wird das übertragene Vermögen quasi so behandelt als als es nicht übertragen wurde. Allerdings erfolgt eine Staffelung, d.h. je länger die Übertragung in dem 10 Jahreszeitraum zurückliegt, desto weniger wird "zurückgerechnet".


Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass
[email protected]

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